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Bildungsministerin Anja Karliczek trifft Siegener Roboter Pepper

Auf der re:publica in Berlin hat Bundes-Bildungsministerin Anja Karliczek den Siegener Roboter Pepper kennengelernt. Die Uni Siegen stellte Pepper auf dem Kongress vor, um das Thema „Robotik in der Altenpflege“ anschaulich zu machen.

Sie haben gemeinsam Tai Chi-Übungen gemacht und Memory gespielt – der Siegener Roboter Pepper hat auf der re:publica in Berlin hohen Besuch bekommen: von Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung. Gemeinsam mit der Fachhochschule Kiel möchte die Uni Siegen den kleinen Roboter fit machen für den Einsatz im Altenheim – eine Kooperation im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2018 – Arbeitswelten der Zukunft. Pepper soll beispielsweise mit dementen Menschen spielen oder mit Senioren Beweglichkeits-Übungen machen. Auf Messen stellen die ForscherInnen Pepper vor, um ihn einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Auf dem Digital-Kongress re:publica diskutierten sie sowohl mit der Bundes-Bildungsministerin als auch mit den BesucherInnen, inwiefern  die Pflege von der Robotik profitieren kann. Auch auf ethische Grenzen und mögliche Skepsis von SeniorInnen gegenüber Pepper gingen die Siegener WissenschaftlerInnen ein. Karliczek lobte den Siegener und Kieler Ansatz, den Roboter im Altenheim anwendungsnah einzusetzen.

Anlässlich der Eröffnung der Subkonferenz zum Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft „We can WORK it out“ auf der re:publica  sagte Anja Karliczek: „Die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz stellen uns vor eine Riesenaufgabe. Wir bewegen uns zwischen Faszination und Furcht. Sind Computer demnächst schlauer als wir? Wer trifft dann die Entscheidungen? Wer übernimmt die Verantwortung?“ Mit Blick auf den digitalen Wandel sagte die Ministerin: „Eine hochwertige, zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung ist zentral dafür, dass die Umgestaltung der Arbeitswelt gelingen wird. Nur so werden wir den großen Fachkräftebedarf sicherstellen können. Lebenslanges Lernen wird zur Königsdisziplin.“

„Wir glauben, dass dieses Thema von der Gesellschaft als Ganze getragen werden muss und wollen diese deshalb von Anfang an miteinbeziehen“, erklärte Felix Carros, Wissenschaftler am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien (Prof. Dr. Volker Wulf) an der Uni Siegen. Auf der re:publica war Pepper im sogenannten „Makerspace“ der Global Innovation Gathering (GIG) vertreten, ein globales Netzwerk von Innovationszentren, Hackerspaces, Makerspaces, Entrepreneurs und Innovatoren (Victoria Wenzelmann, Uni Siegen). In der Kreativ-Werkstatt konnten die BesucherInnen gemeinsam mit den WissenschaftlerInnen Ideen entwickeln, wie man künftig Roboter und andere digitale Technik in sensiblen Settings wie Pflege einsetzen kann. GIG ist unter anderem auch Partner im EU-Projekt „Careables“, das Tüftler aus aller Welt mit PatientInnen und Pflegefachkräften zusammenbringt, um gemeinsam technologische Innovationen im Pflegebereich zu entwickeln.    

Die Siegener und Kieler ForscherInnen haben mit Pepper im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2018 – Arbeitswelten der Zukunft unter anderem bereits die Altenpflegemesse in Hannover und Europas wichtigste Fachmesse für Gesundheits-IT (conhIT) besucht. Auf dem Plan stehen dieses Jahr noch viele weitere große Veranstaltungen, darunter der Deutsche Seniorentag in Dortmund, die Internationale Funkausstellung in Berlin und die Kieler Woche.

Über re:publica
re:publica ist Europas größte Konferenz zum Thema Internet und digitale Gesellschaft. Sie zieht mehr als 9.000 TeilnehmerInnen an, um Themen unserer vernetzten Gesellschaft zu diskutieren und schafft Raum für BloggerInnen, PolitikerInnen, WissenschaftlerInnen, Geschäftsleute, KünstlerInnen und Aktivisten. Die Gründer der republica GmbH, newthinking communications und des Spreeblick Verlags, beschäftigen sich seit über einem Jahrzehnt mit Internetpolitik, digitaler Kultur und Gesellschaft. Sie sind auch die Gründer von zwei der bekanntesten Blogs Deutschlands: netzpolitik.org und spreeblick.com. Die 12. re:publica fand vom 2. bis 4. Mai 2018 in der Station-Berlin statt.

Über das Wissenschaftsjahr
Das Wissenschaftsjahr 2018 widmet sich dem Thema Arbeitswelten der Zukunft. Durch die Digitalisierung, alternative Arbeitsmodelle und die Entwicklung künstlicher Intelligenz stehen Forschung und Zivilgesellschaft vor neuen Chancen und Herausforderungen: Wie werden die Menschen in Zukunft arbeiten? Wie machen sie sich fit dafür? Und welche Rolle spielen Wissenschaft und Forschung bei der Gestaltung eben dieser neuen Arbeitswelten? Das Wissenschaftsjahr 2018 zeigt, welchen Einfluss soziale und technische Innovationen auf die Arbeitswelten von morgen haben - und wie diese nicht nur den Arbeitsalltag verändern, sondern auch neue Maßstäbe im gesellschaftspolitischen Dialog setzen. "Erleben. Erlernen. Gestalten." – unter diesem Motto werden Bürgerinnen und Bürger im Wissenschaftsjahr 2018 dazu aufgerufen mitzumachen, Fragen zu stellen und gemeinsam Lösungsansätze zu finden.

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