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Weitere Terminkalender der Universität Siegen:

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FENOMENO

fenomeno-logoAm 1. April 2015 ist mit FENOMENO ein europäisches Projekt gestartet, das die Universität Siegen zusammen mit Prof. Dr. Christian Schlechtriem am Fraunhofer Institut IME (Schmallenberg), dem Forschungsinstitut für Limnologie der Universität Innsbruck am Mondsee (Österreich) und der Universität Aveiro (Portugal) durchführt. FENOMENO steht dabei für Fate and effect of waste water-borne manufactured nanomaterials in aquatic ecosystems. Doch was genau ist damit gemeint?

Im Rahmen des Projekts untersuchen Forscherinnen und Forscher der Universität Siegen die Auswirkungen von Nanomaterialien auf unser Ökosystem. Nanopartikel sind in zahlreichen Materialien enthalten – ohne, dass das menschliche Auge sie sehen kann. Da die kleinen Teilchen etwa in Pflegecremes und Kleidungsstücken vorkommen, geraten sie durch Körperpflege oder Wäsche fortlaufend in die Kläranlagen und daraufhin in die Gewässer der Welt. Das kann problematisch sein, da von Nanomaterialien potenzielle Gefahren ausgehen. Ziel des FENOMENO-Projekts ist es deshalb, über das Thema aufzuklären und auf rationaler, wissenschaftlich abgesicherter Basis zu entscheiden, welche Nanomaterialien sicher sind. Um das möglich zu machen, wird der Weg von Silber- und Titandioxid-Nanopartikeln in einer natürlichen Nahrungskette (Algen – Wasserflöhe – Jungfische – Raubfische) im Mondsee in Österreich nachverfolgt. Parallel dazu werden dann im Labor die einzelnen Glieder dieser Nahrungskette untersucht.

Getestet wird dabei unter anderem, wie Algen die Nanopartikel aufnehmen. Diese Algen werden von Wasserflöhen gefressen, die ebenfalls Teil der Forschung sind. So gilt es herauszufinden, welche Effekte Nanopartikel auf das Verhalten der Wasserflöhe haben. Auch ihre Bewegungen, die Herzschlagrate und der Fortpflanzungserfolg spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle. Vor Ort in Siegen können die Bewegungen der Wasserflöhe, die als Biosensoren für Nanopartikel im Gewässer dienen, automatisch verfolgt und ausgewertet werden.

Die Proben von Wasser, Algen, Wasserflöhen und Fischen, die Forschende der Universität Innsbruck dem Mondsee entnehmen, werden in Kooperation mit allen Projektpartnern chemisch, mikroskopisch, molekular und biochemisch untersucht. An der Universität Aveiro liegt der Fokus dabei auf den biologischen Effekten der Nanopartikel. Der nationale Geldgeber für FENOMENO ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Fördersumme beträgt mehr als 1,1 Millionen Euro, die Laufzeit ist auf 36 Monate angelegt.

Wichtig ist auch die interdisziplinäre Auslegung des Projekts: Aus der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Biologie, Chemie, Informatik und Ethik beteiligt. Prof. Dr. Dr. h.c. Carl Friedrich Gethmann, der Universitätsprofessor des FoKoS, erarbeitet mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Empfehlungen zu einer ethischen Gesamtbetrachtungsweise. Professor Gethmanns Spezialgebiet ist die angewandte Philosophie, speziell die Ethik mit Bezug zur Medizin, der Umwelt und Risikoabschätzung bezüglich neuer Technologien. Beteiligt an FENOMENO sind aus Siegen außerdem aus dem Department Chemie - Biologie: Prof. Dr. Holger Schönherr (Arbeitsgruppe Physikalische Chemie I) als Koordinator von FENOMENO, Prof. Dr. Carsten Engelhardt (Arbeitsgruppe Analytische Chemie), und Prof. Dr. Klaudia Witte (Arbeitsgruppe Ökologie und Verhaltensbiologie) und aus dem Department Elektrotechnik - Informatik: Prof. Dr. Klaus-Dieter Kuhnert (Institut für Echtzeit Lernsysteme).

Links:

Projekthomepage

Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME

Universität Innsbruck (UIBK)

Universität Aveiro (UAVR)


Aktuelle Meldung:

20.05.2016 - Auf der Spur der kleinsten Teilchen

12.04.2017 - Bruno Gransche und Oliver Heger beim FENOMENO-Workshop in Aveiro, Portugal