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Viel Lob für faire und transparente Berufungsverfahren

Die Universität Siegen erhält für weitere fünf Jahre das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbands (DHV) für faire und transparente Berufungsverhandlungen.

Die Universität Siegen ist erneut für die vorbildliche Abwicklung von Berufungsverfahren ausgezeichnet worden. Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat ihr für weitere fünf Jahre das Gütesiegel für faire und transparente Berufungsverhandlungen verliehen. Die Universität Siegen ist bundesweit die siebte Hochschule, die das nach drei Jahren anstehende Re-Audit-Verfahren erfolgreich durchlaufen hat. Inhaber des DHV-Gütesiegels ist sie bereits seit dem 4. November 2015. Die fortlaufenden Bemühungen, Berufungsverhandlungen weiter zu verbessern, schlagen sich auch in Zahlen nieder: In 80 Prozent aller Fälle kann die Universität Siegen die Erstplatzierte oder den Erstplatzierten auf einer Berufungsliste auch tatsächlich gewinnen.

„Mit dem DHV-Gütesiegel ist es uns gelungen, externen Sachverstand bei den dynamischen Veränderungsprozessen in Berufungs- und Bleibeverhandlungen einzubinden. Das ist wichtig, um hohe Standards zu halten und zu steigern“, erklärten der Rektor der Universität Siegen, Professor Dr. Holger Burckhart, und Kanzler Ulf Richter. Der DHV lobte, die Universität habe die Abläufe bei Berufungs- und Bleibeverhandlungen in den vergangenen Jahren positiv weiterentwickelt. Der Verband begrüßt besonders die geplante Einrichtung eines Berufungsportals inklusive eines elektronischen Berufungsverfahrens-Monitors. Mithilfe solcher Instrumente würden Verfahren noch transparenter, Irritationen oder Probleme bei Verhandlungen ließen sich noch besser vermeiden, heißt es vom DHV.

Positiv beurteilt der Verband auch das Vorhaben der Universität Siegen, Juniorprofessuren zukünftig im Regelfall mit einer rechtsverbindlichen Tenure-Track-Zusage zu versehen, die bei positiver Evaluation die Übernahme in ein unbefristetes Dienstverhältnis der höheren Besoldungsgruppen W2/W3 garantiert. Stilbildend wirke der Vorsatz, generell auch Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren mit Tenure Track einen persönlichen Verhandlungstermin bei der Hochschulleitung zu ermöglichen, loben die Auditoren des DHV. In Befragungen gaben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler selbst an, sich dank einer „hervorragenden Gesprächs- und Verhandlungsatmosphäre“ in den Verfahren persönlich wertgeschätzt gefühlt zu haben. Optimierungsbedarf sieht der Hochschulverband unter anderem in der erfolgreichen Gestaltung von Bleibeverhandlungen. Er empfiehlt außerdem, Neuberufene im Einzelfall noch aktiver dabei zu unterstützen, mit ihren Familien in Siegen Fuß zu fassen. Ziel sei es, möglichst zügig die Arbeitsfähigkeit an der Universität herzustellen.

Wesentliche Grundlage des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der DHV berät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ca. 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Bewertung liegt dabei jeweils auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen. Auch Stellungnahmen der begutachteten Hochschulen fließen in die Bewertung ein. Hinzu kommen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professorinnen und Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie das Erfahrungswissen der DHV-Justitiare.

Neben der Universität Siegen haben bislang die RWTH Aachen, die Universität Bremen, die Universität zu Köln, die TU Kaiserslautern, die FernUniversität in Hagen und die Universität Duisburg-Essen das Re-Audit-Verfahren für das DHV-Gütesiegel für faire und transparente Berufungsverhandlungen erfolgreich durchlaufen. Weitere Träger des DHV-Gütesiegels sind die Universität Münster, die Universität der Bundeswehr München, die Universität Hannover und die Universität Hohenheim.

Weitere Informationen zum DHV-Gütesiegel gibt es hier.