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CfP Tagung: Pädagogik und Geschlecht als Gegenstand politischer Kämpfe: Zur Analyse rechter, antifeministischer und rassistischer Diskurse; Europa-Uni Flensburg

Deadline: 30.09.2022

Pädagogik und Geschlecht als Gegenstand politischer Kämpfe:

Zur Analyse rechter, antifeministischer und rassistischer Diskurse an der Europa-Universität Flensburg,

4. – 6. Mai 2023


Rechtspopulistische und (extrem) rechte Bewegungen setzen bei ihrem Versuch, sich im gesellschaftlichen Mainstream zu etablieren, zunehmend auf pädagogische und bildungspolitische Themen. Dazu werden nicht nur emanzipatorische oder an Vielfalt ausgerichtete Pädagogiken diffamiert (Andresen 2018; Baader 2019, 2020), sondern auch eigene Ansätze einer „völkischen“ Erziehung formuliert (kritisch dazu: Olberg 2020; Simon/Thole 2021; Jornitz 2020). Neben den darin aufgegriffenen rassistischen und antisemitischen Ideologien besteht ein wichtiger Kristallisationspunkt antidemokratischer und rechter Politik in einer spezifischen Bezugnahme auf geschlechterpolitische Themen. Im Schulterschluss mit anderen antifeministischen Bewegungen (Hark/Villa 2015 (Hg.); Lang/Peters 2018 (Hg.)) werden geschlechterpolitische Anliegen wie etwa Gender Mainstreaming oder eine geschlechtersensible Sprache als „Gender-Gaga“ attackiert, oder sie werden in einer Weise femonationalistisch (Farris 2017) gewendet, die den Kampf gegen den Islam oder gegen Einwanderung zum Kampf gegen Gewalt gegen Frauen und zum „wahren“ Feminismus umdefiniert (Dietze 2019; Bergold-Caldwell/Grubner 2020). In diesem Zusammenhang wird eine an geschlechtlicher und sexueller Vielfalt ausgerichtete Pädagogik und vor allem ihre Verankerung in schulischen Curricula als „Frühsexualisierung“, „Umerziehung“ und Gefährdung des Kindeswohls diskreditiert (Schminke 2015; Tuider 2016; Oldemeier u.a. 2020; Grenz 2020; 2021).

Wir laden dazu ein, zu folgenden Fragenkomplexen Beiträge vorzuschlagen:

  • Wie lässt sich – v.a. auch unter internationalen und interdisziplinären Perspektiven – einordnen, wie sich gegenwärtig Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und Neue Rechte einerseits und Antifeminismus andererseits in wechselseitiger Bezugnahme aufeinander formieren?
  • Wie sind bei der Analyse dieser Formierungen Geschlechterforschungs- und erziehungswissenschaftliche Perspektiven zusammenzubringen? Welche Schnittstellen sind dadurch zu identifizieren und welche weiterführenden Fragestellungen ergeben sich daraus? Wie lassen sich aktuelle Forschungen aus Erziehungswissenschaft und Gender Studies aufeinander beziehen?
  • Wie gewinnen rechte, rassistische, antidemokratische und antifeministische Politiken und Ideologien Einfluss auf Pädagogik und Bildung? Was sind Voraussetzungen und Kontexte rechter Diskursproduktion, zu welchen Diskursverschiebungen kommt es und welche Folgen haben rechte Interventionen?
  • Welchen Umgang kann Wissenschaft mit rechten Interventionen und Angriffen finden? Wie kann zu rechten Diskursen Stellung bezogen werden? Dies lässt sich auf die politischen und pädagogischen Interventionen rechter Bewegungen ebenso beziehen wie auf rechte Angriffe auf kritische Wissenschaft selbst.

Die Beiträge können sowohl die Form eines Vortrags als auch die Form eines Posters haben und sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache präsentiert werden.

Abstracts im Umfang von max. 2500 Zeichen bitten wir bis spätestens 30.9.2022 zu senden an frauke.grenz@uni-flensburg.de.

 

Kompletter Call als PDF.

 
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