..
Suche
Hinweise zum Einsatz der Google Suche
Personensuchezur unisono Personensuche
Veranstaltungssuchezur unisono Veranstaltungssuche
Katalog plus
Terminkalender
« --- »
Mo Di Mi Do Fr Sa So
-x- -x- -x- -x- -x- -x- -x-
-x- -x- -x- -x- -x- -x- -x-
-x- -x- -x- -x- -x- -x- -x-
-x- -x- -x- -x- -x- -x- -x-
-x- -x- -x- -x- -x- -x- -x-
-x- -x- -x- -x- -x- -x- -x-


Weitere Terminkalender der Universität Siegen:

Soziale Medien
Twitter_Logo Youtube_Logo

ANTARES: Raucherentwöhnung mit Smartphone und Virtual Reality

In der virtuellen Realität endlich wegkommen von der Zigarette – das möchte das neue Forschungsprojekt ANTARES ermöglichen. Im Februar 2018 gestartet, fokussiert das Projekt mit einem interdisziplinären Forschungsteam die Entwicklung einer neuartigen Therapieform. ANTARES wird mit über 400.000 Euro vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

In der virtuellen Realität endlich wegkommen von der Zigarette – das möchte das neue Forschungsprojekt ANTARES ermöglichen. Im Februar 2018 gestartet, fokussiert das Projekt mit einem interdisziplinären Forschungsteam die Entwicklung einer neuartigen Therapieform. ANTARES wird mit über 400.000 Euro vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Mit etwa 30 Prozent der Erwachsenen, die von einem „riskanten Nikotinkonsum“ – der leichtesten Form der Nikotinabhängigkeit – betroffen sind und etwa 5,1 Millionen Toten jährlich durch Nikotinkonsum, gehört Tabak zu den gefährlichsten Drogen in Deutschland. Trotz der hohen Verbreitung und des hohen Gefahrenpotenzials von Nikotin, sind bisherige Therapieangebote oft mit langen Wartezeiten und geringer Akzeptanz bei den Betroffenen verbunden. Hier möchte das Forschungskolleg der Universität Siegen mit den Forschungsteams von Univ.-Prof. Dr. Tim Klucken (Lehrstuhl für Klinische Psychologie), Univ.-Prof. Dr. Rainer Brück (Lehrstuhl Medizinische Informatik und Mikrosystementwurf) und Univ.-Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves (Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Center for Responsible Innovation & Design) gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Carl Friedrich Gethmann und dem Kreisklinikum Siegen mit dem im Februar gestarteten Projekt ANTARES gegensteuern. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung einer Therapie in der virtuellen Realität und innovativen Apps für das Smartphone. Das dreijährige Projekt wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mit über 400.000 Euro gefördert.

„Nikotinabhängige Menschen verarbeiten nikotinbezogene Reize schneller als andere Reize. Bisherige Studien deuten darauf hin, dass die Nikotinabhängigkeit sinkt, wenn gezielt an einem Desktop-PC trainiert wird, Bilder mit nikotinbezogenem Inhalt unter Nutzung eines Joysticks wegzuschieben und so zu verkleinern“, erklärt Klucken. „Im Rahmen von ANTARES soll diese Behandlungsform nun in die virtuelle Realität und auf das Smartphone übertragen werden.“

Die virtuelle Realität und die Smartphone-App haben dabei unterschiedliche Vorteile. Während das Potenzial der virtuellen Realität vor allem in den Möglichkeiten der höheren Immersion liegt, liegt das Potenzial der Smartphone-App in der höheren Verfügbarkeit im Alltag.

„Virtuelle Realität bietet eine viel höhere Immersion als der klassische Desktop-PC, da man vollkommen in eine andere Welt eintaucht. Viele Potenziale zur Stärkung von Therapieeffekten durch virtuelle Realität sind jedoch noch nicht ausreichend erforscht. Wir möchten beispielsweise herausfinden, welche Rolle die Repräsentation des eigenen Körpers in der virtuellen Realität für die Reduzierung von Nikotinabhängigkeit spielt“, ergänzt Niehaves. „Hierbei interessieren uns insbesondere die ethischen und gesellschaftlichen Aspekte, die mit neuen Technologien einhergehen.“

„Bisherige Therapieangebote für Nikotinabhängige haben oftmals eine geringe Verfügbarkeit und Reichweite. Smartphones hingegen sind für viele Menschen nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Mit der Übertragung bisheriger Behandlungsvarianten in eine App ist Raucherentwöhnung immer für die Patientinnen und Patienten verfügbar, wenn sie sie gerade brauchen. Im Gegensatz zu anderen Apps legen wir dabei auch großen Wert auf Datenschutz, um die Rechte der Patientinnen und Patienten zu wahren“, sagt Brück abschließend.

Kontakt:

Katharina Jahn