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"Auf dem Weg in eine neue Kommunalpolitik:
Örtliche Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderung"

 

Konferenz mit europäischer Perspektive

 

27./28. September 2010 Universität Siegen, Audimax

 

Ziele und Inhalte der Konferenz:

Die Behindertenpolitik und die Hilfen für Menschen mit Behinderung stehen vor neuen Herausforderungen. Der Schutz vor Diskriminierung als internationales Leitbild sowie neue Rechtsnormen, wie etwa die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen, fordern eine barrierefreie Infrastruktur und die Weiterentwicklung der etablierten institutionellen Hilfearrangements in Europa. Dies gilt vor allem für die kommunale Ebene, die den Bürger/Innen am nächsten ist.
Im Rahmen dieser Konferenz sollen daher Ansätze der örtlichen Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderung vorgestellt und diskutiert werden. Die Konferenz stützt sich auf innovative Konzepte aus Deutschland und aus anderen europäischen Ländern. Der Fokus der Konferenz soll auf die deutsche Situation gerichtet sein. Da sich in Europa ähnliche Herausforderungen stellen, haben deutsche Erfahrungen auch eine exemplarische Bedeutung für die Diskussion in anderen europäischen Ländern.
Örtliche Teilhabeplanung wird als Bestandteil einer ‚neuen' Kommunalpolitik gesehen, die mit sektorübergreifenden Orientierungen arbeitet. Örtliche Teilhabeplanung steht für einen lernorientierten und partizipativen Prozess, in dem sich unter politischer Federführung der Kommunen die örtlich relevanten Akteure auf den Weg machen, die Zielsetzungen eines ‚inklusiven Gemeinwesens' unter den Bedingungen ihrer spezifischen Örtlichkeit zu verwirklichen. In diesem Zusammenhang hat die Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderungen für die Entwicklung der kommunalen Politik grundlegende Bedeutung. Fachplanung und allgemeine Sozial- sowie Infrastrukturplanung werden verknüpft und insgesamt in ihrer politischen Funktion gestärkt.

Anliegen der Konferenz ist es, das konzeptionelle Profil örtlicher Teilhabeplanung zu klären. Dabei geht es um die Verbindung von drei aktuellen Diskussionslinien:

  • die Bedeutung der Kommunen für die politische Gestaltung des örtlichen Gemeinwesens,
  • die Weiterentwicklung von Konzepten der Sozial- und Infrastrukturplanung, sowie
  • die Modernisierung der Einrichtungen und Dienste für Menschen mit Behinderungen.

Die Konferenz richtet sich an Personen aus der Sozial- und Behindertenpolitik, aus kommunalen und überörtlichen Verwaltungen, aus Selbsthilfeorganisationen, Einrichtungen und Diensten, Wohlfahrtsverbänden aus Medien und Wissenschaft.

Neben grundlegenden Plenumsreferaten angesehener deutscher und europäischer Experten sollen bei der Konferenz vielfältige ‚best-practice-Beispiele' aus dem kommunalen Raum vorgestellt werden. Offene Tagungsformen sollen den Teilnehmer/Innen einen intensiven Erfahrungsaustausch untereinander ermöglichen und fachliche Vernetzungen erleichtern. Tagungssprache ist deutsch und englisch.

 

Veranstalter der Konferenz:

  • Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen,


  • Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (DV),


  • Verein für Sozialplanung (VSOP).