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Jahresbericht 2010

 

 

CapWEM /Capacity Development in Water Engineering and Environmental

Management) /// Lateinamerika /// EU ALFA

                                               foto capwem

 

Das EU-Programm ALFA (América Latina - Formación Académica) hat zum Ziel, die institutionelle Hochschulzusammenarbeit zwischen der EU und Lateinamerika zu fördern. Außerdem wird die Modernisierung des Hochschulsektors und eine Intensivierung interregionaler Zusammenarbeit in Lateinamerika angestrebt. Im Rahmen dieses Programms war ein Antrag von Prof. Jürgen Steinbrecher, Dipl.-Ing. Ingrid Althoff (beide Dep.Bauingenieurwesen) und Prof. Hubert Roth (Dep. Elektrotechnik und Informatik) im Dezember 2010 erfolgreich.

 

Das Projekt CapWEM setzt den Schwerpunkt auf den Themenkomplex “Wasser und Umwelt”. Das Projektkonsortium besteht aus zwei europäischen und sechs lateinamerikanischen Universitäten, wobei die Projektkoordination in Siegen liegt. Während der dreijährigen Laufzeit von Dezember 2010 bis Dezember 2013 werden vier Hauptziele verfolgt:

 

 

  • Verbesserung der Hochschulausbildung im Bereich „Wasser und Umwelt“

  • Intensivierung der Kooperation von Hochschulen, Unternehmen und Verwaltungen

  • Steigerung des Umweltbewusstseins

  • Verbesserung der Katastrophenvorbeugung und des Katastrophenmanagements.

 

Das Projekt hat einen Finanzumfang von 1,56 Mio. Euro, 80% davon werden durch die Europäische Kommission gefördert.

Das kick-off-meeting wird in der ersten Februarhälfte 2011 in Siegen stattfinden. Vertreter aller Universitäten des Konsortiums werden sich zum ersten Mal im Rahmen des Projektes treffen.

Als Ergebnisse des Projektes CapWEM werden u.a. Vorschläge für verbesserte Curricula in den relevanten Studiengängen, die Einrichtung eines internationalen Doktorenprogrammes, Konzepte für und Gründungen von Forschungstransferstellen, Verbesserungsvorschläge für Richtlinien und Normen im Wasser- und Umweltbereich sowie Konzeptionen für eine verbesserte Katastrophenvorbeugung erwartet.

 

 

 

Konsortium                
 
Deutschland
Universität Siegen
Portugal
Instituto Superior Técnico de Lisboa
Argentina

Universidad Tecnológica Nacional,

  Facultad Regional Bahía Blanca

Brazil

Universidade Federal de Santa Maria
Chile
Universidad de Talca
Costa Rica
Universidad de Costa Rica
El Salvador

Universidad Centroamericana „José Simeón Canas“

Paraguay

Universidad Católica „Nuestra Señora de la Asunción“

 

 

 

IWMNET (Integrated Watershed Management in Eastern Africa /// Ostafrika

/// EU ACP Water Facility

 

 

 

foto iwmnet

 

 

Im dritten Jahr von „IWMNet - Capacity Building for Integrated Watershed Management in Eastern Africa“ konnten wesentliche Fortschritte erzielt werden, um die Qualifizierung von Fachleuten bei der Umsetzung der Wassersektorreformen in den vier ostafrikanischen Partnerländern (Kenia, Tansania, Uganda, Äthiopien) voranzutreiben.

Universitäre Projektpartner sind Kenyatta University (KU, Kenia), University of Dar es Salaam (UDSM, Tansania), Makerere University (MAK, Uganda) und Arba Minch University (AMU, Äthiopien). Zudem ist das International Water Managemement Institute (eine CGIAR Einrichtung) in Addis Ababa, Äthiopien, am Projekt beteiligt. Die GIZ (ehemals GTZ) und der DAAD sind Co-Finanzierer.

Mit der Einrichtung eines Projektbüros an der Kenyatta University in Nairobi können Maßnahmen zur Stärkung der Partneruniversitäten in Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Integrierten Einzugsgebietsbewirtschaftung (Integrated Watershed Management) besser koordiniert werden.

Vier Arbeitsgruppen, in denen Vertreter der Partneruniversitäten vertreten sind, konzentrieren sich auf verschiedene Teilaspekte der Projektimplementierung, die die drei Ebenen des Projektes berücksichtigt (regionale Ebene, Verwaltungsebene, lokale Ebene). Qualitätssicherung in der universitären Ausbildung hat das Ziel, Qualitätsstandards in Lehre und Forschung zu setzen und deren Einhaltung zu überprüfen, um so den Bedürfnissen der Studenten, potentiellen Arbeitgebern und Geldgebern der Universitäten gerecht zu werden. Vor diesem Hintergrund wurde in IWMNet eine “Curriculum, Quality Assurance and Accreditation Working Group” gegründet, die sich mit Fragen der Qualitätssicherung im IWM-Masterprogramm auseinandersetzt. Sie hat die Verantwortung für die Weiterentwicklung der Lehrmodule und Erstellung von Lehrmaterialien sowie die Akkreditierung der IWM-Masterprogramme und entwickelt Leitlinien zur Qualitätssicherung. Ein Teil der IWM-Modulentwicklung ist in fortgeschrittenem Zustand und bedarf nur noch der erfolgreichen Evaluierung. Bei einer Reihe von Seminaren zum Thema e-learning, die in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen und der United Nations University Bonn durchgeführt wurden, konnten bereits Lehrmodule für das e-learning Moodle aufbereitet werden. Dieses soll zu einem späteren Zeitpunkt mit dem hochschuleigenen Moodle der KU zusammengeführt/ verlinkt werden.

Die Akkreditierung der IWM-Master Programme durch eine internationale Zertifizierungsagentur ist auf den Weg gebracht worden. Die zunächst bevorzugte Variante der Akkreditierung durch das Inter-University Council for East Africa (IUCEA) erwies sich als nicht realisierbar.

Eine weitere Arbeitsgruppe koordiniert die Forschungsaktivitäten in den Piloteinzugsgebieten des Projektes. In 2010 wurden Workshops in Kenia und in Uganda durchgeführt, um Masterstudenten und Doktoranden, die in den Piloteinzugsgebieten forschen, die Gelegenheit zu geben, ihre Projekte vorzustellen und in einem breiteren Plenum zu diskutieren. Voraussichtlich acht Masterstudenten und zwei kenianische Doktoranden werden vor Ende der Projektlaufzeit ihre Arbeiten abschließen. Drei deutsche Masterstudentinnen, davon eine aus Siegen, haben ihre Abschlussarbeiten in dem kenianischen Tana Einzugsgebiet angefertigt. Die IWM-Studenten nutzen die Unterstützung durch IWMNet, um ihre Feldforschungen nicht nur in Kenia, sondern auch in den Partnerländern durchzuführen. Die Mobilität von Lehrenden ist bisher jedoch - z.T. aus administrativen und finanziellen Gründen - nur eingeschränkt realisiert worden.

Anfang des Jahres konnte das Geographie-Department der Kenyatta University Messgeräte und Ausrüstung für die Ausbildung der IWM-Studenten und für Forschungsaktivitäten in Empfang nehmen. Eine Klimastation wurde auf dem Campus der Universität in Betrieb genommen, zwei weitere in einem kenianischen und einem tansanischen Untersuchungsgebiet.

Zudem wurden sowohl an der UDSM als auch an der MAK PC Pools eingerichtet. An der KU wurden leider bei einem Einbruch in den PC Pool Monitore entwendet, was die Lehrtätigkeit bis zum Ersatz der Monitore einschränkte. Das Lake and Catchment Research Symposium (LARS) in 2011 wird ein Höhepunkt des Projektes sein und den Erfolg von IWMNet auf dem Gebiet der Forschung zur Integrierten Einzugsgebietsbewirtschaftung dokumentieren, aber auch Perspektivem in diesem Forschungsfeld aufzeigen.

Die dritte Arbeitsgruppe, Training, ermittelt den Bedarf verschiedener Zielgruppen (z.B. Wasserbehörden) an fachspezifischen Trainingsmaßnahmen und entwickelt entsprechende Angebote für Seminare und Sommerschulen. Ein an der MAK mit Unterstützung der UDSM und KU durchgeführter Kurs zu Geographischen Informationssystemen (GIS) wurde von den Teilnehmern sehr gut angenommen. Mehrere Teilnehmer waren aus eigenen Mitteln finanziert. Im Berichtszeitraum fand u.a. eine DAAD Sommerschule zur Entwicklung eines Einzugsgebietsmanagement-Planes im tansanischen Piloteinzugsgebiet statt. Die Ergebnisse dieser Veranstaltung fanden Eingang in die CICD-Veröffentlichungsreihe (Vol. 7) und stehen damit auch interessierten Vertretern der Wasserzweckverbände, Wasserministerien und anderer Behörden zur Verfügung.

Um die Aktivitäten von IWMNet sichtbar zu machen, wurde eine Arbeitsgruppe zur Öffentlichkeitsarbeit (Außendarstellung und Veröffentlichung) ins Leben gerufen. Vor allem die neu gestaltete Webpage ist ein starkes Kommunikationsmedium nach außen. Banner, Broschüren und T-Shirts machen das Projekt bei verschiedenen Veranstaltungen erkennbar. Im Ausblick auf das letzte Jahr des IWMNet-Projektes 2011 muss die Dokumentation des Erreichten im Vordergrund stehen, um die Ergebnisse einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Die externe Projektevaluation steht ebenso 2011 an. Von den IWMNet Partnern wurden Anträge bei verschiedenen Förderprogrammen eingereicht (DAAD, EU ACP Water Facility), um Veranstaltungen zur Integrierten Einzugsgebietsbewirtschaftung auch über die Projektlaufzeit hinaus zu ermöglichen. Die Überführung von IWMNet in eine eigenständige Organisation wird derzeit noch diskutiert.

 

 

UCDISM (University Capacity Development for Integrated Sanitation Management in

Eastern and Southern Africa) /// Ostafrika und südliches Afrika /// EU ACP Edulink

 

 

foto ucdism

 

 

Das UCDISM Projekt – in Partnerschaft mit der Kenyatta University (Kenia), University of Dar es Salaam (Tansania), Makerere University (Uganda) und der University of Zambia (Sambia) – hat das Ziel, die Wasserversorgung im östlichen und südlichen Afrika durch Unterstützung und Förderung der Lehre und Forschung zu verbessern, insbesondere durch die Einführung des internationalen, praxisbezogenen Masterstudiengangs „Integrated Sanitation Management“ (ISM) an der University of Dar es Salaam (UDSM) in Kooperation mit der Kenyatta University (Kenia).

Die Finanzierung erfolgt durch das EDUlink Hochschulkooperationsprogramm der EU in Zusammenarbeit mit den AKP Staaten. Die Universität Siegen war zusammen mit ihren Partnern in Kenia (Kenyatta University), Uganda (Makarere University), Tansania (University of Dar es Salaam) und Sambia (University of Zambia) bei dem dritten Call 2008 als einziges Konsortium erfolgreich, das von einer deutschen Universität geführt wird. Das Projekt läuft von Januar 2009 bis Dezember 2011. Inzwischen konnte der neue Studiengang „Integrated Sanitation Management“ an der University of Dar es Salaam erfolgreich zur Genehmigung geführt werden. Die ersten Studierenden werden im Juli 2010 mit dem Studium beginnen.

 

 

 

Hochschulkooperation Laos /// DAAD

 

 

 

foto hochschulkooperation laos

 

 

Ziel des Projektes ist die Unterstützung der Faculty of Engineering an der National University of Laos bei der Durchführung des Masterprogramms „Environmental Engineering an Management“. Dies soll insbesondere durch die Verbesserung der Qualität der Lehre und der Qualifizierung der Lehrpersonen geschehen. Durchgeführt wird das Projekt gemeinsam von Prof. Förch (FB 10) und Prof. Roth (FB 12). Da der internationale Charakter des Masterprogramms nur durch die Einbeziehung internationaler Dozenten gewährleistet ist, fördert der DAAD dieses Hochschulkooperationsprogramm seit Januar 2008.

2009 wurden zwei Workshops (Dozentenfortbildung) in Vientiane und ein weiterer Studienaufenthalt der Doktoranden Meksarik und Sengprasong in Siegen durchgeführt. Die beiden Workshops wurden von den beiden Projektverantwortlichen gehalten und befassten sich mit didaktischen Fragen der Ingenieursausbildung wie Präsentationstechniken, E-Learning, Verwendung des Programms Moodle in der Lehre, holistischer Projektplanung, „problem based teaching“ und „student centred learning“. An beiden Workshops nahmen Dozenten der Fakultät und Studierende des neuen Jahrgangs teil.

Prof. Roth stellte bei einem Besuch einer DAAD/BMZ Delegation in Vientiane den erwähnten Masterstudiengang an der National University of Laos vor. Im Winter 2009 waren zwei Studierende aus Laos für drei Monate zu einem Studienaufenthalt an der Universität Siegen, um sich auf die Bewerbung um ein Jahresstipendium des DAAD vorzubereiten.

Nach Aussage der Deutschen Botschaft hat das Masterprogramm „Environmental Engineering and Management“ einen hohen Stellenwert. Es ist zum ersten Mal gelungen in Laos ein internationales Programm zu starten.

2010 wurden die Maßnahmen (Workshops, Lehrveranstaltungen, Studienaufenthalte) wie geplant weiter durchgeführt. Prof. Förch hat einige Monate als Gastdozent Lehraufgaben übernommen. Der Aufenthalt wurde durch das Emeriti Programm (Stiftungsinitiative Gottfried Herder) finanziert. Insgesamt sind im Jahre 2010 drei Workshops zur Dozentenfortbildung und zu „Research Methodology“ in Vientiane durchgeführt.

Im Januar/Februar 2010 fand der erste Workshop statt. Der zweite Workshop fand Ende Juli 2010 unter der Leitung von Prof. Roth und Prof. Förch in Vientiane statt. Die Themen des Workshops waren „Research Methodology“, insbesondere die Antragstellung von Forschungsanträgen und die Dokumentation von Berichten. Darüber hinaus wurde ein MOODLE- und DOODLE- Lehrgang durchgeführt. Der MOODLE-Lehrgang wurde von Matthias Mende, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Siegen, abgehalten.

Ende November/Anfang Dezember 2010 fand der dritte Workshop des Jahres 2010 statt und wurde von Prof. Roth durchgeführt. In den ersten beiden Tagen wurde dabei die Akkreditierung des Masterstudiengangs „Environmental Engineering und Management“ durch die Agentur AQAS begleitet. Als Ergebnis der Begehung kann berichtet werden, dass eine Akkreditierung mit einigen Auflagen ausgesprochen wurde. Es ist ein großer Erfolg für die NUoL, dass damit der erste Masterstudiengang an der NUoL überhaupt eine Akkreditierung erhält und diese auch noch von einer ausländischen Agentur ausgesprochen wird. In den Folgetagen wurden konkrete Forschungsthemen für die bevorstehenden Abschlussarbeiten besprochen und typische Strukturen für die Erstellung der Antragsdokumente erarbeitet.

 

 

 

Hochschulkooperation Sambia /// DAAD

 

 

foto hochschulkooperation sambia

 

 

Das Projekt wird gemeinsam von Professor Roth (FB 12) und Prof. Förch (CICD) der Universität Siegen durchgeführt. Es hat zum Ziel, die University of Zambia (UNZA) und die Copperbelt University (COB) bei der Einrichtung eines Masterprogramms „Environmental Engineering, Monitoring and Management“(E²M²), insbesondere durch den Entwurf eines Curriculums, die Spezifikation der Lehrinhalte und durch die Unterstützung bei der Durchführung verschiedener Lehrveranstaltungen entsprechend den Bologna Prinzipien zu unterstützen. Da der internationale Charakter des Masterprogramms nur durch die Einbeziehung internationaler internationaler Dozenten gewährleistet ist, wird vom DAAD dieses Hochschulkooperationsprogramm seit Januar 2009 gefördert.

Nachdem im Februar/März 2009 an der University of Zambia in Lusaka der erste Workshop mit den Schwerpunkten „Entwurf des Curriculums des Studiengangs, Aufgaben einer modernen Universitätsverwaltung, Möglichkeiten des Technologietransfers zur Stärkung der Forschungsfähigkeit“ und Ende November/Anfang Dezember 2009 an der Universität Siegen der zweite Workshop zur Spezifizierung der Inhalte des geplanten Studiengangs Umwelttechnik stattfanden, wurden 2010 zwei weitere Workshops unter der Leitung von Prof. Roth durchgeführt.

Der dritte Workshop im Gesamtprojekt fand im März/April 2010 in Kitwe statt und hatte den Schwerpunkt auf der Entwicklung des Masterprogramms, insbesondere dem Entwurf des Curriculums des Studiengangs. Ein weiterer Themenkomplex beschäftigte sich mit der Qualitätssicherung. Dabei wurden von den beteiligten Hochschulen die existierenden Methoden vorgestellt, um die Qualität der Lehre sicherzustellen.

Der vierte Workshop im Gesamtprojekt fand im Dezember 2010 in Lusaka statt. In diesem Workshop wurden die Inhalte der Studienfächer festgelegt. Insbesondere die Inhalte der Fächer der ersten beiden Semester wurden hier definiert. Die Fächer der Schwerpunkte des dritten Semesters waren bereits im Jahre 2009 großteils auf dem Treffen in Siegen diskutiert worden. Im Jahre 2011 ist geplant, das Studienprogramm zu verfeinern und den universitären Gremien zur Genehmigung vorzulegen.

 

 

 

 

E-Learning in IWM (Integrated Watershed Management) /// Tansania /// DAAD

 

 

foto e-learning iwm

 

 

Dieses vom DAAD finanzierte Projekt wurde in Zusammenarbeit mit den Universitäten Duisburg-Essen und der United Nations University Bonn an der University of Dar es Salaam durchgeführt, welche beide besondere Erfahrungen im Qualitätsmanagement und Aufbau von eLearning-Modulen einbrachten. Die Workshop-Serie begann 2008 wurde bis zum Dezember 2010 gefördert. In 2010 fanden zwei einwöchige Kurse im April und im Dezember statt, bei denen Dozenten aus den CICD Partneruniversitäten in Kenia, Uganda, Tansania und Sambia vertreten waren.

Insbesondere Dozenten, die als Lehrende in den beiden Masterstudiengängen IWM an der Kenyatta University und ISM an der University of Dar es Salaam tätig sind, brachten ihre Lehrinhalte bei der Modulentwicklung ein. Im Mittelpunkt standen in 2010 Methoden zur Qualitätssicherung, frei verfügbares Unterrichtsmaterial (OER/Open Educational Resources) sowie die Einbindung der erstellten Module in die Studiengänge an den Partneruniversitäten.

 

 

 

Expertenseminar " Topics of Integrated Watershed Management" /// Sambia /// DAAD

 

 

foto expertenseminar sambia

 

 

Das Seminar „Topics of Integrated Watershed Management“ im November 2010 hatte internationalen und regionalen Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zum Ziel. Konkret wurden als Ergebnisse formuliert:

 

 

 

  • Bereitstellung von Know-how, um aktuelle Problemstellungen in den Einzugsgebieten Kafue und Zambezi anzugehen und Lösungen zu erarbeiten.
  • Sensibilisierung im Bereich Sanitation Management, um das Problem der Gewässerverschmutzung sowie der unzureichenden sanitären Versorgung in den genannten Gebieten planerisch anzugehen.
  • Interaktion und Erfahrungsaustausch der sambischen Experten mit ihren Kollegen aus den Nachbarländern, um gemeinsame Problemstellungen zu erkennen und in der Erarbeitung von Lösungsansätzen voneinander zu lernen.
  • Vorstellung von Techniken und Konzepten zur Begegnung von wasser- und umwelt-relevanten Fragestellungen.

 

 

In Sambia wird gerade die Reform des Wassersektors umgesetzt, so dass sich für viele Organisationen neue Aufgabenstellungen ergeben. Die deutsche Entwicklungszusammen-arbeit fördert schwerpunktmäßig diesen Vorgang. Das Seminar trug dazu ergänzend bei. Der Antrag für das Seminar wurde maßgeblich von Alumni aus Sambia entwickelt.

Innerhalb einer Woche wurden nicht nur Probleme sowie Konzepte und Techniken dargestellt, um den Problemstellungen zu begegnen, es wurden konkrete Fragestellungen angesprochen und direkt Maßnahmen vereinbart. Besonders wertvoll für die sambische Seite waren die Erfahrungen und Bemerkungen der Alumni aus den Nachbarländern. Hier zeigt sich eine höhere Akzeptanz auch gegenüber Kritik. Die Alumni übernahmen während des Seminars einen großen Teil der Moderation des Programms. Das Programm setzte sich aus Vorträgen, Gruppendiskussionen, Gruppenarbeit sowie Feldexkursionen zusammen. Nach dem Seminar blieb die Kommunikation aufrecht, es sind jetzt gemeinsame Projekte im Wasserbereich geplant.  

 

 

Sommerschulen IWM (Integrated Watershed Management) /// Tansania /// DAAD

 

 

 

foto sommerschulen iwm

 

 

 

Zwei Sommerschulen zur Finanzierung von Maßnahmen im Bereich Watershed Management fanden in den Jahren 2009 und 2010 in Moshi/Tansania statt. Dieses DAAD Alumni-Projekt wird zusammen mit der Frankfurt School of Finance (FS) und der Sokoine University of Agriculture (SUA) durchgeführt.

Watershed Management als holistisches Prinzip schließt Maßnahmen verschiedener Bereiche, nicht nur des Wassersektors, in die Planung der nachhaltigen Nutzung eines Einzugsgebietes ein. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt dadurch nicht durch nur eine durchführende Organisation, sondern ist oft eine Mischfinanzierung aus verschiedenen Bereichen.

Basisorganisationen sollen die unterschiedlichen Finanzquellen kennen und befähigt werden, aussagekräftige Anträge zu stellen. In der ersten Sommerschule wurde ein Leitfaden zur Erstellung von Finanzierungsanträgen erarbeitet und an lokalen Projektbeispielen getestet. Der Leitfaden wurde zusammen mit Projektbeispielen in CICD Series Vol. 7 „Integrated Watershed Management - Financial Aspects of Watershed Management“ veröffentlicht. Die zweite Sommerschule hat anhand des Leitfadens einen Watershed Management Plan für ein konkretes Einzugsgebiet in enger Zusammenarbeit mit örtlichen Wassernutzerorganisationen und -behörden erarbeitet.

Das Konzept der Sommerschule unterstützt die Reformen des Wassersektors, wie sie in Kenia und Tansania durchgeführt und von BMZ und GTZ beratend unterstützt werden. Alumni werden durch die Verbindung zu konkreten Projekten in die Entwicklungs-zusammenarbeit eingebunden. Universitäten werden ermutigt, in den Einzugsgebieten angewandte Forschung zu betreiben und den Prozess ebenfalls zu unterstützen. Der Bevölkerungsdruck ist groß in der Region um Moshi, in dem die Sommerschule stattfand. Konflikte um die Ressourcen Wasser und Land sind bereits vorhanden und werden sich in Zukunft verschärfen. Vorbeugende, transparente und partizipative Planung kann der Ausweitung der Konflikte vorbeugen bzw. Konflikte vermindern. Alumni sind in diesen Vorgang aktiv mit eingebunden.  

 

 

Sommerschule "Wasser und Energie" /// Bochum /// DAAD

 

 

foto sommerschule wasser und energie

 

 

Die Sommerschule “Wasser und Energie” fand November 2010 in Bochum im Zentrum des Ruhrgebietes statt und wurde in Kooperation mit der Ruhr Universität Bochum RUB organisiert.

Ziel war es, die Themenkomplexe Wasser, Schwerpunkt Abwasserreinigung, und erneuerbare Energie zusammenhängend zu diskutieren. Einmal wurden Erfahrungsberichte aus den verschiedenen Ländern präsentiert, zum anderen wurden die Forschungsrichtungen in Deutschland sowie die praktische Umsetzung anhand von Beispielen aufgezeigt, einmal im Bereich der alternativen Energiegewinnung wie auch in der Abwasserbehandlung. Abgerundet wurden die Themenkreise durch Exkursionen: Die Kläranlage Bochum-Ölbachtal des Ruhrverbandes wurde besichtigt. Hier stellte der Ruhrverband seine geschichtliche Entwicklung und seine Verbandstrukturen dar. Ebenfalls konnte die Baustelle eines Laufwasserkraftwerkes des Ruhrverbandes am Kemnader Stausee besucht werden. Eine weitere Exkursion zum Thema erneuerbare Energie führte zum Solarpark Gelsenkirchen und zur Windkraftanlage der Stadt Herten, die als GmbH betrieben wird. Hier wurden neben technischen Details auch die organisatorischen Strukturen dargestellt.

Als Abschluss für die Sommerschule wurde ein Besuch auf der Bundestagung der DWA gewählt. Hier hatten die Alumni weiter Gelegenheit, Fachvorträgen beizuwohnen sowie Kontakt zur deutschen Wasserwirtschaft herzustellen. Die Bundestagung der DWA begleitete traditionell eine Fachausstellung.