Praktische Hinweise
Selbstverständlich ist unsere Beratung freiwillig, vertraulich und kostenlos
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Praktische Hinweise
Wenn Sie sich für eine Psychologische Beratung oder Psychotherapie interessieren, gehen ihnen wahrscheinlich eine Menge Fragen durch den Kopf.
- Welche Behandlungsmethoden gibt es?
- Wer übernimmt eigentlich die Kosten?
- Wie lange dauert das?
- Was wird da mit mir gemacht?
- Kann das wirklich helfen?
Es kann sein, dass es Ihnen im Moment sehr schlecht geht und Sie das Gefühl haben, niemand könne Ihnen helfen. Vielleicht glauben Sie von sich, es sei alles Ihre Schuld und Sie haben sich nur nicht ausreichend zusammengerissen und angestrengt.
Vorweg: So wie Ihnen geht es vielen anderen Menschen auch, es spricht nur kaum jemand darüber. Ein psychisches Problem oder Leiden zu haben, ist für viele Menschen immer noch peinlich oder anrüchig. Viele denken, für einen Schnupfen oder Beinbruch kann man nichts, aber für Partnerschaftsprobleme, eine Lebenskrise, eine Depression oder eine Alkoholsucht ist man irgendwie verantwortlich und hat sich vielleicht nur nicht genug unter Kontrolle. Richtig ist jedoch, dass wir oft auf die Hilfe anderer angewiesen sind, um unsere Probleme zu lösen. Gewöhnlich gehen wir zum Partner bzw. zur Partnerin oder zu Freunden und holen uns dort Unterstützung und Beistand. Wenn uns jedoch Probleme über den Kopf wachsen und überdies uns nahe stehende Personen darin verwickelt sind, kann es notwendig werden, fachkundige und neutrale Hilfe in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus handelt es sich bei vielen psychischen Leiden um ernsthafte Erkrankungen, die behandlungsbedürftig sind und deren Folgen Sie nicht allein bewältigen können.
Unser Gesundheitswesen beansprucht, erkrankten Menschen eine angemessene Behandlung zukommen zu lassen. Leider wird noch zu oft zwischen der Behandlung von körperlichen und seelischen Erkrankungen unterschieden. Hinter vielen körperlichen Krankheiten, wie z.B. Migräne, Neurodermitis oder Magenleiden können seelische Ursachen liegen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Patientlnnen mit körperlichen Leiden, die psychisch mitbedingt sind, im Durchschnitt erst 7 Jahre medizinisch behandelt werden, bevor eine psychotherapeutische (Mit-) Behandlung erfolgt. Das bedeutet für die Hilfe Suchenden unnötiges Leid über lange Jahre und kostet die Krankenkassen viel Geld. Wünschenswert ist es, wenn medizinische Hilfestrukturen enger mit psychosozialen Hilfestrukturen verzahnt wären, um den Hilfe Suchenden ein Optimum an Behandlung zu gewährleisten und die Kosten möglichst gering zu halten.



