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Jahresbericht 2009

 

        IWMNET (Integrated Watershed Management in Eastern Africa)

        /// Ostafrika /// EU ACP Water Facility

 

 

 

 

 

Foto IWMNET

 

 

 

 

Ziel des im Oktober 2007 angelaufenen EU-Projekts ist die Stärkung der Partneruniversitäten in Lehre und Forschung auf dem Gebiet der integrierten Einzugsgebietsbewirtschaftung (Integrated Watershed Management), um mit besser qualifiziertem Fachpersonal die laufenden Reformprozesse in den Wassersektoren Kenias, Tansanias, Ugandas und Äthiopiens zu unterstützen. In Kenia beispielsweise wird durch den Water Act von 2002 der Rahmen für umfassende Reformen zur Förderung des nachhaltigen Managements der Wasserressourcen des Landes sowie die Bereitstellung von Instrumenten und Strukturen zur Wasserver- und Abwasserentsorgung gegeben.

Die Bewirtschaftung sowie der Schutz der Wasserressourcen wurde auf dieser Grundlage von Tagespolitik sowie den reinen Dienstleistungen zur Wasserver- und Abwasserentsorgung entkoppelt. Zudem wurden Zuständigkeiten auf die lokale Ebene übertragen, um bei den Wassernutzern die Eigenverantwortlichkeit für ihre natürliche Lebensgrundlage zu fördern.

 

Um den Bedarf an Fachleuten für die Umsetzung der Reformen zu befriedigen, erfolgt deren Qualifizierung während der Projektlaufzeit auf drei Ebenen:

 

  • Auf regionaler Ebene besteht bereits an der Kenyatta University (Kenia) ein internationales Masterprogramm „Integrated Watershed Management“, welches gemeinsam von fünf regionalen Partnern seit Anfang 2006 angeboten wird. Dieser Studiengang soll im Rahmen des Projektes um Module erweitert werden und eine internationale Akkreditierung erfahren.
  • Auf Verwaltungsebene werden geimeinsam mit den Wasserbehörden Trainingsmodule, Lehrmaterialien und Leitlinien entwickelt, die sich an dem Weiterbildungsbedarf im Bereich des Einzugsgebietsmanagements orientieren.

 

 

Grafik

 

 

 

  • Auf Einzugsgebietsebene, d.h. auf lokaler Ebene, werden die Wasserzweckverbände (Water Resources User Associations) angesprochen, die insbesondere bei der Entwicklung von Managementplänen für ihre GebieteUnterstützung, bespielsweise in Form von Sommerschulen oder Wochenkursen, erhalten.

 

Die Universität Siegen ist die einzige deutsche Universität, die in diesem EU Programm (EU Water Facility) erfolgreich ist. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit deutschen EZ Organisationen sowie der EU Delegation in Nairobi umgesetzt. Es sind insgesamt vier afrikanische Universitäten (Arba Minch/ Äthiopien, Kenyatta University/ Nairobi/ Kenia, University of Dar es Salaam/ Tansania und Makarere University/Uganda) sowie Projekte der deutschen EZ in Kenia und Tansania beteiligt. Die GTZ und der DAAD sind Co-Finanzierer.

 

Das International Water Management Institute (eine CGIAR Einrichtung) in Addis Ababa ist ein weiterer Partner. Es haben inzwischen zwei Doktoranden aus Äthiopien, die von diesem Projekt unterstützt wurden, ihre Promotion in Siegen am FB 10 abgeschlossen. Weitere vier Doktoranden sind aktiv mit ihrer Feldforschung in Kenia, Uganda und Tansania, die zum Teil in Kooperation mit Forschergruppen der Universität Bonn durchgeführt werden. Die ersten drei Masterstudenten des neuen regionalen Masterstudiengangs „Integrated Watershed Management – IWM“ haben ihr Studium an der Kenyatta University abgeschlossen. Weitere 30 Studierende sind aktuell eingeschrieben.

Ein gleicher Studiengang wird zur Zeit an der Makerere University in Kampala vorbereitet. Siegener Studierende haben bisher zwei Exkursionen (2008 und 2010) ins kenianische Projektgebiet am Mount Kenya durchgeführt. Das Projekt läuft Ende September 2011 aus.

 
 
                
Foto IWMNET 2

 
 
 

UCDISM (University Capacity Development for Integrated Sanitation Management in Eastern and Southern Africa) /// Ostafrika /// EU ACP Water Facility

 

 

 

Foto UCDISM

 

 

Das UCDISM Projekt – in Partnerschaft mit der Kenyatta University (Kenia), University of Dar es Salaam (Tansania), Makerere University (Uganda) und der University of Zambia (Sambia) – hat das Ziel, die Wasserversorgung im östlichen und südlichen Afrika durch Unterstützung und Förderung der Lehre und Forschung zu verbessern, insbesondere durch die Einführung des internationalen, praxisbezogenen Masterstudiengangs „Integrated Sanitation Management“ (ISM) an der University of Dar es Salaam (UDSM) in Kooperation mit der Kenyatta University (Kenia).

Die Finanzierung erfolgt durch das EDUlink Hochschulkooperationsprogramm der EU in Zusammenarbeit mit den AKP Staaten. Die Universität Siegen war zusammen mit ihren Partnern in Kenia (Kenyatta University), Ugan- da (Makarere University), Tansania (University of Dar es Salaam) und Sambia (University of Zambia) bei dem dritten Call 2008 als einziges Konsortium erfolgreich, das von einer deutsche Universität geführt wird. Das Projekt läuft von Januar 2009 bis Dezember 2011. Inzwischen konnte der neue Studiengang „Integrated Sanitation Management“ an der University of dar es Salaam erfolgreich zur Genehmigung geführt werden. Die ersten Studierenden werden im Juli 2010 mit dem Studium beginnen.

 

 

E2M (Environmental Engineering and Management) Laos /// EU - ASIA-Link

 

 

 

Foto E2M Laos

 

 

Die Wirtschaft in Laos hat einen steigenden Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften, der nicht durch bestehende Universitätsprogramme abgedeckt werden kann. In einer globalisierenden Wirtschaft muss eine moderne Universität mit der Einrichtung von Doktorandenprogrammen und entsprechenden Forschungsaktivitäten den steigenden Bedarf an qualifizierten Akademikern und Ingenieuren decken. An der National University of Laos wurden nur Bachelorkurse unterrichtet und in den Ingenieurwissenschaften aufgrund der zu niedrig qualifizierten Dozenten keine Masterprogramme angeboten.

Das über drei Jahre laufende EU-Projekt – 2006 bis 2009 - fängt diese Problematik auf und hat das Ziel, das Masterprogramm in „Environmental Engineering and Management“ (E²M) aufzubauen und die Qualifikation der Dozenten zu verbessern.

Laos hat zur Zeit nur eine einzige Universität, die in der Hauptstadt Vientiane lokalisiert ist: die National University of Laos (NUOL). Die Fakultät für Ingenieurwissenschaften hat über 240 Dozenten sowie 5000 Studenten in den Teil-Disziplinen Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Maschinenbau, Transport- und Bewässerungstechnik. Die Qualifikation der Dozenten ist im Durchschnitt relativ gering: lediglich 5% haben einen Doktortitel, der hauptsächlich in Vietnam, den USA und in Deutschland erworben wurde. 25% haben einen Mastertitel in den verschiedenen Teildisziplinen, 40% einen Bachelortitel und die übrigen haben einen Techniker, der noch unter dem Bachelortitel angesiedelt ist. Dies war zugleich auch der Hauptgrund dafür, dass der Fachbereich der Ingenieurwissenschaften keine Masterstudiengänge anbieten konnte. Um eine forschungs-orientierte Bildung zu ermöglichen, müssen Master- und Doktorandenprogramme für die Studenten an der NUOL angeboten werden.

Das im Frühjahr 2009 abgeschlossene Projekt hatte zum Ziel, ein Masterprogramm in „Environmental Engineering and Management“ zu etablieren, mit dem technische Themen wie erneuerbare Energien und Wasserkraft, Wasserwirtschaft (einschließlich Hydro-Geologie und Einzugsgebietsbewirtschaftung) sowie Managementthemen abgedeckt werden, die für die Stärkung der jungen Industrie notwendig sind.

Aufgrund der Tatsache, dass die Unterrichtssprache Englisch ist und auch bleiben wird, wurden den Teilnehmern vor Beginn des ersten Programms Sprachkurse angeboten, die durch das Projekt finanziert wurden. Bei der künftigen Aufnahme von Studierenden muss entsprechend auf gute Englischkenntnisse Wert gelegt werden.

Im zweiten Schritt wurde das Masterstudienprogramm als ein regulärer internationaler Studiengang an der NUOL eingerichtet. Die NUOL wird somit zukünftig fähig sein, Hochschulabsolventen auf einem wirtschaftlich gesehen äußerst wichtigem Gebiet, den Ingenieurwissenschaften, auszubilden. Die Studenten werden folglich nicht ins Ausland gehen müssen, um einen höheren akademischen Grad zu erreichen.

Mehrere NUOL Dozenten wurden ausgewählt, die bereits einen Mastertitel haben, um eine Doktorarbeit an einer europäischen Partneruniversität zu schreiben. Hiermit wird gewährleistet, dass bereits höher qualifiziertes Personal nach dem Auslaufen des Projekts eingesetzt werden kann.

Der Masterstudiengang ist nach den Bologna Prinzipien aufgebaut worden, d.h. in Modulen strukturiert, die auch eine Spezialisierung in Fachgebieten Elektrotechnik, Umwelttechnik und Maschinenbau ermöglichen. Alle Partneruniversitäten – inklusive der NUOL – haben Lehrmaterial für diese Module konzipiert, gemäß ihrer Forschungsschwerpunkte und Lehrerfahrungen. Auch internet-basiert gelehrte Module wurden integriert.

Im ersten Durchlauf – also während der Projektlaufzeit - hatten Professoren der Partner-universitäten ihre spezifischen Studienfächer an der NUOL in Blockkursen unterrichtet. Um eine moderne Ausbildung in den Ingenieurwissenschaften zu gewährleisten, war es wichtig, Equipment für die Labore und Feldversuche zur Verfügung zu stellen. Die Kooperation mit europäischen und kleinen regionalen Unternehmen sowie mit Entwicklungsträgern wie der GTZ, DFID, UNDP, UNESCO, etc.) und der Mekong River Kommission sollte dabei einen engen Kontakt zu den Bedürfnissen der Länder gewährleisten und eine Kooperation auch nach dem Auslaufen des Projekts sicherstellen. Der erste „Durchlauf“ ist erfolgreich abgeschlossen worden, insgesamt konnten 17 Studierende graduiert werden. Ein zweiter „Durchlauf“ ist in Gang mit 14 Studierenden, die alle problemlos die Studiengebühren von 3000 US$ für den gesamten Kurs aufbringen konnten. Für 2010 ist die Aufnahme weiterer Studierender geplant. Allerdings ist die Qualität der Lehre wegen der fehlenden internationalen Dozenten gefährdet.

 
 
 

Hochschulkooperation Laos /// DAAD

 

 

 

hochschulkooperation laos

 

 

Ziel des Projektes ist die Unterstützung der Faculty of Engineering an der National University of Laos bei der Durchführung des Masterprogramms „Environmental Engineering an Management“. Dies soll insbesondere durch die Verbesserung der Qualität der Lehre und Qualifizierung der Lehrpersonen geschehen. Durchgeführt wird das Projekt gemeinsam von Prof. Förch (FB 10) und Prof. Roth (FB 12). Da der internationale Charakter des Masterprogramms nur durch die Einbeziehung internationaler Dozenten gewährleistet ist, fördert der DAAD dieses Hochschulkooperationsprogramm seit Januar 2008.

2009 wurden zwei Workshops (Dozentenfortbildung) in Vientiane und ein weiterer Studienaufenthalt des Doktoranden Meksarik und Sengprasong in Siegen durchgeführt. Die beiden Workshops wurden von den beiden Projektverantwortlichen durchgeführt und befassten sich mit didaktischen Fragen der Ingenieursausbildung, wie Präsentations- techniken, E-Learning, Verwendung des Programms Moodle in der Lehre, holistischer Projektplanung, „problem based teaching“ und „student centred learning“. An beiden Workshops nahmen Dozenten der Fakultät und Studierende des neuen Jahrgangs teil. Prof. Roth stellte bei einem Besuch einer DAAD/BMZ Delegation in Vientiane den erwähnten Masterstudiengang an der National University of Laos vor. Im Winter 2009 waren zwei Studierende aus Laos für drei Monate zu einem Studienaufenthalt an der Universität Siegen, um sich auf die Bewerbung um ein Jahresstipendium des DAAD vorzubereiten.

Nach Aussage der Deutschen Botschaft hat das Masterprogramm „Environmental Engineering and Management“ einen hohen Stellenwert. Es ist zum ersten Mal gelungen in Laos ein internationales Programm zu starten. Bereits jetzt ist geplant, im Jahre 2010 mit einem dritten Kurs des Masterprogramms zu beginnen. Es hat den Anschein, dass sich das Programm weiter entwickeln wird und hilft den entstehenden Bedarf an Fachleuten im Umweltbereich zu decken. Damit ist der entwicklungspolitische Nutzen (bei BMZ-Förderung) gegeben.

In 2010 werden die Maßnahmen (Workshops, Lehrveranstaltungen, Studienaufenthalte) wie geplant weiter durchgeführt. Prof. Förch wird einige Monate als Gastdozent Lehraufgaben übernehmen. Der Aufenthalt wird durch das Emeriti Programm (Stiftungsinitiative Gottfried Herder) finanziert.

 

 

Hochschulkooperation Sambia /// DAAD

 

 

Foto Hochschulkooperation Sambia

 

 

Das Projekt wird gemeinsam von den Professoren Förch (FB 10) und Roth (FB 12) der Universität Siegen durchgeführt. Es hat zum Ziel, die beiden Universitäten in Sambia bei der Einrichtung eines Masterprogramms „Environmental Engineering, Monitoring and Management“(E²M²), insbesondere durch den Entwurf eines Curriculums, die Spezifikation der Lehrinhalte und durch die Unterstützung bei der Durchführung verschiedener Lehrveranstaltungen entsprechend den Bologna Prinzipien zu unterstützen. Da der internationale Charakter des Masterprogramms nur durch die Einbeziehung internationaler Dozenten gewährleistet ist, wird vom DAAD dieses Hochschulkooperationsprogramm seit Januar 2009 gefördert.

Im Februar/März 2009 fand der erste Workshop an der University of Zambia in Lusaka mit den Schwerpunkten: „Entwurf des Curriculums des Studiengangs, Aufgaben einer modernen Universitäts-verwaltung, Möglichkeiten des Technologietransfers zur Stärkung der Forschungsfähigkeit“ statt. Teilnehmer waren der Kanzler, Dr. Schäfer, Prof. Roth, Prof. Pacas und Dr. Thiemann. Ende November / Anfang Dezember 2009 besuchten Professoren der University of Zambia und der Copperbelt University für eine Woche die Universität Siegen. In diesem zweiten Workshop wurden dann die Inhalte des geplanten Studiengangs Umwelttechnik spezifiziert.

 

 

Hochschulkooperation Kananga /// Kongo /// DAAD

 

 

Foto Hochschulkooperation Kananga 1

 

 

Gegründet auf der grünen Wiese und seitdem in kleinen Schritten realisiert: Die Universite du Kasaiy in Kananga/ Kongo. Ein Masterplan wurde von den Städtebauern der RWTH Aachen entwickelt und nach diesem Plan entstanden: Hörsäle, Verwaltungsbauten, die Polyklinik, erste Straßenstrukturen, Brunnen wurden gebohrt, Wasserauffangsysteme installiert und mittlerweile gibt es einige Fakultäten, die sehr erfolgreich arbeiten. Ab diesem Jahr soll es eine Architekturabteilung geben. Start, Propädeutikum und Praxisfase soll dann der gemeinsame Bau von einigen Studentenwohnungen sein.

Im März war es dann soweit: Etwa 20 Studierende aus Kananga und 20 aus dem Fachbereich Architektur und Städtebau der Uni- Siegen und der RWTH Aachen begannen mit dem Bau. Finanziell unterstützt vom DAAD und der Architektenkammer NRW, die die Materialkosten übernahm. Ohne Flug- und Unterbringungskosten entstand das Gebäude für etwa 25.000 Euro. Wobei etwa 7.000 Euro eingespart wurden, weil experimentell nicht mit dem im Kongo sehr teuren Zement als Bindemittel gemauert wurde, sondern mit Maniokmehl. Also mit der Stärke dieses Mehls wurden die Häuser eher zusammengeklebt, als normal vermörtelt.

Da diese Sand-Maniok-Mischung natürlich wasserlöslich bleibt wurden die Fundamente traditionell mit Zement und Naturstein ausgeführt, das aufgehende Mauerwerk wurde durch weite Dachüberstände gegen Regen geschützt. Zwischenzeitlich wurden Forschungsergebnisse bekannt, nachdem dort zum Bau der „Großen Mauer“ Reis – also auch Stärke – als Bindemittel eingesetzt wurde: Immerhin ein über Jahrhunderte gut erhaltenes Gebäude.

 

 

Foto Hochschulkooperation Kananga 2

 

 

 

Bei der Abschlussdiskussion mit den Kollegen der Universität in Kinshasa kam dann die Frage auf, ob man künftig statt der energiefressenden Feldbrandsteine nicht mit luftgetrockneten Lehmziegeln arbeiten könne. Konstruktiv bei den eingeschossigen Bauten wäre das sicher möglich – Es müssen dann nur einige Monate vorlaufend die Lehmziegel vor Ort gepresst und getrocknet werden – Für die gesamte Ökobilanz sicherlich sehr vorteilhaft. Trotz der Anfälligkeiten für Klima und vor allem Durchfall-Erkrankungen der deutschen Studierenden und Betreuer klappte es die Studentenwohnungen für 24 Studierende und den Küchentrakt innerhalb von fünf Wochen fertig zu bauen. Einschließlich erosionsverhindernder Versickerungsmulden für die Dachentwässerung.

Dies ohne ießendem Wasser auf der Baustelle (wurde von dortigen Frauen auf dem Kopf aus dem Tal geholt) und ohne Elektrizität für Maschinen. Ein insgesamt befriedigendes Projekt, aus dem jetzt auch eine kleine Hochschulkooperation wachsen soll.

 

 

Sommerschulen IWM (Integrated Watershed Management)

Tansania /// DAAD

 

Zwei Sommerschulen zur Finanzierung von Maßnahmen im Bereich Watershed Management fanden in den Jahren 2009 und 2010 in Moshi/Tansania statt. Dieses DAAD Alumni-Projekt wird zusammen mit der Frankfurt School of Finance (FS) und der Sokoine University of Agriculture (SUA) durchgeführt.

Watershed Management als holistisches Prinzip schließt Maßnahmen verschiedener Bereiche, nicht nur des Wassersektors, ein in die Planung der nachhaltigen Nutzung eines Einzugsgebietes. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt dadurch nicht durch nur eine durchführende Organisation, sondern ist oft eine Mischfinanzierung aus verschiedenen Bereichen.

 

 

 

Foto Sommerschulen IWM 1

 

 

 

Basisorganisationen sollen die unterschiedlichen Finanzquellen kennen und befähigt werden, aussagekräftige Anträge zu stellen. In der ersten Sommerschule wurde ein Leitfaden zur Erstellung von Finanzierungsanträgen erarbeitet und an lokalen Projektbeispielen getestet. Der Leitfaden wurde zusammen mit Projektbeispielen in CICD Series Vol. 7 „Integrated Watershed Management - Financial Aspects of Watershed Management“ veröffentlicht. Die zweite Sommerschule hat anhand des Leitfadens einen Watershed Management Plan für ein konkretes Einzugsgebiet in enger Zusammenarbeit mit örtlichen Wassernutzerorganisationen und -behörden erarbeitet.

Das Konzept der Sommerschule unterstützt die Reformen des Wassersektors, wie sie in Kenia und Tansania durchgeführt und von BMZ und GTZ beratend unterstützt werden. Alumni werden durch die Verbindung zu konkreten Projekten in die Entwicklungs-zusammenarbeit eingebunden. Universitäten werden ermutigt, in den Einzugsgebieten angewandte Forschung zu betreiben und den Prozess ebenfalls zu unterstützen. Der Bevölkerungsdruck ist groß in der Region um Moshi, in dem die Sommerschule stattfand. Konikte um die Ressourcen Wasser und Land sind bereits vorhanden und werden sich in Zukunft verschärfen. Vorbeugende, transparente und partizipative Planung kann der Ausweitung der Konikte vorbeugen bzw. Konikte vermindern. Alumni sind in diesen Vorgang aktiv mit eingebunden.

 

 

 

Foto Sommerschulen IWM 2

 

 

 

E-Learning in IWM /// Tansania /// DAAD

 

 

 

Foto E-Learning in IWM

 

 

Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg Essen an der University of Dar es Salaam durchgeführt, die besondere Erfahrungen im Qualitätsmanagement und Aufbau von E-Learning-Modulen einbringen.

Die Workshop-Serie begann 2008 und wird wahrscheinlich bis 2011 gefördert. Dozenten aus den CICD Partneruniversitäten in Kenia, Uganda und Tansania nehmen an dieser Fortbildungsmaßnahme teil. Insbesondere Dozenten, die als Lehrende in den beiden Masterstudiengängen IWM an der Kenyatta University und ISM an der University of Dar es Salaam tätig sind, bringen ihre Lehrinhalte bei der Modulentwicklung ein.

 

 

Projekt „Lusophones Afrika“ /// DAAD

 

 

 

Foto Projekt Lusophones Afrika

 

 

Der Antrag zum Projekt „Lusophones Afrika“ wurde im Wesentlichen von Dipl.-Ing.’in Althoff und Prof. Pacaserarbeitet. Der Antrag beschreibt eine Pilotphase, die vom DAAD ausdrücklich an das ZEW / CICD getragen wurde. Es handelt sich hierbei um die Zusammenarbeit in der Hochschulbildung und Forschung zwischen Deutschland (Universität Siegen), Brasilien und dem portugiesischsprachigen Afrika, hier Mosambik und Kap Verde.

Es wurden vier Schritte der Zusammenarbeit vorgeschlagen:

 

  1. Kurzfristige Forschungsstipendien für afrikanische Master- und PhD-Kandidaten,

  2. Forschungsaufenthalte für Hochschullehrer und Wissenschaftler aus dem Ausland,

  3. Kurzfristige Lehraufträge für deutsche Wissenschaftler,

  4. Kooperations-Workshop.

 

Von den ursprünglich im Antrag aufgeführten 6 Studenten/Doktoranden aus Cape Verde und den 8 Studenten/ Doktoranden aus Mosambik haben letztendlich eine Doktorandin von der Universität Cape Verde und 4 Doktoranden von der Eduardo Mondlane University-Mozambique ein DAAD-Stipendium zugesagt bekommen. Von den insgesamt 6 Dozenten/Professoren aus Brasilien und Mosambik haben 5 die Zusage für ein DAAD-Kurzzeit-Forschungsstipendium erhalten. Anzumerken wäre, dass 2 Studenten sowie die beiden Dozenten aus Mosambik trotz Kenntnis der Regularien und Termine um Terminverschiebung ins Jahr 2010 baten. Dem konnte aber nicht zugestimmt werden.

Da keine afrikanischen Studenten aus seinem Fachgebiet nach Siegen kamen, sah der brasilianische Kollege Prof. Dr. Edison Roberto da Silva seinen Aufenthalt in Siegen nicht mehr als Erfolg versprechend an und sagte ebenfalls ab. Somit waren lediglich 3 Doktoranden für ca. drei Monate und zwei brasilianische Dozenten in Siegen. Die anwesenden Doktoranden interessierten sich für den Themenkreis „Erneuerbare Energien“, der leider von den einzelnen Fachbereichen nicht abgedeckt werden konnte. Ein weiterer Kollege von Prof. Pacas reiste für eine Woche aus Brasilien an, um an einer von Prof. Pacas und Dipl.-Ing.’in Althoff organisierten Exkursion teilzunehmen. Dem DAAD wurde die Gesamtlage mit den entstandenen Schwierigkeiten in einem Bericht geschildert. Während der dreimonatigen Laufzeit des Pilotprojektes fanden in regelmäßigen Abständen Diskussionsrunden in der Universität Siegen mit allen beteiligten Professoren, Mitarbeitern und lusophonen Doktoranden statt. Dabei wurden zum einen inhaltliche Diskussionen über die Fortschritte der Projektarbeiten geführt und zum anderen Perspektivplanungen für die zukünftige trilaterale Kooperation besprochen.

Eine Kooperation mit Kap Verde wurde auch von den beiden brasilianischen Dozenten begrüßt. Um die Situation vor Ort besser beurteilen zu können, soll ein Antrag auf Fact-Finding-Mission gestellt werden. Eine Kooperation mit Mosambik wird der Zeit weder von brasilianischer Seite noch von Seiten der Universität Siegen als Erfolg versprechend angesehen. Eine nachhaltige Fort-führung und Weiterentwicklung des Pilotprojektes in einem Folgeantrag zu einer trilateralen Hochschulkooperation zwischen den Universitäten Siegen / Kap Verde / Brasilien würde allerdings gute Möglichkeiten eröffnen. Das große Potential in der Forschung und die Defizite im Bereich der Bildung, sowie die Wissensdefizite und Kompetenzmängel in der Fort- und Weiterbildung verkörpern die Basis für viel ver-sprechende Kooperationsmöglichkeiten. Damit ein möglichst großer Wissens- und Erfahrungstransfer gewährleistet ist, ist ein Studenten-/Doktorandenaustausch in alle Richtungen sinnvoll. Mit der Beteiligung von Fachfirmen und Behörden bei der Ausbildung der Studenten ist auch der Bezug zur Deutschen Wirtschaft gegeben.

 

 

GAWN /// weltweit /// DAAD

 

 

 

Foto GAWN weltweit

 

 

Das German Water Alumni Network (GAWN) ist ein Schlüsselprojekt der internationalen Arbeit des CICD. Es war das erste fachliche Netzwerk, das vom DAAD genehmigt und auch erfolgreich umgesetzt wurde. Es wurde 2006 nach einer erfolgreichen Sommerschule der Siegener Wasserwirtschaft zur IFAT München 2005 vom DAAD in die Förderung aufgenommen.

Das Alumninetzwerk bietet deutschen Hochschulen und ihren internationalen Alumni mit Studienfächern aus dem Wassersektor sowie Organisationen der Entwicklungszusammen-arbeit und Unternehmen die Möglichkeit, ihre Kooperationen in Deutschland und den Partnerländern zu stärken und zu optimieren. GAWN stellt auf der Webseite www.gawn.uni-siegen.de eine Vielzahl an Informationen für Alumni im Wassersektor bereit und gibt den Universitäten, Alumni, Organisationen und Unternehmen über die Internetseite die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu treten.

Im Jahr 2009 fanden 4 Expertenseminare statt. In 2010 werden es 1 Expertenseminar in Sambia (verantw. Uni Siegen), 1 Expertenseminar in Ghana (Uni Karlsruhe) und 1 Sommer-schule Wasser/Energie in Bochum (verantw. Uni Siegen/Bochum) sein.

Die jetzige Projektphase GAWN läuft 2010 aus. Für die Jahre 2011/2012 soll in 2010 ein neuer Antrag gestellt werden. Im Oktober 2010 ist ein Seminar in Sambia vorgesehen. Dieses soll in Kooperation mit den Veranstaltungen des Projektes „Hochschulkooperation Sambia“ geplant werden.

Die Mitgliederzahl im Netzwerk GAWN ist auf über 320 gestiegen, das Interesse wächst, auch bei anderen deutschen Universitäten und Fachhochschulen sowie einigen Bundesministerien, die wie das BMBF auch an einer Mitfinanzierung interessiert sind. Dazu müsste das CICD Mitglied in dem Programm IPSWAT werden, das zur Zeit 20 Wasserprogramme führender deutscher Hochschulen koordiniert. Mit dem neuen Siegener Programm E2M2 kann ein entsprechender Antrag gestellt werden.

Die Plattform GAWN wird zur Verbreitung von Informationen sowie die Ausschreibung von Programmen (Studienprogramme der Konsortiumsteilnehmer) und Seminaren genutzt. Über GAWN ausgeschrieben, aber gesondert beim DAAD beantragt und zugesagt, sind 1 Expertenseminar in 2010 und 1 Sommerschule in Uganda zum Thema Wassermanagement und Food Security in 2011.