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Katalog der UB Siegen

Jahresbericht 2012-2014

 

CapWEM

(Capacity Development in Water Engineering and Environmental Management)

/// Lateinamerika /// EU ALFA 

 

 

    Projekttreffen Costa Rica

          Projekttreffen in Costa Rica 

 

CapWEM steht für „Capacity Development in Water Engineering and Environmental Management“ und war ein Gemeinschaftsprojekt von Universitäten aus acht Ländern in Lateinamerika und Europa: Argentinien, Brasilien, Chile, Costa Rica, El Salvador, Paraguay, Portugal und Deutschland. Die Koordination lag bei der Universität Siegen unter der Projektleitung von Professor Steinbrecher, unterstützt durch Professor Roth.

CapWEM lief über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren von 2011 bis 2014. Die finanzielle Förderung erfolgte aus dem EU-Programm ALFA der Generaldirektion EuropeAid und belief sich auf 1,2 Mio. Euro. ALFA steht für "América Latina - Formación Académica" und ist ein Programm zur Förderung der institutionellen Kooperation zwischen den Hochschulen in der Europäischen Union und Lateinamerika.

Zentrales Ziel des Projektes war die Erweiterung der fachlichen Kompetenzen im Themenbereich Wasser und Umwelt in den lateinamerikanischen Partnerländern. Erreicht werden sollte dieses Ziel durch die intensive Kooperation zwischen den Partnern und die Bildung von Netzwerken innerhalb Lateinamerikas sowie zwischen Lateinamerika und Europa.

Ausgangspunkt für die formulierte Zielsetzung war die Tatsache, dass viele lateinamerikanische Länder vor enormen Herausforderungen hinsichtlich der Sicherstellung hinreichender Wasserqualität, der gerechten Verteilung des Zugangs zu sauberem Wasser und der Abwehr gegenüber Katastrophen wie Überschwemmungen, aber auch Dürren stehen. Hochschulen spielen eine entscheidende Rolle in dem Prozess, diesen Herausforderungen zu begegnen. In den Hochschulen werden die zukünftigen Fachkräfte ausgebildet. Hochschulen sollten aber auch im Rahmen der Forschung und Weiterbildung die aktuellen Fachkräfte mit neusten Erkenntnissen versorgen. Um eine entsprechende Wirkung in die Gesellschaft zu entfalten, müssen sich die Hochschulen öffnen und mit Behörden und Unternehmen zusammenarbeiten. Auch sollten sie den Prozess unterstützen, in der Gesellschaft das Bewusstsein für den Umweltschutz und den angemessenen Umgang mit der Ressource Wasser zu schärfen.

Vor diesem Hintergrund hat CapWEM seine Aktivitäten in unterschiedlichen Arbeitsgruppen organisiert. Diese arbeiteten zu den Themen Verbesserung der Hochschulausbildung in den Bachelor-, Master- und Promotionsprogrammen; Etablierung von Weiterbildung in den Hochschulen; Förderung der Kooperation zwischen Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen durch Technologie-Transfer, Richtlinien- und Normenentwicklung sowie Umweltkampagnen; Verbesserung des Risikomanagements, insbesondere in grenzüberschreitenden Wassereinzugsgebieten.

 

 Staudammbesichtigung

       Staudammbesichtigung in Paraguay 

 

Die Curricula der einschlägigen Studienprogramme an den Partneruniversitäten wurden überprüft und modernen Anforderungen angepasst. Ein Vorschlag für ein gemeinsames Promotionsstudium wurde erarbeitet. In der Partneruniversität von San Salvador wurde ein umfassendes Weiterbildungsprogramm für Ingenieurinnen und Ingenieure erarbeitet und mit mehr als 200 Personen durchgeführt. Auch die Etablierung eines Technologie-Zentrums an der Universität konnte erreicht werden. An allen Partneruniversitäten wurden Seminare durchgeführt. Die Kooperation zwischen Hochschulen, Regierungsinstitutionen und Privatwirtschaft konnte erheblich verbessert werden. In Paraguay führten die Aktivitäten zur Einführung eines grenzüberFschreitenden Hochwasser-Risikomanagementsystems mit Argentinien.

 

  Uferbefestigung

        Uferbefestigung in Paraguay 

 

Die intensive Zusammenarbeit über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren war mit vielfältigen Erkenntnissen und Erfahrungen verbunden. Die insgesamt sieben Projekttreffen führten das CapWEM-Team an alle beteiligten Hochschulen, so dass landes- und hochschulspezifische Problemstellungen ebenso wie vorgefundene Lösungsansätze berücksichtigt werden konnten. Eine große Anzahl Studierender und Berufstätiger profitierte von den Aktivitäten.

Die wesentlichen Ergebnisse des Projektes wurden in der Schriftenreihe „CapWEM Series“ veröffentlicht. Die Bände der Schriftenreihe stehen als download zur Verfügung.

 

  Feldbegehung Argentinien

        Feldbegehung in Argentinien 

 

Die Projektbeteiligten hoffen, mit den Aktivitäten im Rahmen von CapWEM einen Beitrag  zur sozio-ökonomischen Entwicklung Lateinamerikas geleistet und den Akteuren Unterstützung gegeben zu haben, den Herausforderungen beim Thema Wasser und Umwelt besser begegnen zu können.

 

 

STIFF FLOP

(STIFFness controllable Flexible and Learnable manipulator for surgical Operations)

/// Europa /// EU

 

 

 

    STIFF-FLOP Logos 

 

STIFF-FLOP ist ein über vier Jahre mit 7,35 Millionen Euro finanziertes EU Projekt (7. Rahmenprogramm) mit Teilnehmern aus Deutschland, England, Israel, Italien, Polen und Spanien. Es hat zum Ziel die Einschränkungen bestehender Robotersysteme in der minimal-invasiven Chirurgie zu überwinden, die es für moderne laparoskopische und robotergestützte chirurgische Systeme, aufgrund des minimalen Zugangs, des Mangels an haptischer Rückkopplung und Schwierigkeiten mit starren Roboterwerkzeugen innerhalb des operativen Bereichs gibt. Das STIFF-FLOP Team stellt sich dieser wissenschaftlichen und technologischen Herausforderung und sucht nach Lösungswegen. Bestehende Roboter-Manipulationskonzepte mit ihren Nachteilen auf dem Gebiet der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit unter unerwarteten Bedingungen sollen hin zu einer flexiblen Robotik entwickelt werden. Der Designansatz für ein neues weiches flexibles Manipulationsgerät orientiert sich an biologischen Manipulatoren, wie dem Elefanten und dem Tintenfisch. Diese können Rüssel bzw. Arm entsprechend der Situation individuell steuern und versteifen. Das neue System soll lernen, wie es sich in unbekannter Umgebung anpasst und bewegt, ohne angrenzendes Gewebe bzw. Organe zu stark zu belasten. Durch Sensoren sollen Wechselwirkungen mit der Umgebung erfasst und beim Vortasten berücksichtigt werden. Somit entsteht ein neuer Ansatz, der die Grundlage für kognitive Robotersysteme bilden wird. Um die Machbarkeit zu demonstrieren, wird das neue System mit Unterstützung des Europäischen Verbandes für Endoskopische Chirurgie (EAES) und drei international führenden Instituten (Guy’s Hospital, London, University of Turin, St. Thomas Hospital, London) getestet.

 

Kick-off London

     Kick-off Meeting, London 

 

STIFF-FLOP startete im Januar 2012 mit einem Kick-off Meeting in London.

In den Jahren 2012 – 2014 folgten dann weitere Treffen mit entsprechenden Forschungsschwerpunkten.

 

Termin

Veranstaltungsort

Thema

21.05.-23.05.2012

London,UK

ROS-Workshop

(Software Entwicklung)

01.10.-03.10.2012

Pisa,Italien

Technical Meeting

03.12.-06.12.2012

07.12.2012

Zabrze, Polen

Zabrze, Polen

Surgical workshop

Medical Robots Conference

04.03.-06.03.2013

London, UK

Pre-Review Meeting

08.04.-10.04.2013

Genua, Italien

Review Meeting 1.

04.,09.-11.09.2013

Montpellier, Frankreich

Summer school on medical robotics

21.10.-25.10.2013

Siegen, Deutschland

Workshop on Imaging

27.01.-28.01.2014

London, UK

Pre-Review Meeting

24.03.-27.03.2014

Leuven, Belgien

Review-Meeting 2

19.05.-20.05.2014

London, UK

Workshop on Integration

11.09.-12.09.2014

London, UK

Interim Workshop on Integration


 

Auch der einwöchige Workshop an der Universität Siegen wurde zur internationalen Verständigung zwischen Wissenschaftlern und dem erfolgreichen Fortschreiten des Projektes genutzt. Das hiesige Projektteam erntete viel Lob für die gute Organisation und das interessante Veranstaltungsprogramm.

In 2015 werden noch folgende Projekttreffen stattfinden, wobei die Universität Siegen die Autumn School in Turin im November organisieren wird. Im Dezember wird dann das Projekt auslaufen.

 

 

Termin

Veranstaltungsort

Thema

 

04.02.-07.02.2015

Warschau, Polen

Integration neuer Forschungsergebnisse /Integration des Vision Systems

23.02.2015

London, UK

 

Pre-Review

09.03.-19.03.2015

London, UK

Großer Integration Workshop; Review Meeting 3

08.11.-14.11.2015

Turin, Italien

 

STIFF-FLOP autumn school

23.11.-26.11.2015

Warschau, Polen

Integration and testing of new imaging algorithms

07.12-12.12.2015

London, UK

 

Final Review Meeting 4

 

 

Hochschulkooperation EAST ASIA

(Capacity Building in Environmental Engineering, Monitoring and Management)

/// Laos, Thailand, Vietnam /// DAAD 

  

 

Das Projekt startete im Jahre 2011 und hatte zum Ziel, das erste internationale Masterprogramm „Environmental Engineering and Management“ (E2M) an der National University of Laos (NUoL) in Vientiane mit Hilfe eines Netzwerks von Hochschulen und Experten aus der Region Süd-Ost-Asien zu verstetigen. Die Water Resources University (WRU), Hanoi, Vietnam, und das Sirindhorn International Institute of Technology (SIIT), Bangkok, Thailand, konnten zur Unterstützung für die Lehre als auch für die Ausbildung der Dozenten gewonnen werden. Im Jahre 2012 wurde als Partner die Universität in Battambang, Kambodscha, zusammen mit einer kleinen Firma (COMPED) mit eingebunden. Die Fortbildung an den Partnerhochschulen (Hospitation) und an der NUoL (Coaching) sowie eine jährliche Exkursion mit studienrelevanten Zielen dienten während des gesamten Projektverlaufs der Dozenten- und Studentenfortbildung.

Nachdem im Jahre 2011 in Laos Staudämme unter den Themen „Umweltverträglichkeit“, „Impact Assessment“, „Soziale Auswirkungen durch Umsiedlung“ und „Energie“ besichtigt wurden, fand im Jahre 2012 die Exkursion in Kambodscha statt.

 

  Reispflanzer

        Reispflanzer 

 

Hier wurde eine Reismühle besucht, um den Studierenden die Problematik der Energieversorgung und entsprechende Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Zuverlässige und erschwingliche Elektrizitätsversorgung ist eines der größten Probleme in Kambodscha. Lediglich 24 % der Bevölkerung haben einen Zugriff auf Elektrizität, wobei es eine große Kluft zwischen Stadt und Land gibt. 70 % der Landbevölkerung sind nicht an das Stromnetz angeschlossen. Hier sind Diesel-/Schwerölkraftwerke die Hauptenergielieferanten. Dies führt zu einer hohen Abhängigkeit und damit zu hohen Kraftstoffkosten. Die Alternative hierzu ist die Energiegewinnung aus einer Reis-Biomasse. Dieses Verfahren verzeichnet seit 2007 erhebliche Erfolge.

 

  Verwaltung Battambang

        Verwaltung in Battambang, Kambodscha 

 

  Umgebung Battambang

        Ländliche Umgebung von Battambang, Kambodscha 

 

Ein weiteres Ziel war eine Wasseraufbereitungsanlage, die 1993 von der SAWA Organisation mit Hilfe der EU in Battambang gebaut wurde. Sie hat ein Fassungsvermögen für 2.400 Haushalte bzw. 10.000 – 12.000 Personen der drei Kommunen Sangkat Svay Por, Sangkat O’Char und Sangkat Chamkar Samrong. Hier konnten die Studierenden die Technologie einer natürlichen Aufbereitungsanlage für eine mittelgroße Stadt wie Battambang kennenlernen.

Ebenfalls wurde ein öffentliches Abfallentsorgungszentrum in Battambang besucht, das von 2009 – 2012 vom BMZ und der Thueringa-Cambodia Association, Deutschland, im Rahmen eines Projektes finanziert wurde. Die Stadtverwaltung Battambang stellte der Firma COMPED dafür kostenlos ein Gelände zur Verfügung. Durch diese Besichtigung sollte den Studierenden aufgezeigt werden, wie man organischen Müll entsorgen, wieder verwenden und sogar davon profitieren kann.

 

  Hanoi

        Hanoi, Vietnam 

 

Im September 2013 wurden in Hanoi und Halong Bay, Vietnam, Anlagen der Müllentsorgung und Brauchwassergewinnung besucht. An dieser Veranstaltung nahmen Wissenschaftler der WRU, des SIIT, der NUoL, Professor Roth vom ZEW / CICD der Universität Siegen sowie 16 Studierende der NUoL teil.

Der Schwerpunkt der geplanten Maßnahmen im Jahre 2013 lag auf der praktischen Betreuung der Studierenden während ihres Studiums und der Weiterbildung und Stärkung der Forschungsfähigkeit der Dozenten der NUoL. Dort wird Forschung im Ingenieurbereich kaum betrieben und wurde somit zum zentralen Projektthema.

Im Jahre 2014, dem letzten Projektjahr, wurde die Exkursion von Professor Roth vom ZEW / CICD der Universität Siegen zusammen mit den Partnern des SIIT geplant und durchgeführt. Es nahmen erneut die Projektpartner sowie 14 Studierende der NUoL an der Veranstaltung teil. Besucht wurden diesmal Anlagen der Abfallentsorgung, der Wasserversorgung und -aufbereitung im Umland von Bangkok.

Darüber hinaus nahm Professor Roth mit den Dozenten der NUoL, des SIIT und der WRU die Abschlussprüfungen der Masterthesis an der NUoL ab und stellte Anträge im DAAD Programm „Praxispartnerschaften mit Hochschulen und Unternehmen in Deutschland und in den Entwicklungsländern“ mit dem Thema „Teaching and Research close to Practice“ sowie im DAAD Programm „Fachbezogene Partnerschaften mit Hochschulen in Entwicklungsländern ab 2015“ mit dem Thema „Establishment of a Master Programme in Hydraulic Engineering“. Beide Anträge wurden bewilligt.

 

  Bangkok

       Bangkok, Thailand 

 

Während der gesamten Projektlaufzeit bestanden die Aktivitäten des ZEW / CICD der Universität Siegen im Abhalten von Unterrichtsmodulen, im Management des Projektes, in der Koordination der Maßnahmen, der Budgetplanung, -überwachung und -abrechnung.

Auf dem Abschlusstreffen im November 2014 wurden die Projektergebnisse einem breiten Publikum an der NUoL präsentiert. Die geplanten Maßnahmen, deren Schwerpunkt auf der praktischen Betreuung der Studierenden während ihres Studiums und der Weiterbildung der Dozenten aus Laos lag, wurden erfolgreich durchgeführt. Somit kann der Studiengang in Zukunft ausschließlich durch Lehrende der NUoL stattfinden. Außerdem konnten bestehende Kontakte zu Institutionen und Firmen der deutschen Wirtschaft gefestigt werden, die nach Aussage der Deutschen Botschaft, Laos gerade erst als Partner entdecken.

 

 

Hochschulkooperation Sambia /// Sambia /// DAAD 

 

 

  Viktoriafälle

           Viktoriafälle an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia (Weltkulturerbe) 

 

Die Zielsetzung des Projektes war u. a. die Unterstützung der beiden Universitäten in Sambia - The University of Zambia (UNZA) in Lusaka und Copperbelt University (CBU) in Kitwe - bei der Einrichtung eines Masterprogramms „Environmental Engineering, Monitoring and Management“ (E2M2) entsprechend den Bologna Prinzipien. Um den internationalen Charakter des Masterprogramms durch die Einbeziehung internationaler Dozenten zu gewährleisten, förderte der DAAD dieses Hochschulkooperationsprogramm seit 2009.

Im Juli 2012 fand der siebte Workshop im Gesamtprojekt in Lusaka, Sambia statt. Schwerpunkte waren die Fertigstellung des Masterprogramms, die weitere Vorgehensweise bei der Implementierung des Programms in den Partnerhochschulen und die Suche nach weiteren Finanzierungsquellen.

Ebenfalls wurde ein Antrag mit dem Titel „Capacity Development in Sustainable Energy Management (SMa)“ im Edulink-Programm der EU erstellt. Er basierte auf dem Masterkurs „Environmental Engineering, Monitoring and Management“ aus dem Projekt Hochschulkooperation Sambia. Es handelte sich um die Einrichtung eines Masterprogramms an der UNZA in Lusaka, Sambia, unter Mitwirkung der Universität in Dar-es-Salaam, Tansania, der Kenyatta Universität in Nairobi, Kenia, der Makarere Universität in Kampala, Uganda, und der Universität Siegen als Antragsteller. Obwohl der Antrag mit mehr als 30 Punkten über der zunächst vorhergesagten Beurteilungsschwelle lag, wurde er von der EU für eine Förderung leider nicht ausgewählt.

Ende November/Anfang Dezember 2012 wurde im achten Workshop in Kitwe, Sambia, ein Fazit über das Gesamtprojekt gezogen. Die deutsche Botschaft unterstützte die Projektaktivitäten anfänglich durch deutsche Sprachkurse an der UNZA. Mittlerweile werden sie vom Personal der UNZA selbst abgehalten. Dies gibt einen zusätzlichen Deutschbezug zu dem geplanten Ingenieurstudiengang und erzeugt einen entwicklungspolitischen Nutzen. Dem Masterprogramm „Environmental Engineering, Monitoring and Management“ wird seitens der Deutschen Botschaft in Lusaka ein hoher Stellenwert beigemessen. Er ist an der Copperbelt University (CBU) in Kitwe genehmigt worden und wird seit 2013 beworben. Experten der UNZA wirken für einige Veranstaltungen hier unterstützend mit. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die gesetzten Ziele vollständig erreicht wurden und ein „Export deutscher Studiengänge“ auch mit einem kleinen Budget durchführbar ist.

Am 31.12.2012 endete das Projekt nach vier Jahren Laufzeit. Anfänglich wurde es von den Professoren Förch und Roth aus der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen gemeinschaftlich durchgeführt, bis Professor Förch aus Altersgründen aus dem Hochschuldienst ausschied und im Juni 2012 die Leitung des ZEW / CICD an Professor Roth abgab. Ab diesem Zeitpunkt übernahm Professor Roth überwiegend das Projektmanagement.

 

 

Praxis Sambia

(Praxispartnerschaften mit Hochschulen und Unternehmen in Deutschland und in Entwicklungsländern)

/// Sambia /// DAAD 

 

 

 Abschlusstreffen

       Abschlusstreffen Corporate Graduate Link Programme in Lusaka, mit deutschem Botschafter zu Sambia (o. r.)  

  

Von 2012 bis 2014 hat das ZEW / CICD der Universität Siegen zusammen mit der University of Zambia und der Copperbelt University in Sambia im Rahmen des DAAD „Praxispartnerschaften Programms“ das Projekt „Corporate Graduate Link Programme“ durchgeführt, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wurde.

Am Kooperationsprojekt beteiligten sich neben der Universität Siegen und den beiden sambischen Universitäten auch die IHK Bodensee-Oberschwaben, die IGM Geophysik GmbH aus Überlingen, die sambische Industrievertretungen Zambia Association of Chambers of Commerce and Industry, die Zambia Consolidated Copper Mines Investments Holdings sowie die Konkola Copper Mines in Sambia.

Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK), der Zambian Association of Chambers of Commerce and Industry (ZACCI) sowie Unternehmen aus Sambia und Deutschland wurde vor allem die bessere Vernetzung zwischen Handelskammern, Unternehmen und Hochschulen sowohl in Sambia als auch zwischen Deutschland und Sambia angestrebt. Mit Auslauf des Projektes Ende 2014 zogen die Beteiligten eine positive Abschlussbilanz.

Existierende Postgraduiertenprogramme an den beiden sambischen Hochschulen wurden gemeinsam mit Vertretern der Handelskammern und Industrie überarbeitet und mit Praxiselementen wie Praktika angereichert. Vertreter der Industrie formulierten den jeweiligen Bedarf bzw. die Erwartungen, die sie an Universitätsabgänger stellen. Für die Universitäten ergaben sich in der Diskussion neue Forschungspotentiale. Entsprechend den wachsenden Ansprüchen der sambischen Industrie wurden dem Senat der University of Zambia neue Studiengänge vorgeschlagen.

 

  Informationspunkt

        Informationspunkt bei der Zambian Association of Chambers of Commerce and Industry 

 

Eine webbasierte Plattform wurde erarbeitet und an der University of Zambia installiert, um in Sambia Unternehmen mit Praktikumsstellen, Studenten und deren Institute mit ihren jeweiligen Forschungsaufgaben zu vernetzen. Die Zambian Association of Chambers of Commerce and Industry hat mit Projektunterstützung einen landesweiten Informationspunkt eingerichtet, um Angebot und Bedarf von Praktikumsstellen oder auch Forschungskooperationen zu vermitteln.

 

  Kupfermine 1

        Besuch einer Kupfermine im Norden Sambias 

 

In Sambia wie auch in Deutschland wurden Industriepartner identifiziert, an denen berufsbegleitende Praktika ausgeführt wurden. Von 2012 bis 2014 absolvierten insgesamt 13 sambische Studenten und Doktoranden Praktika in deutschen Unternehmen. Die Beweggründe der gastgebenden Unternehmen waren vielfältig: Von der Energieversorgung über den Bergbau bis in die Landwirtschaft suchten Unternehmen nach Kontakten für den Marktzugang in Sambia. Andere nutzten das Projekt, um Erfahrungen mit der Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter zu sammeln. Angesichts des langfristig hohen Bedarfs an Ingenieuren in der Region Bodensee-Oberschwaben ein lohnendes Engagement. Die Unternehmen berichteten, dass die Praktikanten fachlich uneingeschränkt qualifiziert waren und eine hervorragende Leistung erbrachten. Schwieriger war jedoch meist die Einbindung der neuen Kollegen in das fremde, deutsche Alltagsleben. Jedes Unternehmen mit Interesse an der Zusammenarbeit mit sambischen Partnern erhält nunmehr über das etablierte Netzwerk Kontaktmöglichkeiten zu Unternehmen und Hochschulen.

 

 

Kura River Konfliktprävention in der Region Südkaukasus/Zentralasien /// Südkaukasus/Zentralasien/Moldau /// DAAD 

 

 

  Kura River

        Flussbett des Kura 

 

Das langfristige Ziel dieses Projektes sollte die Erarbeitung und Umsetzung von Strategien im Hinblick auf die Wasserversorgung der Anrainerstaaten des Flussgebietes Kura sein.

Die Kura entspringt im Nordosten der Türkei, fließt durch Georgien bis sie in Aserbaidschan ins Kaspische Meer mündet. Sie wird für Stauseen und Wasserkraftwerke, Landwirtschaft, Industrie und Privathaushalte im Südkaukasus genutzt. Schon zu sowjetischen Zeiten wurde der Fluss durch Schwermetalle, wie Kobalt, Zinn, Nickel und Cadmium, aus den Bergbauregionen des heutigen Georgiens stark verschmutzt. Schlechte Abwasserentsorgung und -aufbereitung tun bis heute ihr Übriges. Hinzu kommt steigender Wasserbedarf durch Klimaveränderung, Bevölkerungszuwachs und einen höheren Lebensstandard. Dies alles erfordert ein grenzübergreifendes Wassermanagement, um auch den Frieden zwischen den zahlreichen ethnischen, religiösen und kulturellen Gruppen Armeniens, Aserbaidschans und Georgiens zu festigen.

Das Projekt wurde im Jahre 2012 von Professor Förch, dem damaligen Geschäftsführenden Direktor des ZEW / CICD beantragt und im Jahre 2013 von Professor Roth, dem neu gewählten Direktor übernommen. Aufgrund der Projektübergabe entstand eine zeitliche Verschiebung des Projektablaufs.

Zu Projektbeginn sollte die gegenwärtige Situation der Wasserressourcen im Flussgebiet, die Probleme und Möglichkeiten, wie regelmäßige Überwachung des Umweltzustandes des Flussgebietes sowie die Kommunikation zwischen den Nutzerstaaten, erörtert werden.

Dementsprechend fand im ersten Schritt des Programms im November 2013 ein mehrtägiges Seminar in Baku, Aserbaidschan, statt, das von Professor Roth und Dipl.-Geogr. Ruger Winnegge, einem Mitarbeiter des ZEW / CICD, vorbereitet wurde. Die 30 teilnehmenden internationalen Wissenschaftler diskutierten intensiv über die Vorträge von Professor Roth, neun Forschern aus Aserbaidschan und einem Forscher aus der Türkei. Aufgrund des regen Austausches war das Seminar als Erfolg zu verzeichnen.

Die beantragte Hochschulkooperation mit der Architecture and Construction University of Azerbaijan wurde leider nicht genehmigt, so dass es zu keiner Fortführung des Projektes mit den Projektabschnitten zwei und drei kam:

 

  • Einmonatiger Aufenthalt deutscher Wissenschaftler am Partnerinstitut in Aserbaidschan
  • Abschlussseminar in Deutschland oder Georgien im Jahre 2014

 

 

Projektbezogener Personenaustausch mit der VR China /// VR China /// DAAD 

 

 

  Drache

 

 

Mit den DAAD Programmen des Projektbezogenen Personenaustausches (PPP) werden die Wissenschaftsbeziehungen zwischen deutschen und ausländischen Einrichtungen gestärkt, partnerschaftliche Forschungsaktivitäten gefördert und gemeinsame, bi-nationale Forschungsprojekte von hohem wissenschaftlichem Niveau unterstützt. Da die Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses von vorrangiger Bedeutung ist, werden lediglich Projektmittel für Beförderung und Aufenthalt bei ausländischen Partnereinrichtungen im Rahmen des Forschungsvorhabens zur Verfügung gestellt.

Das PPP mit China fand unter dem Titel „A compressive sensing based approach for mapping, scene modeling and stereoscopic representation based on semantic point-cloud reconstruction for indoor mobile robot applications” in den Jahren 2012 und 2013 statt. Projektverantwortliche waren Professor Roth von der Universität Siegen und Professor Baocai Yin von der Beijing University of Technology.

Das Ziel des Kooperationsprojekts war die Entwicklung einer neuen Methode zur Erstellung einer Umgebungskarte für mobile Roboter. Hierbei kamen eine PMD/CCD Kamera sowie kooperative Messverfahren zum Einsatz. 

 

 

ERASMUS PRAXIS /// Europa /// EU 

 

 

  Erasmus Praxis

 

 

Erasmus PRAXIS war ein Anschlussprojekt der EU an „Multinational Undergraduate Team Work“ (MUTW), das zwar von 2009-2011 über das ZESS der Universität Siegen lief, aber hauptsächlich vom ZEW / CICD durchgeführt wurde. Die Aufgabenstellung von PRAXIS war es, in Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Studierenden eine Internetplattform für Projekte und Praktika des europäischen Marktes zu schaffen.

Im November 2011 startete das Projekt mit einem Kick-off-Meeting beim Projektkoordinator, dem Instituto Superior de Engenharia do Porto (ISEP) in Portugal. 63 Projektteilnehmer von 44 Partnerinstituten aus ganz Europa, darunter Professor Roth vom ZEW / CICD, nahmen daran teil. In den Jahren 2012-2014 fanden dann Workshops in Polen, Finnland, Rumänien, Bulgarien und Italien statt.

Das Ergebnis der jahrelangen Arbeit ist unter http://www.praxisnetwork.eu zu finden. Zum Besuch dieses europäischen virtuellen Marktes für Projekte und Praktika werden hier Studierende, Arbeitgeber, Forschungszentren, Lehrer, Hochschulen und Unternehmen auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik, Wissenschaft, Ingenieurwesen und anderen Studiengebieten eingeladen. PRAXIS ist damit das Tor zu jungen Talenten und das Tor zum europäischen Arbeitsmarkt.

Für die Studierenden liegen die Vorteile im Zugang zu realen Projekten/Praktika, die sie wirklich interessieren und die auf dem neuesten Stand der Technik sind. Es bestehen  Möglichkeiten, sich internationalen Teams anzuschließen, Teamarbeit in einem internationalen Umfeld zu erleben, soziale Kompetenz zu entwickeln und den eigenen Lebenslauf mit einer internationalen Praxis Erfahrung zu ergänzen.

Für die Firmen liegen die Vorteile darin, die interessiertesten und kompetentesten Studierenden anzuwerben, junge Talente über die nationalen Grenzen hinaus zu akquirieren, um die besten Studierenden in Europa zu bekommen und damit von neuen Ideen der jüngeren Generationen zu profitieren.

Für die Hochschulen liegen die Vorteile darin, die Studierenden anzuregen über ihre berufliche Zukunft nachzudenken, sie auf den europäischen Arbeitsmarkt aufmerksam zu machen und die Kluft zwischen Hochschuleinrichtungen und Unternehmen zu schließen.

 

 

GAWN /// weltweit /// DAAD 

 

 

  Halde Hoppenbruch

        Halde Hoppenbruch, Windkraftpark, Herten 

 

Das German Alumni Water Network (GAWN) ist ein Zusammenschluss von deutschen Hochschulen in einem Konsortium, das vom CICD koordiniert wird. Ursprünglich vom DAAD gefördert, ist GAWN seit 2012 eine Arbeitsgruppe der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) im Fachausschuss BIZ-11 "Internationale Zusammenarbeit". Die konstituierende Sitzung der AG BIZ-11.2 fand am 15. November 2012 statt. In 2013 und 2014 wurden die jährlichen Treffen vom CICD geleitet.

Für die Arbeitsgruppe sind folgende Ziele festgelegt:

 

  • Zusammenführen ausländischer Alumni deutscher Universitäten, die im Wassersektor tätig sind
  • Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Alumni, akademischen Institutionen, Unternehmen und Organisationen
  • Koordination von Aktivitäten der Konsortiumsmitglieder (Sommerschulen, Expertenseminare)
  • Ausbau der Datenbank mit Kontaktdaten von & für Alumni und Alumnae
  • Unterstützung der Alumni bei der Suche potentieller Kooperationspartner und früherer Kollegen.

 

GAWN bietet deutschen Hochschulen und ihren internationalen Alumni aus dem Wassersektor die Möglichkeit, ihre Kooperationen mit Universitäten, Unternehmen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland und in den Partnerländern zu stärken. Die Alumni stammen in der Regel aus Entwicklungs- und Schwellenländern,  haben an einer deutschen Hochschule einen Studienabschluss erworben oder mindestens drei Monate an einer deutschen Hochschule als Wissenschaftler studiert, geforscht oder gearbeitet.

Die GAWN-Datenbank ist als Gruppe im Alumniportal Deutschland integriert. Das Netzwerk stellt seine Aktivitäten auf einer „Mini Webseite“ im Rahmen des Alumniportal Deutschlands dar www.gawn.alumniportal.com.

Im Rahmen des Netzwerkes GAWN hat das CICD von 2012 bis 2014 folgende vom DAAD geförderten und vom BMZ finanzierte Seminare durchgeführt:

 

  • "Capacity Building in Integrated Watershed Management for Sustainable Natural Resource Management and Conflict Transormation in Transboundary Mountainous Ecosystems of Eastern Africa", Mt. Elgon, Mbale/Uganda, Februar 2012 
  • "Adaptation to Climate Change Stresses in Sudan to Achieve National Development Goals of Water Security and Food Security", Khartoum/Sudan, September 2012
  • "Water and Energy in South East Asia", Ho Chi Minh City/Vietnam, März 2012
  • "Science meets Economy - Water and Waste Water Management" in Kombination mit der internationalen Messe IFAT India Mumbai/Indien, Oktober 2013 
  • "Water Use Conflicts - Integrated Watershed Management for sustainable utilisation of natural resources for conservation, agriculture and tourism", Tsavo West National Park Kenya, August 2013 und Mai 2014 

 

 

Alumniseminar "Water and Energy in South East Asia" /// Vietnam /// DADD 

 

 

Gruppenfoto 1

      Gruppenfoto an der Vietnamesian-German-University

 

Vom 25.03. – 02.04.2012 organisierte das CICD gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft der Ruhr-Universität Bochum, der Nong Lam University in Ho Chi Minh City, der Faculty of Water Resources Economics der Water Resources University Hanoi, dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), das Expertenseminar.

Im Fokus des Seminars stand der Erfahrungsaustausch und der Auf- und Ausbau persönlicher Kontakte zwischen Alumni aus der Region, deren berufliche Schwerpunkte im Bereich der Wasser-, Energie- und Umwelttechnik liegen.

 

Dafür sollten folgende Ziele erreicht werden:

 

  • Vermittlung praktischer Kenntnisse zur Anpassung deutscher Technologien sowie Austausch von Erfahrungen in den Bereichen Abwasserbehandlung und erneuerbarer Energien in tropischen Ländern

 

  • Darstellung des aktuellen Standes der technischen, ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Wasser- und Energiesektoren in Vietnam, Laos und Kambodscha.

 

  • Diskussion über Möglichkeiten zur Kooperation in Forschung und Entwicklung im Gebiet der Abwasser , Energie und Umwelt zwischen den beteiligten Ländern.

 

  • Gründung eines fachlichen DAAD-Vereins auf dem Gebiet der Wasser-, Energie- und Umwelttechnik für die Alumni in Vietnam, Laos und Kambodscha

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Inhaltlich war das beantragte Seminar in drei Themenblöcke untergliedert. Im Ersten wurden praktische Erfahrungen und Forschungen in Deutschland zur Anpassung der Abwassertechnologie an Bedingungen tropischer Länder, wie Vietnam, Laos und Kambodscha, aufgezeigt. Dabei sollte nicht nur die technische Seite berücksichtigt werden, sondern auch die administrativen und ökonomischen Rahmenbedingungen, wie z. B. Gesetze, Verordnungen, fachliche Ausbildungsstrukturen oder Durchsetzbarkeit von Gebühren.

 

Der zweite Block befasste sich mit Wasserresourcenmanagement für die Landwirtschaft. Thematisiert wurden Planung, Bewertung und Optimierung der Grundwasservorkommen für Landwirtschaft und Naturschutz. Dabei wurden Verfahrensstufen zur Wiederverwendung kommunaler und industrieller Abwässer und die Nutzung von Abwasser zu Bewässerungszwecken betrachtet.

 

Der dritte Teil berücksichtigte angewandte Technologien zur dezentralen Energieerzeugung aus Biomasse, Wasser und Wind. Das Thema der Bioenergie konzentrierte sich auf die nachhaltige Produktion von Biokraftstoffen und auf aktuelle Entwicklungen der Biogaserzeugung und -nutzung aus landwirtschaftlichen Abfällen sowie aus der anaeroben Kommunalabwasserbehandlung. Durch die Beteiligung eines GIZ-Projektes zur Unterstützung des Windenergiesektors in Vietnam wurden neue gesetzliche Rahmenbedingungen und Erkenntnisse des Technologietransfers vermittelt.

 

Zur Veranschaulichung der behandelten Themen wurden begleitend Exkursionen angeboten: Neben einer Bootsfahrt über den Mekong wurde eine geplante Abwasseranlage in Can Tho besichtigt. Der Universität Can Tho wurde ein Besuch abgestattet. Hier wurde ein Vortrag zur aktuellen Entwicklung im Delta geboten. Beim Besuch des Programms AKIZ (Integriertes Abwasserkonzept für Industriezonen) in Can Tho erläuterte Prof. Dichtl (TU Braunschweig) das Pilotvorhaben.

 

Das Seminar fand an der Nong Lam University NLU und an der Vietnamese German University VGU statt. Insgesamt nahmen 23 Alumni an dem Seminar teil. Zusätzlich zu den Alumni nahmen zwei Mitarbeiterinnen der University of Technology in Ho Chi Minh City auf eigene Kosten teil. Ebenfalls auf eigene Kosten nahm ein Mitarbeiter der Water Resource University Hanoi teil. Weitere Gäste nahmen nur tagesweise teil.

 

Neben den deutschen Experten der beteiligten Institute war Prof. Busch von der TU Cottbus eingeladen, um zu dem Thema Abfallwirtschaft und Energiegewinnung aus Abfall zu referieren. Katrin Broemme, Mitarbeiterin der Ruhr Uni Bochum, und in Vietnam für das Projekt Research Association Mining and Environment tätig, referierte zu dem Thema Integriertes Wasserressourcenmanagement. CIM Experte Florian Moder stellte das BMBF Programm WISDOM vor. Prof. Karl Klügel von der VGU hat das Seminar kontinuierlich begleitet und leistete erhebliche organisatorische Unterstützung.

 

 

Alumniseminar "Tsavo River" /// Afrika /// DAAD

 

 

    Gruppenfoto 2

    Gruppenfoto des DAAD Seminars "Tsavo River" 

 

Das Hauptziel dieses über zwei Jahre ausgelegten DAAD-Alumniprogramms bestand darin, Strategien und Lösungen im Nutzungskonflikt um die Ressource Wasser in Kenia zu erarbeiten. Steigende Bevölkerungszahlen, zunehmende Industrialisierung und der Klimawandel führen zu Wasserknappheit und haben damit Auswirkung auf die Stabilität des Ökosystems und den sozialen Frieden. Auf diese Probleme kann ein partizipatives Wassermanagement die Antwort sein.

Als Kooperationspartner wirkten das ZEW/CICD der Universität Siegen, das Institute of Environment and Natural Resources der Taita Taveta University (TTUC), die Severin Touristik GmbH (Severin Safari Lodge), die Water Resources Management Authority (WRMA) und die GIZ-Water Sector Reform Programme mit.

Projektgebiet war das Einzugsgebiet des Tsavo Flusses im Süden Kenias. Der Oberlauf wird intensiv landwirtschaftlich genutzt, während sich im Unterlauf der Tsavo Nationalpark mit seinem fragilen Ökosystem befindet. Die Severin Touristik GmbH betreibt dort eine Lodge und beobachtet eine stetige Abnahme des Wildbestands sowie sinkenden Wasserpegel des Tsavo, als Anzeichen für die Verschlechterung des Ökosystems.

 

  Tsavo River

        Tsavo River 

 

Im August 2013 fand das erste Seminar am Oberlauf des Einzugsgebietes statt, aus dem eine Zusammenarbeit von WRMA und der African Wildlife Foundation (AWF) zur Bestandsaufnahme sämtlicher Wasserentnahmepunkte entstand. Messstellen zur Wassermenge wurden von der WRMA installiert und Mitglieder geschult und beraten. Auch ein Antrag zur Ausweisung eines Schutzgebietes wurde formuliert und bei der zuständigen Behörde NEMA eingereicht. Ebenfalls wurde die Bildung einer „Task Force“ aus Regierungsmitgliedern, zuständigen Behörden und Universitäten empfohlen.

 

  Tsavo Nationalpark

        Tsavo Nationalpark

 

Das zweite Seminar im Jahre 2014 wurde an den Unterlauf des Tsavo verlegt, um auch hier Felduntersuchungen vorzunehmen und Entscheidungsträger aus diesem Bereich mehr einzubinden. Über GAWN und das Regionalbüro des DAAD Nairobi konnten 20 Alumni zur Teilnahme angeworben werden. Diese fungierten mit ihrer Expertise aus verschiedenen Fachgebieten als Experten. Ihr Rat wurde von der Bevölkerung gern angenommen. Für die besuchten Gebiete wurde eine Situationsanalyse mit den zuständigen Ortsvertretern und Behörden erstellt und ein Maßnahmenkatalog formuliert. Gleichzeitig lernten die Alumni Methoden der partizipativen Feldbegehung und der Interaktion mit der betroffenen Bevölkerung kennen. In der Abschlusssitzung an der TTUC wurde empfohlen, die TTUC aktiv in die Weiterbildung der WRMA Mitglieder wie auch des County Government einzubinden und entsprechende Kurse anzubieten. Vor allem im Hinblick auf die geplanten bergbaulichen Aktivitäten in dieser Region ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig.

 

  Im Nationalpark

        Unterwegs im Nationalpark "Tsavo West"  

 

Eine Zusammenfassung der Seminare ist unter Seminare ist unter www.gawn.alumniportal.com zu finden.

Die Alumni haben die Arbeitsergebnisse im Journal „Science*Policy*Africa“ in der Ausgabe vom Juni 2014 (Seite 11) veröffentlicht.

 

 

Alumniseminar "Sudan" /// Sudan /// DAAD

 

 

  Exkursion Khartoum

         Exkursion des Seminars in das Umland von Khartoum 

 

Sudan ist ein von Embargo und politischer Isolation betroffenes Land. Umso größer war das Interesse an dem Seminar „ Adaptation to Climate Change Stresses in Sudan to Achieve National Development Goals of Water Security and Food Security“, welches das ZEW / CICD im September 2012 in Khartoum im Auftrag des DAAD Alumniprogramms organisierte. Partner waren hierbei das Development Studies & Research Institute (DSRI), University of Khartoum, das Institut für Technologie und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen der TH Köln sowie das UNDP Programm Cap-Net.

Das Seminar hatte an der Universität Khartoum einen hohen Stellenwert. An der Eröffnungsveranstaltung nahm der stellvertretende deutsche Botschafter teil. Die offizielle Eröffnung geschah durch den sudanesischen Umweltminister. Der Vice Chancellor der Unversity of Khartoum und zahlreiche andere Institutionen waren ebenfalls präsent. Dies zeigt die Bedeutung von internationalen Veranstaltungen in dem Land, sowie auch das Interesse an dem Themenkomplex Wasser und Ernährungssicherung.

Thematisch wurde zunächst der Einfluss des Klimawandels auf die Wasserressourcen, dann die geschichtliche Entwicklung des Sudan beschrieben. Sudan hängt traditionell maßgeblich von den Wasservorräten des Nils ab und betreibt Bewässerung aus Tradition.

Teilnehmer referierten zu den Themen Ernährungssicherheit wie auch Wassersicherheit, um die Lage im Sudan zu erörtern und Herangehensweisen der Nachbarländer vorzustellen. Drei Experten der sudanesischen Regierung waren als externe Referenten eingeladen, um zu den Themen Stellung zu nehmen und Fragen der Alumni beantworten zu können. Die Lücke zwischen Regierung und Universitäten ist vergleichsweise groß, der Einfluss der Wissenschaftler auf politische Entscheidungen gering.

 

  Viehzüchter Khartoum 

        Viehzüchter auf dem Weg zum Markt in Khartoum

 

Eine Exkursion zu der Al/Rawakeeb Research Station im Umland von Khartoum sowie die Besichtigung des Dorfes Al/Rawakeeb verdeutlichte die Problematik der ländlichen Bevölkerung bereits im nahen Umfeld der Hauptstadt Khartoum. Das ländliche Leben ist gekennzeichnet durch Mangelernährung, fehlende Hygienegewohnheiten und unzureichende Wasserversorgung. Diese Problematik kann durch einen integrierten Planungsansatz angegangen werden.

Aufbauend auf den theoretischen und praktischen Erfahrungen wurden Empfehlungen erarbeitet, um die Situation zu verbessern. Die Problemgebiete wurden analysiert und gruppiert, zu jeder Gruppe wurden Empfehlungen ausgesprochen. Im Vordergrund steht die Forderung nach einem integrierten Ressourcenmanagement, um den jetzigen und künftigen Problemen im Bereich der Wasser- und Nahrungsmittelversorgung zu begegnen.

Der Bedarf an Wissens- und Technologietransfer ist durch die Isolierung Sudans sehr hoch. Hier ergibt sich ein hohes Potential der Zusammenarbeit im Alumnibereich, es gibt über 500 Alumni, die allein im Agrarsektor tätig sind. Dieses Potential sollte durch konkrete Zusammenarbeit vor allem im Wassersektor weiter ausgebaut werden, da sich hier die Situation gerade im Sudan zuspitzen wird, wie die Vorhersagen des IPCC zeigen.

 

 

Alumniseminar "IFAT Indien" /// Indien /// DAAD 

 

 

Abschlussveranstaltung IFAT

       Abschlussveranstaltung des Seminars auf der "IFAT India" 

 

Vom 24. bis 26.10.2013 wurde zum ersten Mal die Messe IFAT von der Messe München in Indien organisiert. Internationale Aussteller aus den Bereichen Wassergewinnung, -aufbereitung, Abwasser- und Abfallentsorgung, Energiegewinnung sowie Wissenschaft und Forschung boten einen umfassenden Überblick zum Thema Umweltmanagement in der Region.

Das DAAD Alumniseminar „Science meets Economy – Water and Waste Water Management” wurde begleitend dazu vom ZEW / CICD in enger Kooperation mit der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA), sowie dem Partner vor Ort, dem Indian Institute of Technology Bombay - Department of Civil Engineering, Mumbai, durchgeführt.

Die fachlichen Schwerpunkte des Seminars waren auf die Bereiche Wassermanagement, Abwasser sowie Wasser und Energie ausgelegt. In Vorbereitung auf die Messe wurden Kontakte zum privaten Sektor aufgezeigt und Konzepte zur Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Behörden und dem privaten Sektor insbesondere in den Bereichen Bildung und Weiterbildung entwickelt. Auf der Messe hatte das vom ZEW / CICD geführte Alumninetzwerk GAWN http://www.gawn.alumniportal.com einen Stand. Die Bereitstellung eines Standes durch die Messe München hat die Öffentlichkeitswirkung stark erhöht. Das Interesse an einer Zusammenarbeit mit den Alumni war seitens der German Water Partnership (GWP) sehr groß. Die Alumni zeigen vor allem Interesse in dezentralen Lösungen, die an ihren Forschungsinstitutionen realisiert werden können. Für Industrieunternehmen zählen ökonomisch relevante Aufträge, also solche eher größeren Maßstabes. Hier gilt es zu vermitteln. Die Teilnahme von Alumni, die bereits in Wirtschaftsunternehmen tätig sind, wäre zu erhöhen. Generell wurde die Teilnahme der Alumni an der Messe seitens der Messe München wie auch der DWA sehr begrüßt und stark unterstützt. Dies zeigt das Interesse an den Alumni als mögliche Kooperationspartner für die deutsche Industrie im Ausland. In einem Subkontinent wie Indien sind Netzwerke mehr als wichtig, um deutsche Aktivitäten überschaubar zu halten und Verbindungen der einzelnen Maßnahmen zu erstellen. Auch hier kann eine Kommunikation mit einem Netzwerk von Partnern wie den Alumni sehr hilfreich sein.

 

 

Aktivitäten von Professor Förch im Rahmen seiner Mitgliedschaft im ZEW / CICD

 

Ab 2013 war Professor Förch als Mitglied des ZEW / CICD zwei Jahre lang im Rahmen des DAAD Johann-Gottfried-Herder Programms in Uganda tätig. Am College of Agricultural and Environmental Sciences (CAES) der Makerere Universität, unterstützte er als Gastprofessor für Integrated Watershed Management im Wesentlichen das neu eingerichtete Masterprogramm „Integrated Watershed Management“. Die ersten drei Jahrgänge der Masterstudenten wurden in „Concepts of watershed management“, „Hydrological processes“ und „Solid waste management“ ausgebildet.

Ein gemeinsames Projekt mit Felduntersuchungen zur Auswertung von Einzugsgebieten war eine der Hauptaktivitäten für die aus Uganda, Kongo und Liberia stammenden zukünftigen Führungspersonen. Das Projekt beinhaltete unterschiedliche Schwerpunkte im nachhaltigen Umgang mit vorhandenen Wasser- und Bodenressourcen, um die Voraussetzung zur Verbesserung der Lebensbedingungen und des Umweltschutzes zu schaffen.

Des Weiteren war Professor Förch an verschiedenen DAAD Alumni Seminaren zum Thema „IWM and Urban Water Security“ in Mbale, Mt. Elgon, Ost Uganda, beteiligt, welche von der FU Berlin zusammen mit der Makerere University durchgeführt wurden. Außerdem unterstützte er 2013 und 2014 mit seiner Teilnahme die vom ZEW / CICD organisierten DAAD Alumni Seminare „Water Use Conflicts“ in Tsavo River (Kenia).

Im Rahmen des CCAFS Programms (Climate Change, Agriculture and Food security) konnte er Mittel für Maßnahmen, die mit einem ganzheitlichen Planungsansatz auf Einzugsgebietsebene den anstehenden Auswirkungen des Klimawandels begegnen (Stichwort: Climate Smart Agriculture), einwerben. Er präsentierte die Ergebnisse auf einem Workshop zum Thema “Social Learning for adapting to climate change”, organisiert durch CCAFS in London im Juni 2014.

Professor Förch begleitete die Durchführung von Wasserqualitätsuntersuchungen der Masterstudenten im Kiha Einzugsgebiet, Uganda. Die Untersuchungen wurden finanziell unterstützt von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Beide Initiativen wurden gemeinsam mit dem Ministerium für Wasser und Umweltschutz Uganda in ausgewählten Einzugsgebieten des Kiha/Kafu Flusses, einem Nebenfluss des Weissen Nils, durchgeführt.

 

  Ziegelei

        Einfache Ziegeleien verheizen große Stämme zur Ziegelherstellung. In diesem Fall wurden 2500 Ziegel in einer

  Woche mit dem Holz von drei großen Bäumen gebrannt

  Stakeholder Seminar

        Stakeholder Seminar beim Research Centre of NARO (National Agricultural Research Organisation) in Bulindi

  (Hoima District, Uganda)

  Feldversuche Kiha Watershed

       Feldversuche in Kiha Watershed, November 2014 

 

 

Aktivitäten von Professor Pacas im Rahmen seiner Mitgliedschaft im ZEW / CICD 

 

 

Gruppenfoto San Juan

Gruppenfoto Workshop 2013 in San Juan 

 

Prof. Pacas steht in Kontakt mit dem 2012 gegründete Deutsch-Argentinischen Hochschulzentrum (DAHZ) http://www.cuaa-dahz.org/ Es ist eine „Public-Private-Partnership“- Initiative der deutschen und der argentinischen Regierung und des Deutsch-Argentinischen Vereins für Wissenschaft und Technologie (ACTAA), dessen Mitglieder in Argentinien ansässige deutsche Unternehmen sind, und wird von der deutschen und argentinischen Regierung finanziert.

Grundlegende Zielsetzung des Zentrums ist die Stärkung und Förderung der institutionellen, akademischen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Argentinien und Deutschland mit dem Hauptziel, innovative Studienprogramme in Gestalt von binationalen Studiengängen mit Doppelabschluss zu generieren und zu fördern. Es sollen mehrsprachige, interkulturell versierte Fachkräfte ausgebildet werden, die dazu befähigt sind, in einem international ausgerichteten beruflichen Umfeld zu arbeiten. Stipendien und auch die Akkreditierung von Studiengängen werden finanziert.

Die Universität Siegen ist zusammen mit dem Elektrotechnischen Institut der Universidad San Juan mit der Einrichtung eines bi-nationalen Masterstudiengangs „Intelligente Energiesysteme“ am Zentrum beteiligt. Finanziert wird hauptsächlich der Austausch von Studierenden, aber auch von Dozenten. Die Masterarbeiten werden von den deutschen Studierenden in Argentinien und die der argentinischen Studierenden in Deutschland angefertigt.

In Zusammenarbeit mit der Universidad San Juan wurde auch mit großem Erfolg ein Workshop zum Thema "Regenerative Energien“ in den letzten Jahren organisiert, der von rund 100 Teilnehmern aus ganz Argentinien besucht wurde. Die Teilnahme von 8 deutschen Experten wurde von der argentinischen Regierung voll finanziert.

Es bestehen Überlegungen über das seit 15 Jahren laufende DAAD-Drittlandprogramm mit Argentinien einen ähnlichen Workshop mit den Alumni aus dem Programm zu organisieren. Die Argentinier sind stark im Bereich Elektrotechnik/klassische Energietechnik, wünschen aber die Universität Siegen als komplementären Partner im Bereich der Automatisierungstechnik und der Leistungselektronik.

Eine Akkreditierung des Studiengangs durch die ASIIN ist notwendig und wird mit Unterstützung vom DAHZ durchgeführt.