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Projektablauf

Das auf 18 Monate angelegte Forschungsprojekt "InkluPlan" ist in folgende drei Teilprojekte gegliedert:

Teilprojekt I (TP I):
Qualitative Erhebung kommunalplanerischer Aktivitäten in Bezug auf die Partizipation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Nordrhein-Westfalen

Im Rahmen dieses Teilprojekts soll eine online-gestützte schriftliche Befragung durchgeführt werden. Es ist nicht möglich und sinnvoll im Rahmen der empirischen Untersuchung bestimmte Maßnahmen vorzugeben, deren Planung und Durchführung abgefragt werden. Im Sinne eines explorativ angelegten Forschungsprozesses geht es vielmehr darum, Aktivitäten zu ermitteln, die von den verantwortlichen Akteuren als geeignet angesehen werden, inklusive Strukturen zu entwickeln.

Bei der Anlage der empirischen Untersuchung wird berücksichtigt, dass die Behindertenpolitik nicht erst mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention den eben genannten Zielen verpflichtet ist. Dementsprechend geht es auch nicht nur um die Erfassung von neuen Maßnahmen, sondern auch um die Identifizierung bereits länger laufender Aktivitäten, die sich den Zielen der Konvention zuordnen lassen. Daher wurden für die empirische Untersuchung fünf - für eine an der UN-Behindertenrechtskonvention orientierte Behindertenpolitik - relevante Dimensionen ermittelt, die aber auf kommunalpolitischer Ebene bereits eine längere Tradition haben können:

  • die Weiterentwicklung der Partizipation und der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen,
  • die Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung für die Idee der Inklusion,
  • die Gestaltung einer barrierefreien Infrastruktur,
  • die inklusive Gestaltung von Bildungseinrichtungen und anderer Dienste des öffentlichen Lebens (Mainstreaming),
  • die Planung und Entwicklung von flexiblen und inklusionsorientierten Unterstützungsdiensten für Menschen mit Behinderungen,
  • die Untersuchung bezieht sich auf die Wahrnehmung des Gestaltungsauftrages der Kommunen und zugleich auf die lokalen Aktivitäten anderer Akteure, die durch eine koordinierende Planung in die Entwicklung eines inklusiven Gemeinwesens eingebunden werden können. In die Untersuchung sollen alle Kreise, kreisfreien Städte sowie die kreisangehörigen Städte und Gemeinden einbezogen werden. Die Untersuchung muss daher deren unterschiedliche Größe und unterschiedlichen Zuständigkeiten berücksichtigen.

Teilprojekt II (TP II):
Grundlagen und Beispiele ‚guter Praxis‘ kommunaler Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderungen in Europa

In nahezu allen europäischen Ländern sind in den vergangenen Jahre intensive Anstrengungen zu verzeichnen, Politiken zur Umsetzung von Prinzipien der Inklusion, Barrierefreiheit oder des Universal Design zu entwickeln, um die Möglichkeiten der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu erhöhen. Dabei ist eine intensive Bezugnahme auf die UN-Behindertenrechtskonvention zu verzeichnen. Deren Impuls wird sowohl von staatlichen Akteuren der verschiedenen Ebenen als auch von zivilgesellschaftlichen Akteuren aus dem Bereich von Selbsthilfe- und Selbstvertretung sowie aus dem Bereich von Anbieterorganisationen aufgegriffen. Im Zusammenhang mit der Frage der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention interessieren hier einschlägige Maßnahmen oder Projekte im kommunalen Raum, die sozialplanerischen Charakter haben. In diesen Rahmen werden Aktivitäten der örtlichen Teilhabeplanung unter politischer Federführung der Kommunen eingeordnet, die ausgehend von Situation erschwerter Teilhabe von Bewohnerinnen und Bewohnern mit Behinderungen auf die Entwicklung eines ‚Inklusiven Gemeinwesens‘ abzielen.

Teilprojekt III (TP III):
Analyse inklusionsorientierter Projekt und Maßnahmen auf lokaler Ebene

Im Teilprojekt III der Untersuchung soll eine Auswahl der in Teilprojekt I ermittelten kommunalen Aktivitäten und Maßnahmen durch eine systematische Projektanalyse vertiefend untersucht werden. Für die Auswahl der Aktivitäten soll gelten, dass sie von mehreren Akteuren benannt wurden und im Verlauf soweit fortgeschritten sind, dass sie durch eine Projektanalyse erfasst werden können. Die Analyse geschieht durch die Auswertung von schriftlichen Materialien und Interviews mit den verantwortlichen Akteuren.

Zeitplan zum Projektverlauf:

Zeitspanne

Arbeitsschritte

Jan bis April 2012

Entwicklung des Untersuchungsdesigns für TP I:

Theoretische Rahmensetzung
Themensetzung
Erstellung von Erhebungsinstrumenten
Erstellung eines Kriterienrasters und Erarbeitung theoretischer Grundlagen für TP II, Ankündigung und Kommunikation des Projekts

April/Mai 2012

Abstimmung des Untersuchungskonzeptes

Mai bis Juli 2012

Durchführung der Erhebungen in TP II, Identifizierung, Systematisierung und Untersuchung von ‚Beispielen guter Praxis’ in Europa in TPII

Aug. 2012

Systematisierung und Auswertung der Ergebnisse

Sep. 2012

Erstellung des Zwischenberichts

Okt. 2012 bis
Jan. 2013

Identifizierung von inklusionsorientierten Projekten und Maßnahmen auf lokaler Ebene in NRW (TP III)

Feb. bis
März 2013

Analyse und Dokumentation der Projekte und Maßnahmen-Entwicklung einer Typologie kommunaler Planungsaktivitäten zur Entwicklung eines inklusiven Gemeinwesens

April 2013

Erstellung des Abschlussberichtes-Präsentation der Untersuchungsergebnisse