..
Suche
Hinweise zum Einsatz der Google Suche
Personensuchezur unisono Personensuche
Veranstaltungssuchezur unisono Veranstaltungssuche
Katalog plus
 

Jahresbericht 2011

 

CapWEM (Capacity Development in Water Engineering and Environmental Management) ///

Lateinamerika /// EU ALFA

 

 

CapWEM

 

 

 

Das EU-Programm ALFA (América Latina - Formación Académica) hat zum Ziel, die institutionelle Hochschulzusammenarbeit zwischen der EU und Lateinamerika zu fördern. Das Projekt CapWEM setzt den Schwerpunkt auf den Themenkomplex “Wasser und Umwelt”. Das Projektkonsortium besteht aus zwei europäischen und sechs lateinamerikanischen Universitäten, wobei die Projektkoordination in Siegen liegt. Das Projekt hat einen Finanzumfang von 1,56 Mio. Euro, 80% davon werden durch die Europäische Kommission gefördert. Laufzeit: 2011 bis 2013.

Im Februar 2011 fand das kick-off meeting in Siegen statt. Vertreter aller acht Universitäten gestalteten den Auftakt des Projektes und verabschiedeten die Zuständigkeiten für die verschiedenen Arbeitspakete. Ein zweites Projekttreffen fand im Juli 2011 in El Salvador und Costa Rica statt. In diesem Rahmen wurde auch ein Seminar zum Thema „Forschungstransfer“ durchgeführt.

Einmal pro Jahr veranstaltet die EU-Kommission ein ALFA-Koordinierungstreffen, bei dem alle ALFA-Projekte (etwa 50) eine gemeinsame Tagung abhalten. 2011 fand das Treffen im Juni in Brüssel statt. CapWEM gehörte zu den drei Projekten, die dort ausführlicher präsentiert wurden.

 

 

Hochschulkooperation Laos /// DAAD

 

 

Hochschulkooperation Laos 1

 

 

 

Das Projekt wird gemeinsam von den Professoren Förch und Roth der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen durchgeführt. Es hat zum Ziel, die Verstetigung des von den Projektverantwortlichen unterstützten ersten internationalen Masterprogramms „Environmental Engineering and Management „ (E2M) an der National University of Laos zu ermöglichen.

Im Jahre 2011 sind drei Workshops zur Studierendenfortbildung und zu „Research Methodology“ in Vientiane durchgeführt worden.

 

 

Hochschulkooperation Laos 2

 

 

 

Der erste Workshop des Jahres 2011 mit dem Schwerpunkt „Research Methodology“ fand im Februar statt und wurde von Prof. Roth geleitet. Prof. Roth und ein Gremium von Professoren prüften die Forschungsthemen der Studierenden und ihre Bearbeitung auf ihre Wissenschaftlichkeit und machten Verbesserungsvorschläge.

Der zweite Workshop fand im Juni 2011 in Vientiane statt. Die Leitung und Durchführung hatte Prof. Förch. Die Themen des Workshops waren „Integrated Watershed Management“, „Organisation of Field Trips“ und die zugehörige Prüfung für Studierende des 2. Kurses des Programms E2M.

Der dritte Workshop wurde von Herrn Mende, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter von Prof. Roth, im Dezember 2011 durchgeführt. Es handelte sich dabei um einen MOODLE Lehrgang für den 3. Kurs des Masterprogramms E2M. Dieser dritte Kurs begann im Dezember 2011 mit 15 Studierenden.

Dr. Schäfer, der Kanzler der Universität Siegen, hat im Rahmen dieses Projektes im Juli/August 2011 Vorträge zu den Themen „Bologna-Prozess“ und „Verwaltungsstrukturen an der Universität Siegen“ gehalten. Teilnehmer waren der Rektor der National University of Laos, Professoren der „Water Resources University“ in Hanoi und des „Sirindhorn International Institute of Technology“ in Bangkok.

Während des gesamten Jahres 2011 war Prof. Roth in die Akkreditierung des Masterstudienganges „Environmental Engineering and Management“ durch die Agentur AQAS eingebunden. Darüber hinaus besuchten im Rahmen des Studienaufenthaltes vier Studierende der National University of Laos von November bis Dezember die Universität Siegen.

 

 

Hochschulkooperation EAST ASIA/// DAAD
Laos, Thailand, Vietnam 

 

 

                           Landkarte   

 

Das Projekt wurde gemeinsam von Professor Förch und Professor Roth beantragt.

 

Aufbauend auf dem Projekt Hochschulkooperation Laos, hat es zum Ziel, das erste internationale Masterprogramm „Environmental Engineering and Management“ (E2M) an der National University of Laos (NUoL) mit Hilfe eines Netzwerks von Hochschulen und Experten aus der Region Süd-Ost-Asien, zu verstetigen. Die Water Resources University (WRU), Vietnam, und das Sirindhorn International Institute of Technology (SIIT), Thailand, konnten zur Unterstützung für die Lehre als auch für die Ausbildung der Dozenten gewonnen werden. Weitere Partner, insbesondere aus Kambodscha, sollen das Netzwerk im Projektverlauf ergänzen. Damit könnte langfristig die Unterstützung aus Deutschland zurückgefahren werden.

Im August 2011 fand eine Eröffnungszeremonie an der NUoL statt. Teilnehmer waren u. a. der Rektor und der Dekan der Faculty of Engineering der NUoL, der Kanzler sowie Prof. Förch und Prof. Roth von der Universität Siegen, Vertreter der deutschen Botschaft in Vientiane und die Projektleiter der WRU und des SIIT. Während der anschließenden drei Arbeitstage wurde ein Aktionsplan für 2011 im Detail und für 2012 im Groben festgelegt.

In der Zeit von September bis Dezember 2011 erfolgte dann ein reger Austausch von Wissenschaftlern, dabei reisten Dozenten der NUoL an die WRU und das SIIT sowie an die Universität Siegen.

Prof. Dr. Boualinh, der Dekan der Faculty of Engineering, informierte sich bei seinem Aufenthalt an der Universität Siegen, über das Themengebiet „Research Methodology“, das er im Masterprogramm an der NUoL zusammen mit Prof. Roth lehrt. Desweiteren war er an den hiesigen und bundesweiten Forschungsstrukturen interessiert. Herr Assoc. Prof. Dr. Khamphoui Southisombath kam im Rahmen des Projektes an die Universität Siegen, um sich über Forschungsarbeiten im Department Maschinenbau und Elektrotechnik/Mechatronik zu informieren und mit Kollegen zu diskutieren. Er selbst arbeitet an der NUoL im Gebiet Leistungselektronik. Im Gegenzug hielt Prof. Roth das geplante Blockseminar in „Präsentationstechnik und Research Methodolgy“ an der NUoL ab, in dessen Rahmen die Studierenden ihre Masterarbeiten präsentierten.

 

 

                           Nam Ngum2 

                           Nam Ngum 2 Staudamm

 

Im November 2011 fand dann in Laos eine Exkursion statt, bei der umweltrelevante Projekte besucht wurden. Teilnehmer waren Prof. Roth, Dozenten der NUoL, Projektpartner der WRU und Studierende der NUoL aus dem zweiten und dritten Jahrgang. Besucht wurde der Staudamm Nam Ngum 1, zu dessen Schaffung umfangreiche Umsiedlungs- und Enteignungsmaßnahmen nötig waren. Die sozialen Folgen sind noch heute in der Bevölkerung zu spüren. Verschiedene Studierende des zweiten Jahrgang thematisierten dieses in ihrer Masterarbeit. Ein weiterer Besuch erfolgte am Nam Ngum 2, einem modernen Staudamm, der erst vor kurzem fertiggestellt wurde und in Zusammenarbeit mit Thailand entstand. Ein Großteil der gewonnenen Energie wird deshalb nach Thailand exportiert. Darüber hinaus wurden Anlagen der Abwasserversorgung und der Feststoffentsorgung in Laos besichtigt. 

 

Hochschulkooperation Namibia /// DAAD

 

 

Hochschulkooperation Namibia 1

 

 

 

Die University of Namibia baut im Norden des Landes eine Ingenieurfakultät auf. Die GIZ unterstützt das Projekt mit erheblichen Finanzmitteln. Mitglieder des Departments Bauingenieurwesen engagieren sich beim Aufbau von Laborausstattungen, bei der Kompetenzbildung des Hochschul-personals und mit der Durchführung von Lehrveranstaltungen. Im Jahr 2011 haben mehrere Hochschullehrer Blockveranstaltungen im Rahmen des Bachelorstudiengangs Bauingenieurwesen am Campus in Ongwediva abgehalten. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Einführung eines Masterstudiengangs. An der Ausgestaltung des Curriculums ist die Universität Siegen ebenfalls beteiligt.

 

 

Hochschulkooperation Namibia 2

 

 

 

Hochschulkooperation Sambia /// DAAD

 

 

Hochschulkooperation Sambia 1

 

 

 

Das Projekt wird gemeinsam von den Professoren Förch und Roth aus der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen durchgeführt.Es hat u. a. zum Ziel die beiden Universitäten in Sambia – The University of Zambia (UNZA) in Lusaka und Copperbelt University (CBU) in Kitwe bei der Einrichtung eines Masterprogramms „Environmental Engineering, Monitoring and Management“ (E2M2) entsprechend den Bologna Prinzipien zu unterstützen.

Im Jahre 2011 wurden drei Workshops durchgeführt, zwei in Afrika, einer in Deutschland.

Der erste Workshop (fünfter im Gesamtprojekt) fand im März 2011 in Kombination mit der vom CICD veranstalteten Konferenz „Lars-2011-Lake and Catchment Research Symposium“ in Nairobi statt. Schwerpunkt war die Weiterentwicklung des Masterprogramms, weitere Vorgehensweise bei der Implementierung des Programms in den Partnerhochschulen und Suche nach weiteren Finanzierungsquellen, da das Hochschulkooperationsprogramm 2012 ausläuft. An dieser Veranstaltung nahm auch der Kanzler der Universität Siegen, Dr. Schäfer, teil.

 

 

Hochschulkooperation Sambia 2

 

 

 

Der zweite Workshop (sechster im Gesamtprojekt) fand im November 2011 in Siegen statt.In diesem Workshop wurden die Inhalte der Studienfächer weiter diskutiert, Schwerpunkte überarbeitet und festgeschrieben. Erneut ging es um die Findung von Drittmitteln, um das Masterprogramm nach Ablauf der DAAD-Förderung in 2012 mit Unterstützung externer Experten weiterführen zu können. Hierzu wurde bereits zu Beginn des Jahres 2011 ein Antrag beim DAAD im Programm „EU-Afrika Vorbereitende Maßnahmen“ gestellt, um potenzielle Partner zur Informationsveranstaltung des EU-EDULINK Programmes des DAAD im Oktober 2011 nach Nairobi einladen zu können. Der Antrag wurde genehmigt.

Der dritte Workshop wurde im Dezember 2011 in Kitwe abgehalten. Eine Entscheidung über die Implementierung des Studiengangs an der CBU durch den Senat wird Anfang 2012 erwartet. Weitere Schwerpunkte dieses Workshops waren wiederum die Weiterentwicklung eines geplanten Antrags im EDULINK-Programm der EU und ein Informationsaustausch mit Mitarbeitern der Deutschen Botschaft über den Stand des Projektes.

Ein Studierender der University of Zambia besuchte von November bis Dezember die Universität Siegen im Rahmen des Projektes zu Studienzwecken.

 

 

Expertenseminar "Kabale" /// Uganda /// DAAD

 

 

Expertenseminar Kabale-Uganda 1

 

 

 

Das Seminar “Climate Change and Food Security: Integrated Watershed Management as adaptive Planning Tool “, fand in Kabale im Westen Ugandas statt.

Gemäß dem Prinzip des IWRM und den Zielen der laufenden Wassersektorreform in Uganda wurden in einem Einzugsgebiet beispielhaft Pläne erstellt, die die Bewirtschaftung der in ihrer Verfügbarkeit von einander abhängigen Ressourcen Wasser, Boden und Biomasse berücksichtigen und Anpassungsstrategien im Hinblick auf die sich ändernden Klimabedingungen beinhalten. Regional konzipierte Modelle wurden gestärkt, die lokale Ursachen und Auswirkungen von Klimaänderungen in der ostafrikanischen Region untersuchen.

Es wurden neue Wege der Einkommensschaffung diskutiert, vor allem auch die Möglichkeit der Nutzergruppen vor Ort, selbst Projektanträge in einem der Programme zu stellen, die in Ostafrika unterstützend tätig sind. Grundlage bietet dazu ein Maßnahmenplan für ein Einzugsgebiet, der die zur Verfügung stehenden Ressourcen integriert.

Um ein theoretisches gleiches Niveau für alle Teilnehmer zu erzeugen, wurden verschiedene Literaturquellen von ausgewählten Seminarteilnehmern im Vorfeld studiert und im Seminar vorgestellt. Der Fokus richtete sich zunehmend vom globalen Blickwinkel zu den lokalen Gegebenheiten vor Ort. Zum einen wurde dadurch ein Bewusstsein für globale Abhängigkeit nicht nur vom Klima, sondern auch vom Wirtschaftsgeschehen geschaffen, zum anderen wurden auf lokaler Ebene Strategien diskutiert, wie den Fragestellungen begegnet werden kann.

In Teileinzugsgebieten wurden Geländebegehungen vorgenommen und partizipative Datenerhebungen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden mit denen des Vorjahres verglichen. Nach Empfehlung der Arbeit des letzten Jahres haben sich die bestehenden Nutzergruppen als eingetragene Vereine registrieren lassen. Damit haben sie bei der Umsetzung der Maßnahmen mehr politisches Gewicht und sie können selbst Projektanträge formulieren, Finanzen erhalten und Projekte implementieren. Abschluss des Maßnahmenplanes bildete eine Liste von potentiellen Projektförderern sowie ein Musterbeispiel eines Antrages, um zur eigenständigen (oder von Beratern unterstützten) Erstellung von Anträgen zu ermutigen.

 

 

Expertenseminar Kabale-Uganda 2

 

 

 

Expertenseminar "Mbale" /// Uganda /// DAAD

 

 

Expertenseminar Mbale-Uganda 1

 

 

 

Am Fuß des Mount Elgon in Westen Ugandas fand das DAAD Expertenseminar “Natural Resource Management and Conflict Resolution” statt. Das Gebiet um den Mt. Elgon liegt auf der Grenze zwischen Kenia und Uganda. Hoher Bevölkerungsdruck im gebirgigen Gelände verursacht einen immer stärker werdenden Druck auf die vorhandenen natürlichen Ressourcen eines fragilen Ökosystems. Geschätzt 2 Mio. Menschen leben in dem Gebiet, bestehende Landnutzungen konkurrieren miteinander, die Landschaft ist bereits so geschädigt, dass es immer wieder zu Todesopfern, verursacht durch Erdrutschunge kommt. Im Gebiet ist ein Nationalpark eingerichtet. Die Grenze ist umstritten, es kommt hier häufig zu Auseinandersetzungen zwischen der lokalen Bevölkerung und der Ugandan Wildlife Authority (UWA), die für die Bewachung des Parks zuständig ist.

Im Seminar wurden die bestehenden Konflikte um die natürlichen Ressourcen mit den relevanten Parteien herausgearbeitet, um einen Rahmen zu schaffen, der bestehende Konflikte aufarbeitet und eine gemeinsame Planung der Nutzung der begrenzten Ressourcen ermöglicht. Hierfür wurde als Grundlage das Prinzip des Watershed management angewendet, ergänzt durch Methoden zur Konfliktanalyse und Konflikttransformation. Vorbereitet und organisiert wurde das Seminar vom CICD der Universität Siegen, der Makerere University, der Kenyatta University, DAAD Alumni Associations Kenya and Uganda, weiter von der African Highlands Initiative (AHI) des World Agroforestry Center (ICRAF) und dem Programm PCCP der UNESCO.

Mit den theoretischen Überlegungen im Hintergrund wurde eine Feldbegehung durchgeführt. Neben dem bildlichen Eindruck vor Ort wurden Interviews mit Betroffenen, mit den örtlichen Vertretern des Local Governments und verschiedener Nutzergruppen durchgeführt.

 

 

Expertenseminar Mbale-Uganda 2

 

 

 

Ergebnisse einer gemeinsamen Feldbegehung gingen in eine Analyse des Konfliktes ein. Dazu wurden verschiedene Methoden angewendet. Es sollte die historische Dimension erfasst werden, um die Entstehung des Konfliktes und die Situation davor zu verstehen. Die verschiedenen Parteien des Konfliktes wurden analysiert und ihre Beziehung untereinander visualisiert. Die verschiedenen Ebenen des Konfliktes wurden ebenfalls analysiert. Die politische Dimension des Konfliktes wurde deutlich herausgearbeitet.

 

Expertenseminar Mbale-Uganda 3

Expertenseminar Mbale-Uganda 4

 

 

 

 

 

 

 

 

Erarbeitet wurden Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise. Vor allem sollen bei einem nächsten Seminar weitere Gruppierungen eingeladen werden, um alle Konfliktparteien zu beteiligen.

 

 

Expertenseminar "Soroti" /// Uganda /// DAAD

 

 

Expertenseminar Soroti-Uganda 1

 

 

 

Vor allem in den ländlichen Regionen Afrikas ist Landwirtschaft die Lebensgrundlage der Bevölkerung. Der Klimawandel hat somit direkten Einfluss auf das Wohlergehen und zum Teil das Überleben der Menschen in diesem Bereich. Auf nationaler Ebene sind in Ostafrika Programme eingerichtet worden, um den Wandel zu untersuchen und mögliche Strategien zu entwickeln (NAPA National Programme on Adaptation to Climate Change). Allerdings geht die Umsetzung der beschlossenen Ziele und Maßnahmen nur schleppend voran. Die Entwicklung des ländlichen Bereiches ist vor allem in den semiariden Gebieten zu verfolgen, da dort größere klimatische Schwankungen erwartet werden.

 

Expertenseminar Soroti-Uganda 2

Expertenseminar Soroti-Uganda 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Seminar zum Thema „community resilience to climate change“ im semi-ariden Osten Ugandas wurden partizipativen Methoden angewendet, um die Vulnerabilität sowie die Resilienz von Bevölkerungsgruppen zu untersuchen. Ein Plan wurde entwickelt, wie aufbauend auf bestehenden Strategien in den betroffenen ländlichen Regionen dem bevorstehenden Klimawandel begegnet werden kann.

Teilnehmer waren neben Wissenschaftlern aus der ostafrikanischen Region (Alumni) auch Vertreter der lokalen Behörden, der Kirche sowie der Bewohner des Untersuchungsgebietes.

 

 

Expertenseminar Soroti-Uganda 4

 

 

 

In der Analyse zeigt sich, dass die ansässige Bevölkerungsgruppe der Teso in der Vergangenheit bereits häufig Überflutungen wie auch Dürreperioden ausgesetzt waren. Zudem wurden sie vor rund 20 Jahren von ihrem Nachbarvolk überfallen und ihrer traditionellen Lebensgrundlage, der Viehhaltung, beraubt. Sie wandten sich nach diesem Schlag vermehrt dem Ackerbau zu und betreiben heute diversen Anbau von Getreide und Gemüse. An diesem Beispiel konnte die Resilienz abgeschätzt und mit in die Planung von weiteren Maßnahmen einbezogen werden. Traditionelles Wissen scheint noch vorhanden, aber in Vergessenheit zu geraten, da es keine Form der Dokumentation gibt.

Der erarbeitete Strategieplan mit den Schwerpunkten Land Management, Frühwarnsystem, und erneuerbare Energien wurde den örtlichen Behörden zur weiterführenden Bearbeitung übergeben. Zur Unterstützung der Umsetzung sowie zur weitergehenden Untersuchung wurden von den Teilnehmern Arbeitsgruppen zur Erstellung von Anträgen gebildet.

 

 

Sommerschule Nairobi /// Kenia /// DAAD

 

 

Sommerschule Nairobi-Kenia 1

 

 

 

Mit der Sommerschule sollte vor allem jungen Forschern die Chance gegeben werden, Probleme rasch wachsender informeller Siedlungen einer afrikanischen Megacity anzugehen. Als Beispiel wurde die kenianische Hauptstadt Nairobi gewählt.

Ziel der Sommerschule war es, forschungsbasierte Herangehensweisen zu entwickeln, um den Herausforderungen der Wasser- und Sanitärversorgung in den Slums zu begegnen und Strategien zu formulieren, die den kenianischen Behörden sowie Entwicklungs-organisationen als Handlungsrichtlinien dienen. In interdisziplinären und multinationalen Teams konzentrierten sich fünf verschiedene Arbeitsgruppen auf Kernthemen der Bereiche Wasser- und Sanitärversorgung in enger Zusammenarbeit mit kenianischen Behörden. Die Sommerschule wurde finanziell und organisatorisch unterstützt vom DAAD und der GIZ, die den Reformprozess des Wassersektors in Kenia berät.

 

 

Sommerschule Nairobi-Kenia 2

 

 

 

Die Sommerschule als Treffpunkt von Universitäten, Organisationen der Entwicklungs-zusammenarbeit, ausführenden Behörden sowie der Bewohner der Slums erarbeitete Strategien und Empfehlungen, um der unzureichenden Versorgung im Wasser- und Sanitärbereich zu begegnen. Arbeitsgruppen unternahmen Feldbegehungen und erarbeiteten jeweils Empfehlungen und Vorschläge, die im Plenum vorgestellt, diskutiert und zu einer Ergebnispräsentation vereint wurden. Die Teilnehmer bewiesen trotz unterschiedlicher Herkunft, Bildungsstand und Tätigkeitssektor ihre Fähigkeit, kooperativ und zielgerichtet zusammen zu arbeiten. Vor allem die direkte Zusammenarbeit mit Vertretern der Slumbewohner und den behördlichen Akteuren sind als fundamental für den Erfolg der Sommerschule zu sehen.

Die armutsorientierte Reform des Wassersektors wird von der von der gerade verabschiedeten kenianischen Verfassung mit einem explicit formulierten Recht auf Wasser und Sanitärversorgung unterstützt. Daher soll der verantwortliche öffentliche Dienstleister für Wasser- und Sanitärversorgung, die Nairobi Water Company, weiter gestärkt werden, und zwar personell im technischen wie im sozialen Sektor. Weiterführende Forschungsziele wurden definiert und Anträge sollen bei verschiedenen Einrichtungen gestellt werden, wie DAAD, Volkswagenstiftung, RUFORUM und der EU. Teilnehmer plädierten für vergleichende Veranstaltungen in anderen Großstädten der Region wie Kampala oder Dar es Salaam. Kontakte zu den GIZ Büros in den beiden Städten sind bereits geknüpft, Vertreter der GIZ Uganda waren als Alumni Teilnehmer des Seminars.

 

 

 

 

GAWN /// weltweit /// DAAD

 

 

 

GAWN weltweit

 

 

 

Das German Water Alumni Network (GAWN) ist ein Zusammenschluss von deutschen Hochschulen in einem Konsortium, das vom CICD koordiniert wird. Als erstes fachliches Netzwerk des DAAD wird GAWN seit 2006 vom DAAD gefördert.

GAWN bietet deutschen Hochschulen und ihren internationalen Alumni aus dem Wassersektor die Möglichkeit, ihre Kooperationen mit Universitäten, Unternehmen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland und in den Partnerländern zu stärken. Derzeit gehören rund 500 Alumni aus über 40 Ländern sowie zehn deutsche Universitäten, der DAAD und das IPSWaT- Programm des BMBF zum GAWN-Netzwerk . Die Alumni stammen in der Regel aus Entwicklungs- und Schwellenländern, haben an einer deutschen Hochschule einen Studienabschluss erworben oder mindestens drei Monate an einer deutschen Hochschule als Wissenschaftler studiert, geforscht oder gearbeitet.

2011 wurde der Übergang von GAWN in eine Arbeitsgruppe "GAWN" des DWA-Fachausschussses BIZ-11 "Internationale Zusammenarbeit" beschlossen. Die GAWN-Datenbank wird in das Alumniportal Deutschland integriert.

Von dem Übergang in eine Arbeitsgruppe der DWA erhofft sich GAWN einen größeren Bekanntheitsgrad und breitere Kommunikation seiner Aktivitäten, auch im Hinblick auf die Einrichtungen der EZ sowie die im Ausland tätigen Unternehmen und Verbände. Ein breiterer Fluss von fachlichen Informationen für die Alumni und der Kontaktaufbau zu Firmen als Sponsoren von Seminaren werden angestrebt. Zudem soll für Angebote vor allem im Bereich der beruflichen Bildung in Deutschland geworben werden.