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Traumapädagogik steht im Mittelpunkt

Wie kann der Umgang mit traumatisierten SchülerInnen professionalisiert werden? Unter anderem mit dieser Frage haben sich die Teilnehmenden beim Fachtag "Traumapädagogik und Lehrerbildung" beschäftigt.

Diskutiert wurde am 29. Januar an der Universität Siegen über "Konzepte zur Professionalisierung Studierender im Umgang mit traumatisierten SchülerInnen". Etwa 40 Gäste aus den Bereichen Schule (Lehrkräfte und SchulsozialarbeiterInnen), Universität (Dozierende und Studierende aus den Lehramtsstudiengängen und der Sozialen Arbeit), Vertreterinnen der kommunalen Integrationsstelle sowie Mitglieder des Arbeitskreises Fluchtmigration nahmen am ersten Teil des Tages, einem öffentlichen Vortrag mit Diskussion, teil. Dr. Christine Bär von der Justus-Liebig-Universität Gießen widmete sich dem Thema "Verstehen und Handeln am Sicheren Ort – Pädagogische Arbeit mit durch Trennungs- und Verlusterfahrungen traumatisierten geflüchteten Kindern und Jugendlichen in der Schule."
 
An den Vortrag schloss sich ein Workshop an. Hier stand die Entwicklung erster Konzeptideen zur Professionalisierung Studierender aus den Bereichen Soziale Arbeit und der Lehramtsstudiengänge im Umgang mit traumatisierten SchülerInnen im Fokus. Dazu gab die Initiatorin des Tages, Dr. Tina Kreische, in einem Impulsvortrag einen Überblick über den Forschungsstand zur Traumapädagogik im schulischen Handlungsfeld und zog erste Konsequenzen für die Lehrerbildung.
 
Dr. Christine Bär beleuchtete in einem zweiten Impulsvortrag den Aspekt, dass Lehrkräfte durch traumatisierte, geflüchtete Kinder und Jugendliche herausgefordert werden. Der interdisziplinär zusammengesetzte Teilnehmerkreis erarbeitete erste Antworten auf die Frage, was traumatisierte SchülerInnen brauchen, um Schule als sicheren Ort zu erleben und welche Maßnahmen der Schulentwicklung entsprechend hilfreich sein können. Darüber hinaus wurden erste Ideen entwickelt, wie die Traumapädagogik in den Lehramtsstudiengängen und dem Studiengang Soziale Arbeit interdisziplinär verankert werden kann.
 
Der Fachtag wurde finanziert aus Mitteln zur Qualitätsverbesserung der Fakultät II.