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FoKoS-Zukunftspreis 2018

Jetzt bewerben für den FoKoS-Zukunftspreis 2018. Bewerbungsschluss ist der 1. August.

Mit dem „FoKoS-Zukunftspreis“ ehrt das Forschungskolleg in diesem Jahr zum zweiten Mal wegweisende Forschungsarbeiten. Die Ausschreibung richtet sich an promovierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität Siegen, deren Forschungsvorhaben für eine hohe Interdisziplinarität und gesellschaftliche Relevanz stehen.

Der FoKoS-Zukunftspreis, der jährlich verliehen wird und mit 7.500 Euro dotiert ist, soll innovative und kreative Forschungsarbeiten auszeichnen, die über die Grenzen der jeweils einzelnen Fachrichtungen hinweg neue Forschungsfelder erschließen.

Bewerbungen können bis zum 1. August 2018 eingereicht werden. Dazu senden Sie bitte die folgenden Dokumente an fokos@uni-siegen.de:

•    Ein Anschreiben, aus dem hervorgeht, warum die Forschungsarbeit zur Bewerbung um den Preis vorgelegt wird und zu welchem Forschungszweck das Preisgeld verwendet werden soll.
•    Die der Bewerbung zugrundeliegende Forschungsarbeit (z. B. veröffentlichte, in Begutachtung oder kurz vor der Einreichung befindliche Manuskripte). Dissertationen an sich sind nicht zugelassen.
•    Lebenslauf.
Auskunft erteilt Frederike Oschinsky.
Tel. 0271 740-4256
Email: frederike.oschinsky@uni-siegen.de

Die Auswahl der Preisträgerin bzw. des Preisträgers erfolgt Anfang September durch ein unabhängiges wissenschaftliches Gremium. Das Preisgeld soll für wissenschaftliche Zwecke eingesetzt werden (zum Beispiel zur Finanzierung von Forschungsprojekten oder internationalen Forschungsaufenthalten). Offiziell verliehen wird der FoKoS-Zukunftspreis im Herbst 2018 im Forschungskolleg „Zukunft menschlich gestalten“ der Universität Siegen in Siegen-Weidenau.

mueller_webPreisträgerinnen und Preisträger aus dem Jahr 2017


Im Rahmen der FoKoS-Woche 2017 wurde der Zukunftspreis erstmals verliehen. Zu diesem besonderen Anlass wurden gleich mehrere Forscherinnen und Forscher der Universität Siegen mit dem Preis gekürt:

Dr. rer. nat. Mareike Müller wurde 2017 für ihre Forschungsarbeit im Bereich der angewandten Mikrobiologie mit dem Zukunftspreis ausgezeichnet: „Der Zukunftspreis hängt mit den Schlagworten Interdisziplinarität, gesellschaftliche Relevanz und Innovation zusammen. Darin habe ich meine Forschungsarbeit wiedererkannt. Für unser Forschungsteam ist der Zukunftspreis eine tolle Bestätigung. Er zeigt außerdem, dass interdisziplinäre Arbeit im Team beste Voraussetzungen für gute Forschung schafft.“
 

taha_webDipl.-Medienwirtin Nadine Taha wurde 2017 für das Buchprojekt „Susan Leigh Star: Grenzobjekte und Medienforschung“ mit dem Zukunftspreis ausgezeichnet: „Der FoKoS-Zukunftspreis hat uns angesprochen, weil das Motto ‚Zukunft menschlich gestalten‘ immer eine Botschaft Susan Leigh Stars gewesen ist. Wir freuen uns über die Auszeichnung, denn sie verdeutlicht die Relevanz unserer Forschung und ist eine Motivation für die weitere Auseinandersetzung mit Susan Leigh Star und den Medien der Kooperation.“


giessmann_web2Dr. Sebastian Gießmann wurde 2017 ebenfalls für das Buchprojekt „Susan Leigh Star: Grenzobjekte und Medienforschung“ mit dem Zukunftspreis ausgezeichnet: „Wir freuen uns sehr, dass mit dem Zukunftspreis auch die Sozial- und Kulturwissenschaften ausgezeichnet werden. Uns hilft der Preis dabei, eine Open Access-Version unseres Buches zu realisieren und das darin enthaltene Wissen allen Interessierten zugänglich zu machen.“



Preisträger Sönke Dangendorf: Von Siegen nach Boston

2017 war Dr.-Ing. Sönke Dangendorf der erste Gewinner des FoKoS-Zukunftspreises, welcher ihm für seine innovativen Forschungsarbeiten zum regionalen und globalen Meeresspiegelanstieg verliehen wurde. Das Preisgeld nutzte er für eine Forschungsreise in die USA. Die Reise führte den Preisträger unter anderem an das Boston College.

„An das Department of Earth and Environmental Sciences des Boston Colleges wurde ich von der Professorin Carling Hay eingeladen. Mit ihr habe ich während meines Aufenthalts eine neue Methodik zur räumlich-zeitlichen Rekonstruktion des Meeresspiegels aus unvollständigen und punktuellen Messdaten (Tidepegelmessungen) entwickelt. Carling Hay entwickelte in ihrer Zeit als Postdoc an der Havard University eine neue Methodik zur Rekonstruktion langfristiger Meeresspiegeländerungen mithilfe sogenannter Kalman-Filter. Diese Methodik eignet sich allerdings nur für die Rekonstruktion langfristiger Änderungen auf mehrdekadischen Zeitskalen. Im Rahmen unserer Kooperation habe ich nun eine Idee umgesetzt, wie auch kurzfristige Schwankungen realistisch modelliert und rekonstruiert werden können. Als Ergebnis ging daraus eine neue Rekonstruktion des Meeresspiegels von 1900-2015 inkl. der wenig observierten arktischen Regionen um Grönland und der Antarktis hervor, die die Präzision früherer Rekonstruktionen um ein Vielfaches übertrifft. Derzeit schreiben wir die Ergebnisse nieder und planen, sie zeitnah gemeinsam zu veröffentlichen.“

dangendorf_webNeben dem Forschungsaufenthalt am Boston College wirkte Sönke Dangendorf an mehreren Vorträgen und Seminaren mit und besuchte seinen ehemaligen Kollegen Professor Thomas Wahl am Civil, Environmental & Construction Engineering Sustainable Coastal Systems Cluster an der University of Central Florida, um dort an gemeinsamen Forschungsanträgen für zum Beispiel die National Science Foundation zu arbeiten. Als Nächstes steht für den Preisträger des FoKoS-Zukunftspreises ein weiterer Aufenthalt in Boston auf dem Plan. Während des durch den FoKoS-Zukunftspreis finanzierten Aufenthalts wurde Sönke Dangendorf für das Wintersemester 2018/2019 an die Harvard University eingeladen. Hier wird er im September/Oktober 2018 ein Seminar geben und eine Woche mit Prof. Jerry Mitrovica an weiteren Forschungsideen arbeiten. In seinen Arbeiten liefert er neue Erkenntnisse über die Ursachen und Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

FoKoS-Woche 2017

Im vergangenen Jahr wurde der Zukunftspreis im Rahmen der FoKoS-Woche verliehen, die vom 23. bis zum 27. Oktober 2017 stattfand. An fünf Tagen stellte das FoKoS dabei sich und seine Forschungsprojekte und -themen vor, darunter etwa die Digitalisierung des öffentlichen Raums und der Region Südwestfalen im Speziellen, digitale Medizin, gerontologische Forschung und die Zukunft der Arbeit. Neben zahlreichen Vorträgen und Podiumsdiskussionen bot sich den vielen Besucherinnen und Besuchern zudem die Gelegenheit, Anwendungen aus der Forschung auszuprobieren, darunter zum Beispiel eine Virtual Reality-Brille mit interaktiver Lernsoftware. Neben der Verleihung des Zukunftspreises war zudem die Prämierung prototypischer Arbeitsplätze der Zukunft, die von studentischen Teams gestaltet wurden, Teil des Programms.