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SCHLAU: Schichtspezifisches Lernen außerhalb von Unterricht


Fach:
Erziehungswissenschaft

Projektleitung: Prof. Dr. Hans Brügelmann, Prof. Dr. Hans-Werner Heymann

Doktoranden: Hendrik Coelen, StR i. H. Jörg Siewert

Status: aktuell

Kurzbeschreibung:

Im Projekt SCHLAU geht es um die Aufklärung schichtspezifischer Bildungsbenachteiligung

Spätestens seit PISA ist die Benachteiligung von Kindern aus sozial schwachen Familien (mit und ohne Migrationshintergrund) auch in Deutschland als Problem erkannt. Mit dem Forschungsprojekt SCHLAU beziehen wir uns u. a. auf eine US-amerikanische Studie, die zeigt, dass der Lernzuwachs in Lesen und Mathematik während der Schulzeit in allen sozialen Schichten annähernd gleich ist, in den Sommerferien hingegen deutliche schichtspezifische Unterschiede aufweist: Während bei Kindern aus höheren sozialen Schichten auch in den Sommerferien Lernzuwächse zu verzeichnen sind, ist für Kinder aus unteren sozialen Schichten im Lesen eine Stagnation, in Mathematik sogar ein Verlust messbar. Dieser "Ferieneffekt" macht die hohe Bedeutung des familiären Milieus für den Lern- und Bildungserfolg von Kindern deutlich: Die "Schere der Kompetenzentwicklung" öffnet sich offensichtlich vor allem in Zeiten, in denen der Einfluss von Schule minimal, der Einfluss des sozialen Umfelds hingegen maximal ist.

Mit dem Projekt SCHLAU untersuchen wir,

• ob sich der Ferieneffekt aus den USA, der auf die Bedeutung kontinuierlicher Anregung und Unterstützung fachlichen Lernens verweist, in Deutschland replizieren lässt, und

• welcher Art die schichtspezifisch unterschiedlichen Erfahrungen und die ihnen zugrunde liegenden Aktivitäten sind, die fachliches Lernen außerhalb der Schule befördern.

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