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Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Sabine Hering-Zalfen

Engagement der Professorin der Universität Siegen beim Aufbau von Archiven zur Frauengeschichte gewürdigt.

Prof. Dr. Sabine Hering-Zalfen von der Universität Siegen hat den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bekommen. Die Auszeichnung fand am 4. Dezember 2018 im Schloss Bellevue statt. Den Verdienstorden erhalten Menschen, die sich in herausragender Weise um unser Land verdient gemacht haben.

In diesem Jahr stehen die Auszeichnungen unter dem Motto „Zukunft braucht Erinnerung“. Sabine Hering-Zalfen erhält den Orden für Ihr Engagement beim Aufbau von Archiven zur Frauengeschichte. Viel zu lang ist die Frauenbewegung in historischer Forschung und Erinnerungskultur vernachlässigt worden. Dabei steht sie in ihrem Streben nach Selbstbestimmung und politischer Teilhabe für das Ideal der Demokratie. Sabine Hering-Zalfen hat mitgeholfen dieses wichtige Kapitel der deutschen Freiheitsgeschichte im kollektiven Gedächtnis zu bewahren – durch wissenschaftliche Forschungen und ehrenamtliches Engagement. Schon 1983 gab sie den Anstoß zur Gründung des Archivs der deutschen Frauenbewegung in Kassel und sie half beim Aufbau des Digitalen Deutschen Frauenarchivs, das in diesem Jahr online ging. Derzeit engagiert sich Sabine Hering-Zalfen beim Projekt „Das Potsdamer Frauenwahllokal“ des Autonomen Frauenzentrums Potsdam. Dort wird an die Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren erinnert – und Frauen werden ermutigt, sich auch heute politisch zu engagieren.

1993 kam Sabine Hering-Zalfen als Professorin nach Siegen. Sie ist Gründungsdirektorin des Kompetenzzentrums der Universität und Sprecherin des Zentrums für Gender-Studies (Gestu_S). Seit 2012 ist sie im Ruhestand und lebt jetzt in Potsdam.