..
Suche

Personensuche
Veranstaltungssuche
Katalog der UB Siegen
Terminkalender
« --- »
Mo Di Mi Do Fr Sa So
-x- -x- -x- -x- -x- -x- -x-
-x- -x- -x- -x- -x- -x- -x-
-x- -x- -x- -x- -x- -x- -x-
-x- -x- -x- -x- -x- -x- -x-
-x- -x- -x- -x- -x- -x- -x-
-x- -x- -x- -x- -x- -x- -x-


Weitere Terminkalender der Universität Siegen:

Soziale Medien
Twitter_Logo Youtube_Logo

EEiS

Forschungsprojekt:

„Das entwicklungsbezogene und weltkirchliche Engagement von internationalen Studierenden und Alumni: Wie kann es am besten gefördert und unterstützt werden? Eine Analyse am Fall der Förderprogramme und Alumni-Arbeit des Katholischen Akademischen Ausländer-Dienstes (KAAD)

Laufzeit: 2016-2018

Projektleitung: PD Dr. Uwe Hunger

Projektdurchführung: Dr. Sascha Krannich


Kurzbeschreibung:

Zentrale Zielsetzung des Forschungsprojekts ist es zu untersuchen, unter welchen Bedingungen internationale Studierende und Alumni am besten zur Entwicklung in ihren Herkunftsländern beitragen können. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, ob der Entwicklungseffekt am größten ist, wenn Studierende direkt nach Beendigung ihres Studiums wieder in ihre Herkunftsländer zurückkehren und sich dort vor Ort engagieren, oder ob sie die Entwicklung ihres Herkunftslandes auch unterstützen können, wenn sie nach dem Studium im Ausland bleiben und sich mit ihrem Wissen und Kapital über transnationale Netzwerke in den Entwicklungsprozess ihres Herkunftslandes einbringen. Konkret wird diese Forschungsfrage am Beispiel der Stipendien- und Alumniarbeit des Katholischen Akademischen Ausländer-Dienstes (KAAD) in fünf Ländern unterschiedlicher Entwicklungsregionen untersucht: Georgien, Ghana, Indonesien, Israel und Palästina sowie Kolumbien.

Dabei steht Indonesien hauptsächlich für einen Fall, in dem viele Studierende im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (sog. MINT-Fächer) gefördert werden, also Fächer, die in Deutschland und anderen westlichen Ländern stark nachgefragt werden, die andererseits aber auch entscheidend für das Wachstum in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern sein können. In Israel und Palästina zählen demgegenüber viele Mediziner und Gesundheitswissenschaftler zu den Geförderten, also ebenfalls Berufe, die einerseits weltweit stark nachgefragt sind, anderseits aber auch kritisch für die gesundheitliche Versorgung in den Herkunftsländern sind. Georgien und Kolumbien weisen demgegenüber einen Schwerpunkt bei Rechts-, Wirtschafts-, Kultur- und Sozialwissenschaften auf, während in Ghana alle drei Berufsgruppen fast gleichermaßen vertreten sind. Darüber hinaus unterscheiden sich alle Länder in Bezug auf ihren religiös-kulturellen Hintergrund: Indonesien ist mit 180 Mio. Einwohnern das größte muslimisch geprägte Land der Welt, Israel ist vorwiegend jüdisch geprägt, Kolumbien überwiegend katholisch, Georgien vor allem christlich-orthodox. Ghana ist schließlich religiös gemischt, wobei die beiden größten Religionsgruppen Protestanten und Katholiken sind. Im Rahmen des Projekts soll daher auch untersucht werden, wie diese unterschiedlichen Rahmenbedingungen ein mögliches Engagement beeinflussen.

Im Rahmen des Projekts werden zum einen aktuelle und ehemalige Studierende nach ihren entwicklungsbezogenen Aktivitäten, Erfahrungen und Erwartungen befragt. Zum anderen werden jeweils die spezifischen Voraussetzungen für das entwicklungsbezogene Engagement der (ehemaligen) Studierenden in den verschiedenen Ländern in den Blick genommen, wie also die generellen politischen, wirtschaftlichen und technologischen Möglichkeiten im Herkunftsland gegeben sind und welche Anknüpfungspunkte für die Migranten bestehen. Zudem werden Interviews mit Vertretern des KAAD, seiner Partnerorganisationen sowie anderer entwicklungsrelevanter Institutionen und Organisationen in Deutschland und in den Herkunftsländern durchgeführt. Um den Einfluss des Stipendienrahmens auf das entwicklungsbezogene Engagement besser einschätzen zu können, werden darüber hinaus jeweils Studierende, Alumni und Forscher, die nicht vom KAAD gefördert wurden bzw. werden, als Vergleichsgruppe mit in die Untersuchung einbezogen. Dieses Forschungsdesign soll es ermöglichen, am Ende des Projekts neue Erkenntnisse zum entwicklungsbezogenen Engagement internationaler Studierende zu gewinnen und konkrete Handlungsempfehlungen zur effektiven Förderung und Unterstützung der entwicklungsbezogenen Aktivitäten zu formulieren.


Projektaktivitäten:

•    Projektworkshops
•    Projektpräsentationen
•    Projektseminare
•    Betreuung von Examensarbeiten
•    Projektpublikationen
•    Internationale Vernetzung (insb. mit den Partneruniversitäten des KAAD)


Förderung:

Das Forschungsprojekt wird vom Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) gefördert.



Presselinks:

11.09.2017 - Siegener Zeitung: Bereit für den Qualitätssprung