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Windows Server Update Services – WSUS

Bei den Windows Server Update Services (WSUS) handelt es sich um eine Patch- und Update Software von Microsoft, bestehend aus einer Server- und einer Clientkomponente. WSUS bietet Ihnen eine effektive und schnelle Möglichkeit Systeme auf dem neusten Stand zu halten. Die Windows Server Update Services ermöglichen es, in Netzwerken Updates für Windows 7, Windows XP Professional, Windows 2000, Windows Server 2003, Office XP, Office 2003, SQL Server 2000, MSDE 2000 und Exchange 2000/2003 zu verteilen.

Clients, die schon den SUS Server des Zentrums für Informations- und Medientechnologie nutzen, werden automatisch auf den neuen WSUS Server umgeleitet. Änderungen an den Clienteinstellungen sind nicht nötig.

Die folgenden Einstellungen gelten nur bei neuen Clients, die sich neu am WSUS Server beteiligen wollen. Bei Fragen rund um den WSUS, aber auch um den SUS Service des ZIMT, wenden sie sich bitte an Dominik Schikora.

 

Für Eilige

Eine Registry-Datei mit den hier vorgestellten Einstellungen gibt es hier (rechte Maustaste: Ziel speichern unter...) zum Download. Diese Datei muss nur noch auf dem Client mittels Doppelklick in die lokale Registry eingefügt werden.

Konfiguration der Clients

Bei allen Betriebssystemen sind die Konfigurationsschritte gleich. Zur Konfiguration muss man über Administratorrechte auf dem lokalen System verfügen.

1. Hinzufügen der Windows Update-Richtlinien

Die aktuelle Administrative Vorlage für die Windows Server Update Services kann hier herunter geladen werden. Bitte merken oder notieren Sie sich, wohin Sie die Administrative Vorlage speichern.

2. Öffnen der Gruppenrichtlinien-Konsole

Unter Start > Ausführen > "gpedit.msc" eintragen > Ok drücken

Die Gruppenrichtlinien-Konsole öffnet sich (falls nicht, hat der Benutzer wahrscheinlich keine administrativen Rechte!)

Unter Computerkonfiguration rechts klicken auf Administrative Vorlagen und Vorlagen Hinzufügen/entfernen... auswählen.

Im nächsten Fenster Hinzufügen... wählen.

Im nächsten Fenster in das Verzeichnis mit der zuvor gespeicherten Administrativen Vorlage "wuau.adm" navigieren, diese auswählen und anschließend Öffnen drücken.

Nun müsste "wuau" im Fenster "Aktuelle Richtlinienvorlagen" zu sehen sein. Das Fenster schließen.

3. Navigation zum den Einstellungen

Nachdem die neue Richtlinienvorlage hinzugefügt wurde, befinden sich unter Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows Komponenten > Windows Update vier Richtlinien, welche konfiguriert werden müssen.

Die hier vorgestellten Einstellungen sind m.E. nach die Sinnvollsten. Bis auf die Einstellung des Pfades zum WSUS Server müssen Sie sich nicht an meine Vorgaben halten. Jede Richtlinie und dessen Auswirkungen wird unter der Karteikarte "Erklärung" näher erläutert.

4. Automatische Updates konfigurieren

Doppelklick auf die erste Richtlinie Automatische Updates konfigurieren. Diese ist eine der wichtigsten Richtlinien, die eingestellt werden muss. Hier legen Sie fest, wie das Update eingerichtet werden soll.

2 - Vor dem Download von Updates benachrichtigen und vor deren Installation erneut benachrichtigen

3 - (Standardeinstellung) Updates automatisch downloaden und über installierbare Updates benachrichtigen

4 - Updates automatisch downloaden und laut angegebenem Zeitplan installieren

Mit der Option 3 haben Sie die Kontrolle, wann die Updates installiert werden, müssen aber nicht mehr darauf warten, bis diese aus dem Netz geladen werden.

 

5. Automatisches Update sofort installieren

Bestimmt, ob Updates, die weder die Windows-Dienste noch Windows neu starten, automatisch installiert werden sollen. Je weniger Aufwand, desto besser.

6. Erneut zu einem Neustart für geplante Installationen auffordern

Bestimmt den Zeitraum, bevor erneut zu einem Neustart aufgefordert wird. Die voreingestellten 10 Minuten sind zu kurz und stören bei der Arbeit.

7. Internen Pfad für den Microsoft Updatedienst angeben.

Dies ist die zweite wichtige Einstellung. Hier legen Sie fest, zu welchem Server der Client Kontakt aufnehmen soll.

 

Diese Richtlinie aktivieren und wie im Beispiel ausfüllen.

8. Kein automatischer Neustart für geplante Installation automatischer Updates

Legt fest, dass der Computer vom angemeldeten Benutzer manuell neu gestartet werden muss, um die Installation der automatischen Updates fertig zu stellen, anstatt den Computer automatisch neu zu starten. Der PC soll nicht mitten in der Arbeit neu starten.

9. Nicht-Administratoren gestatten, Update-Benachrichtigungen zu erhalten

Legt fest, ob angemeldete Benutzer, die keine Administratoren sind, Update-Benachrichtigungen laut ihrer Konfigurationseinstellungen für automatische Updates erhalten. Da man nicht immer mit Administratorrechten arbeitet, wird diese Richtlinie aktiviert.

10. Fertig

Nachdem die Gruppenrichtlinien-Konsole geschlossen und der Computer neu gestartet wurde, ist die Konfiguration des Windows Server Update Services beendet. Es können bis zu 24 Stunden vergehen, bevor der Benutzer das erste Mal von einem kleinen Icon im rechten unteren Bildschirmrand über neue Updates informiert wird, natürlich nur, wenn Updates für das Betriebssystem zur Verfügung stehen. Eine erste Kontrolle, ob die Richtlinien angenommen wurden, erhält der Benutzer, indem er über Start > Einstellungen > Systemsteuerung auf Automatische Updates klickt. Das neue Fenster "Automatische Updates" muss grau hinterlegt sein, und es darf nicht möglich sein, Einstellungen zu verändern.