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Wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts "Fachdienst Rübe – Rückführungsbegleitung nach Fremdunterbringung" im Landkreis Sigmaringen

Seit dem 01.10.2016 wird das Modellprojekt "Fachdienst Rübe – Rückführungsbegleitung nach Fremdunterbringung" im Landkreis Sigmaringen von Dipl. Päd. Andrea Dittmann wissenschaftlich begleitet.

Das Projekt wird als "Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Jugendhilfe in Baden-Württemberg – Qualitätssicherung und Wissenstransfer" vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg finanziell unterstützt.

Das Projekt erstreckt sich vom 01.10.2016 bis zum 30.09.2019.

Das Modellprojekt soll Erkenntnisgewinne bezüglich folgender Fragestellungen liefern:

  • Welche fachlichen Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit die Hilfeform "Rückkehr als geplante Option" schon vor Einleitung bzw. kurz nach Beginn der stationären Hilfe (Schwerpunkt: § 34, aber auch § 33 SGB VIII) verankert werden kann?
  • Welche fachlichen und organisatorischen Voraussetzungen müssen für eine gelingende Kooperation zwischen ambulanter Rückkehrbegleitung und stationärer Einrichtung der Erziehungshilfe bzw. Pflegefamilie geschaffen werden, um den Rückkehrprozess erfolgreich zu unterstützen?
  • Welche Faktoren tragen zu einer gelingenden Koproduktion mit den Eltern bei?
  • Welche Effekte sowie intendierte wie nicht intendierte Nebeneffekte werden erzielt, wenn die Rückkehrbegleitung bei gleichzeitiger Fallverantwortung durch einen im Jugendamt angesiedelten Fachdienst übernommen wird?

Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich übertragbare Anregungen für die einschlägige Fachöffentlichkeit ableiten.

Zielsetzung der wissenschaftlichen Begleitung ist zunächst die Implementierung der im Landkreis Sigmaringen entwickelten Konzeption für ein sog. Rückführungsmanagement nach Inobhutnahme oder Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen im Landkreis Sigmaringen.

Die Konzeption lehnt sich eng an die im Rahmen des vom Landesjugendamt Westfalen initiierten Modellprojektes "Rückkehr als geplante Option" entwickelten Arbeitsergebnisse an, die von Klaus Wolf und Andrea Dittmann in einem Arbeitsprozess von 2012 bis 2014 an vier Standorten generiert und im August 2014 veröffentlicht wurden.

Mit Hilfe der wissenschaftlichen Begleitung und Beratung sollen diese Ergebnisse nun in geeigneter Form in den Landkreis Sigmaringen transferiert und an die örtlichen Besonderheiten hinsichtlich vorhandener Strukturen, der aktuellen Hilfelandschaft etc. angepasst werden.

Darüber hinaus soll ein Konzept zur rückführungsbezogenen Qualitätssicherung und Einarbeitung neuer Fach- und Honorarkräfte entwickelt und ein Rückführungsmonitoring für den Landkreis Sigmaringen erarbeitet werden.

Zwischenberichte sowie ein ausführlicher Abschlussbericht sollen einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Projektergebnisse zum Projektende 2019 leisten.