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Katalog der UB Siegen

Erscheinungsbild - Lampenfieber oder Störungen

Jeder, der sich auf Prüfungen vorbereitet, kennt die Prüfungsangst. Einige - die wenigsten! - spüren nur leichte Aufregung in Form eines nervösen Kribbelns bei dem Gedanken an die bevorstehende Prüfung. Bei den meisten ist die Angst und Unsicherheit ausgeprägter: Zittern, Herzklopfen, Schweißausbrüche, weiche Knie, Verspannungen und ein mulmiges Gefühl im Magen bis hin zu Übelkeit, Magenkrämpfen und Durchfall sind typische körperlich-vegetative Erscheinungen der Angst. Hinzu kommen Phantasien, in der Prüfung zu versagen und sich bis auf die Haut zu blamieren. In der Mut- und Ausweglosigkeit der Verzweiflung wird der Wunsch verspürt, wegzulaufen und der Prüfung fernzubleiben. Schlafstörungen, Erschöpfung und Panikzustände können überdies auftreten und die Leistungsfähigkeit in der Vorbereitungsphase sowie in der Prüfung erheblich einschränken.
Ungeachtet der Angst-Dramatik schaffen die meisten Studierenden die Prüfungen aus eigener Kraft und mit Hilfe von Freunden und Familie. Bei den wenigsten entwickelt sich eine behandlungsbedürftige Angststörung.

Wann ist der Grad einer Störung erreicht?

  • Die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit ist schon in der Vorbereitung wegen der Angst und ihren Auswirkungen erheblich herabgesetzt.
  • Genauso ist die Leistungsfähigkeit in der Prüfung angstbedingt stark herabgesetzt, hinzu kommen Blackouts.
  • Prüfungen werden wegen der Angst abgesagt, der Prüfung wird fern gelieben oder es wird sich erst gar nicht angemeldet.
  • Es besteht in Bezug auf die Angst ein übermäßiger Leidensdruck.
Prüfungsängste können auch im Zusammenhang mit anderen behandlungsbedürftigen Angsterkrankungen auftreten, wie bspw. Panikattacken, generalisierten Angstzuständen, spezifischen Phobien, sozialen Ängsten oder Agoraphobie, überdies Ängste bei den meisten psychischen Problemen und Störungen symptomatisch vorzufinden sind.
Studierende mit echten Prüfungsängsten brauchen fachliche Hilfe. Diese bietet die Psychologische Beratung kostenlos, vertraulich und unbürokratisch für alle Studierenden an. Des Weiteren sind selbstverständlich alle niedergelassenen PsychotherapeutInnen kompetente Ansprechpartner.

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