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Vernetzung verstärkt: Fraunhofer FHR und Universität Siegen

 

Vernetzung verstärkt: Fraunhofer FHR und Universität Siegen unterzeichnen Kooperationsvertrag

FHRKoop

Das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR und das Zentrum für Sensorsysteme (ZESS) der Universität Siegen bauen ihre langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit weiter aus. Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages wird die Partnerschaft durch die gemeinsame Berufung zweier neuer Professuren vertieft.

Das Fraunhofer FHR und das ZESS kooperieren seit vielen Jahren. Mit dem DFG-Forschungspaket „Bistatic Exploration“ startete 2006 das erste große gemeinsame Projekt, das sich mit der radarbasierten Fernerkundung mithilfe von Satelliten und Flugzeugen befasste und mit einem Gesamtvolumen von ca. 2 Mio. Euro über 4 Jahre lief. Hieran schloss sich die von beiden Instituten gemeinsam konzipierte und mit Mitteln der Landesregierung aufgebaute NRW-Forschungsschule MOSES als strukturiertes Promotionsprogramm mit über 40 finanzierten Doktorandenstellen an. Auch personell sind das Institut und die Universität eng verzahnt: Der Leiter des ZESS Prof. Dr.-Ing. Otmar Loffeld ist seit 2010 Kuratoriumsmitglied des Fraunhofer FHR und mit Prof. Dr.-Ing. Joachim Ender unterhält der ehemalige Leiter des Fraunhofer FHR seit 2011 einen Lehrstuhl für Hochfrequenzsensoren und Radarverfahren an der Universität Siegen.


Zusammenarbeit im Bereich Computational Sensorics/Communications Engineering


Aufbauend auf dieser guten Vernetzung soll zukünftig die fachliche und personelle Zusammenarbeit weiter vertieft werden. Dazu wurde im Kooperationsvertrag die Einrichtung zweier Professuren an der Fakultät IV (Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät) der Universität Siegen vereinbart, die gleichzeitig Führungssaufgaben am Fraunhofer FHR übernehmen.

Die inhaltliche Zusammenarbeit beläuft sich auf zivile Anwendungen auf dem Gebiet Computational Sensorics/Communications Engineering, insbesondere im Hinblick auf die Kooperation im Rahmen öffentlicher Projekte. Computational Sensorics beschreibt die Synergie aus Elektrotechnik, Information und Mathematik und beschäftigt sich mit der gemeinsamen Entwicklung neuer Sensorsysteme in enger Verbindung mit mathematischen Modellen, mathematischer Signalverarbeitung und Algorithmen zur sensorischen Erforschung von Umwelt- Industrie und anderen Anwendungsszenarien. Ebenso umfasst die Kooperation auch zivile Anwendungen auf den Forschungsgebieten Signalverarbeitung für optische und Hochfrequenzradarsysteme, multi-modale und Multisensor-Systeminformations-Fusion, Lösung inverser Probleme wie Synthetic Aperture Radar (SAR) und Tomographie.

„Wir freuen uns sehr über die weitere Verzahnung mit der Universität Siegen und dem ZESS. Die gemeinsame Besetzung von zwei Professuren stärkt nicht nur die Anbindung des Fraunhofer FHR an die Universitäten, sondern auch die Wissenschaftsregion im südlichen NRW“, kommentiert Prof. Dr.-Ing. Dirk Heberling, Leiter des Fraunhofer FHR. „Durch den Ausbau der Kooperation zwischen dem Fraunhofer FHR und dem ZESS setzen wir eine Erfolgsgeschichte fort. Mit dem Projekt MENELAOS NT ist die neue Zusammenarbeit aktuell bereits gestartet. Hier dreht sich alles um wissenschaftlichen Austausch und Ausbildung. Studierende können sich europaweit um ein Stipendium bewerben“, so Prof. Dr.-Ing. Otmar Loffeld.