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Evaluation der im Rahmen des Modellprojekts "Rückkehr als geplante Option" (2012-2014) entstandenen kommunalen Rückführungskonzepte in die Herkunftsfamilie

Im vom Landesjugendamt Westfalen-Lippe in Auftrag gegebenen Modellprojekt wurden in trägerübergreifenden Projektgruppen an den vier beteiligten Standorten Stadt Ahlen, Stadt Dortmund, Stadt Gladbeck, Kreis Lippe auf die spezifischen Belange und Strukturen der Regionen abgestimmte Konzepte erarbeitet.

Diese Ergebnisse wurden im Februar/März 2014 von Andrea Dittmann in Abschlussveranstaltungen und Jugendhilfeausschuss-Sitzungen an den Standorten und im Rahmen einer zentralen Veranstaltung beim Landesjugendamt Westfalen-Lippe von Klaus Wolf einer interessierten (Fach)-Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Dezember 2014 beauftragte das Landesjugendamt Westfalen-Lippe die Forschungsgruppe Heimerziehung mit der Evaluation der entwickelten kommunalen Rückführungskonzepte. Dabei sollten u.a. folgende Kriterien im Zentrum stehen:

  • Einordnung des Rückkehrprozesses im Hilfeverlauf (Rückkehr als geplante/ungeplante Option vor/nach Einleitung der Hilfe)
  • Alter und Geschlecht der Kinder/Jugendlichen, die zurückgeführt wurden
  • Spezifika des Familiensystems, in das die Rückkehr erfolgte
  • Verbleib der Kinder/Jugendlichen nach zwei Jahren
  • Belastungen des Familiensystems und zur Verfügung gestellte Ressourcen der Sozialen Dienste zu deren Bewältigung
  • Auswertung der zeitlichen Abläufe der einzelnen Phasen im Rückkehrprozess
  • Auswertung der Erfahrungen mit den im Modellprojekt entstandenen Instrumenten
  • Auswertung der Kooperation aller Beteiligter

Im Frühjahr 2015 wurden an allen Standorten die entsprechend eingeleiteten Rückführungsprozesse mit Hilfe von Aktenanalysen ausgewertet.

Im Frühjahr 2016 führte Andrea Dittmann insgesamt acht leitfadengestützte Experteninterviews mit Eltern, zu denen ihre Kinder gemäß der entstandenen Konzepte zurückgekehrt waren, durch.

Im Frühjahr 2017 werden die weiteren im Zeitraum 2016 – März 2017 abgeschlossenen Rückkehrprozesse mit Hilfe von Aktenanalysen gemäß der o.g. Kriterien evaluiert sowie Gruppeninterviews mit den Fachkräften der beteiligten Jugendämter sowie der stationären Einrichtungen der Erziehungshilfe und der ambulanten Dienste an allen Standorten durchgeführt.

Die Ergebnisse der Gesamtevaluation werden voraussichtlich im Herbst 2017 veröffentlicht.