Verhaltenstherapie
Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie basiert auf Erkenntnissen der so genannten Lernforschung. Diese geht davon aus, dass jegliches Verhalten von Menschen - unter Verhalten versteht man Handeln, Denken und Fühlen - nicht angeboren ist, sondern erlernt wurde und folglich auch wieder verlernt werden kann. So wie im Laufe des Lebens viele positive Dinge erlernt werden, wie Laufen oder Sprechen so können auch negative Dinge ,wie Ängste oder Suchtverhalten, erlernt werden. Diese negativen Verhaltensweisen schränken das Leben der Betroffenen ein, weil keine angemessene Lebensbewältigung mehr möglich ist (z.B. Angst, das Haus zu verlassen oder Angst vor anderen Menschen).
In der Verhaltenstherapie steht die Änderung eines konkreten negativen Verhaltens im Mittelpunkt. Zunächst wird gemeinsam eine sehr genaue Analyse des störenden oder schädigenden Verhaltens vorgenommen. Es wird versucht herauszufinden, welche äußeren und inneren Bedingungen das unerwünschte Verhalten aufrechterhalten. Anschließend werden typische Situationen gesammelt und genau analysiert. Gemeinsam wird überlegt in welchen Situationen das Problem nicht so stark auftritt und welche Lösungsmöglichkeiten die Klientln selber schon ausprobiert hat, um anders handeln zu können. Im weiteren Verlauf der Therapie unterstützt die Therapeutln die Klientin darin, diese störenden Verhaltensweisen wieder zu verlernen und schließlich ganz aufzugeben. Dafür ist es meistens notwendig, gleichzeitig eine andere neue Gewohnheit aufzubauen (z.B. Sport statt Rauchen).
Die Verhaltenstherapeutinnen haben für diese Form der Therapie unterschiedliche Methoden entwickelt. Hier stehen an erster Stelle das Erlernen von Angstbewältigungsstrategien, Selbstsicherheitstrainings und so genannte Selbstkontrollverfahren zum Abbau störender Gewohnheiten. Rollenspiele, Übungen vor Ort/im Alltag und Gruppentherapien sind weitere typische Methoden der Verhaltenstherapie.
Sie kann sowohl mit Erwachsenen als auch mit Kindern oder Jugendlichen durchgeführt werden.



