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Erstmals NT-Forschungspreis verliehen

Die Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät verabschiedete Absolventen und Doktoren im Rahmen ihrer Jahresfeier im Apollo-Theater in Siegen. Erstmals vergab die Fakultät ihren NT-Forschungspreis. Ausgezeichnet wurden Prof. Dr. Volker Blanz, Prof. Dr. Hans-Jürgen Christ und Prof. Dr. Christof Wunderlich.

Das Apollo-Theater in Siegen war am Freitagnachmittag, 4. Mai 2012, ausgebucht. Rund 550 Gäste hatten sich angesagt – überwiegend junge Leute. Denn: Auf dem Programm stand die Verabschiedung der Absolventen und Doktoren der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen. Etwa 400 Studierende schlossen im zurückliegenden Studienjahr ihr Studium an der Fakultät IV ab, 52 von ihnen mit dem Prädikat „ausgezeichnet“. Zudem wurden 55 Doktoranden promoviert, 17 von ihnen erhielten das Prädikat „summa cum laude“. Im Rahmen der Jahresfeier ihrer Fakultät erhielten die frischgebackenen Bachelor, Master, Diplomstudenten sowie Doktoren der sechs Departments Mathematik, Physik, Chemie und Biologie, Bauingenieurwesen, Maschi-nenbau,  Elektrotechnik und Informatik ihre Urkunden und zum Teil auch Auszeichnungen.

Eine Premiere bildete den Höhepunkt der Veranstaltung. Erstmals wurde der NT-Forschungspreis verliehen. Dieser Preis ging an drei Wissenschaftler der Fakultät, die durch besondere Forschungsleistungen im vergangenen Jahr zur Reputation ihrer Departments und der Fakultät maßgeblich beigetragen hatten. Die Geehrten waren von Kollegen nominiert worden. Der Forschungspreis ist mit insgesamt 120.000 Euro dotiert. Das Geld soll für neue Forschungsaktivitäten verwendet werden. Die Preisträger sind: Prof. Dr. Volker Blanz (Department Elektrotechnik und Informatik), Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Christ (Department Maschinenbau) sowie Prof. Dr. Christof Wunderlich (Department Physik). Überreicht wurden die Preise vom Co-Vorsitzenden des Forschungsbeirats der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät, Prof. Dr. Christoph Ruland. Auch Prof. Dr. Andreas Kolb als Prodekan Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs gratulierte.

Doch nicht nur „harte“ Wissenschaft gab es bei der Jahresfeier im Apollo-Theater. Für die Begrüßung der Gäste zeichnete Dekan Prof. Dr. Ullrich Pietsch verantwortlich. Auch Siegens Bürgermeister Steffen Mues ließ es sich nicht nehmen, den Absolventen und Doktoren zu gratulieren. Er unterstrich, dass die Universität ein wichtiger Standortfaktor für Stadt und Region sei: „Sie erbringt Leistungen, die für die heimische Wirtschaft ein Standortvorteil sein können.“ Die Universität sei ein bedeutsamer Arbeitgeber und für die Ausbildung vor allem des akademischen Nachwuchses zuständig. Die Zukunft der Universität und die der Stadt Siegen hätten eng miteinander zu tun. Die Wahl des Apollo-Theaters für die Austragung der Jahresfeier komme einem Bekenntnis der Universität gleich, „dass sie zu dieser Stadt gehört“. Schaue man auf die demo-grafische Entwicklung, sei es für Siegen von existenzieller Bedeutung, zu einer richtigen Universitätsstadt zu werden. Nicht zuletzt IHK-Hauptgeschäftsführer Franz-Josef Mockenhaupt gratulierte den jungen Leuten. Er warb darum, in der Region zu bleiben.  Die heimische Wirtschaft brumme und benötige Nachwuchskräfte.

Dass man Wissenschaft ab und an auch auf die Schippe nehmen kann, bewies Kabarettist und Diplom-Physiker Vince Ebert. Er hatte ob seines frechen Programms unter dem Motto „Denken Sie selbst, sonst tun es andere für Sie!“ die Lacher auf seiner Seite. Kabarettistisch ist nun auch die Definition eines Wissenschaftlers bekannt: „Wenn ich nur sage, im Kühlschrank ist Bier, bin ich Theologe. Wenn ich im Kühlschrank nachschaue, bin ich Wissenschaftler.“