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ANTARES

Breitenwirksame Substanzabhängigkeitstherapie in der digitalen Gesellschaft mittels Virtual Reality-basierten Systemen


Projektbeschreibung:

In einem interdisziplinären Verbund und mit einer transdisziplinären Forschungsmethodik entwickelt das Projekt ANTARES eine digitale Therapieinfrastruktur zur Behandlung von Nikotinsucht aus ethischen, gesellschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Perspektiven. Der aus der psychotherapeutischen Forschung bekannte „Approach-Avoidance-Task“ (AAT) ist ein erfolgsversprechender Ansatz für die Suchttherapie, der bislang nur als einfache, stationäre Desktop-PC-Anwendung eingesetzt wird. Mit dem Ziel der Nutzbarmachung für die breite Gesellschaft wird in ANTARES eine mobile Smartphone-App in Form eines Demonstrators entwickelt, die die AAT-Therapie in den Alltag der zu behandelnden Suchtabhängigen integriert (App-Demonstrator). Darüber hinaus deuten Studien darauf hin, dass die Wirksamkeit der AAT-Therapie durch bestimmte Elemente (z. B. Embodiment) der virtuellen Realität (VR) weiter gesteigert werden kann. Das Projekt ANTARES entwickelt daher eine VR-Anwendung, die die AAT-Therapie in der virtuellen Realität abbildet (VR-Demonstrator). Zusätzlich sollen die entwickelten AAT-Varianten um Gestenerkennung ergänzt werden. Das Projekt folgt dabei einem experimentell-evaluativen Designansatz, bei dem Konzeption, technische Implementierung und Evaluation iterativ und eng miteinander verzahnt stattfinden. Im Rahmen dieses Ansatzes soll auch die Erhebung geeigneter Big Medical Data (z. B. Hautleitfähigkeit) unter Wahrung der Privatsphäre und Berücksichtigung von Akzeptanzfaktoren evaluiert werden. Mit diesen medizininformatischen Innovationen leistet ANTARES einen Beitrag zur Therapie von Nikotinsucht als eines der gesellschaftlich schwerwiegendsten und folgereichsten Problemen, zur Skalierbarkeit der Therapie von Suchterkrankungen und zur Translation der Grundlagenforschung hin zur klinischen Anwendung.

Projektträger:
Forschungszentrum Jülich GmbH
www.fz-juelich.de

Förderung:
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
www.mkw.nrw

Kontaktperson (auf Seiten des Lehrstuhls):
Katharina Jahn (katharina.jahn@uni-siegen.de

Partner:

Laufzeit:
Februar 2018 - Januar 2021

Projektförderung (gesamt):
438.628,61 €

Webseite:
folgt