Sozialminister Guntram Schneider auf Inklusionstour an der Universität Siegen
Der Minister stellte den Aktionsplan der Landesregierung „Eine Gesellschaft für alle“ im ZPE vor und diskutierte mit Wissenschaftlern und Studierenden über aktuelle Fragen rund um das Thema Inklusion.
Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Integration und Soziales war am Montag, den 1.7.2013 zu Gast beim ZPE,
um mit Studierenden und Lehrenden der Hochschule sowie mit Vertretern
südwestfälischer Kommunen den Aktionsplan der Landesregierung zur Umsetzung der
UN Behindertenrechtskonvention zu diskutieren.
„Wir freuen uns sehr, dass der
Sozialminister auf seiner Inklusionstour bei uns im ZPE der Universität Siegen
persönlich Station macht, um die zentralen Punkte des Landesaktionsplan
‚NRW-inklusiv“ vorzustellen“, so der ZPE-Sprecher Prof. Albrecht Rohrmann. „Wir
sehen darin auch eine deutliche Anerkennung der wissenschaftlichen und konzeptionellen
Beiträge, die wir seit über fünfzehn Jahren auch in verschiedenen
nordrhein-westfälischen Projektzusammenhängen der Sozialen Arbeit erbringen“.
Prof. Rohrmann, der seinerseits vor einigen Monaten in den nordrhein-westfälischen Inklusionsrat berufen wurde, berichtet, dass es gerade im Bereich der Behindertenpolitik seit langem eine intensive Kooperation zwischen Sozialministerium und ZPE gibt. Derzeit ist einer Forschungsgruppe im Auftrag des Schneider-Ministeriums etwa damit befasst, die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den nordrhein-westfälischen Kommunen zu untersuchen und Empfehlungen für eine planerische Umsetzung des Ansatzes Inklusiver Gemeinwesen vorzubereiten. Dieses Projekt knüpft an Aufgabenstellungen des nordrhein-westfälischen Landesaktionsplans an, gleichzeitig wird dabei ein Planungskonzept nutzbar gemacht, das im Wesentlichen am Siegen ZPE entwickelt wurde.
Sozialminister Schneider sagte, das ZPE sei eine „Ideenschmiede“ für die kommunale Umsetzung der Inklusion und ein wichtiger Partner des Landes in diesem Politikfeld. „Wir wollen den Städten und Gemeinden Empfehlungen geben, wie sie die Inklusion von Menschen mit Behinderungen vor Ort verwirklichen können. Deshalb haben wir das ZPE gebeten, eine Arbeitshilfe für die Kommunen zu entwickeln. Diese soll dabei helfen, die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention in die kommunale Praxis umzusetzen“, so der Minister.
Im Rahmen des Ministerbesuchs wurden von ZPE-Seite eine Reihe von Forschungsaktivitäten vorgestellt, die kommunal oder regional ausgerichtet sind und konkrete Bezüge zum Inklusionsansatz des Landesaktionsplan aufweisen. „Mit unserem Aktionsplan ‚Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv’ wollen wir eine neue Kultur inklusiven Denkens und Handelns einleiten“, sagte Minister Schneider. „Wir müssen nicht nur bauliche Barrieren abbauen, sondern auch die Barrieren in den Köpfen. In einer Gesellschaft für alle müssen alle Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderung, in allen Lebensbereichen teilhaben können. Deshalb enthält der Landes-Aktionsplan mehr als 100 inklusive Maßnahmen, beispielsweise aus den Bereichen Ausbildung, Arbeit, Wohnen oder Freizeit.“



