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Forschungsprojekt Emotionen und Positionierungen in sozialen personenbezogenen Dienstleistungsorganisationen

Dissertationsprojekt Marie Ofori

Im Rahmen dieses Projektes werden soziale personenbezogene Dienstleistungsorganisationen erforscht, die die Beratung und Betreuung von Asylsuchenden durchführen. Gerade in den letzten Jahren hat sich die Zahl der Personen, die in Deutschland einen Asylantrag stellen, stark erhöht. Waren es 2014 nach Angaben des BAMF 202.834 Asylerstanträge, waren es 2015 bereits 476.649 Erst- und Folgeanträge, womit der vorherige Höchststand aus dem Jahr 1992 überschritten wurde. Im Jahr 2016 wurden 745.545 Asylanträge an Deutschland gestellt.

Der größte Prozentsatz der Menschen, die in Deutschland Asyl beantragen, wird durch die Verteilung anhand des Königsteiner Schlüssels dem Bundesland NRW zugeteilt (2017 entfällt auf NRW eine Verteilungsquote von ca. 21%). Dort werden die Menschen in Notunterkünften, Erstaufnahmeeinrichtungen und Zentralen Unterbringungseinrichtungen aufgenommen, bevor sie auf einzelne Kommunen verteilt werden. Dort folgt die sog. Anschlussunterbringung.

Eine Form der kommunalen Anschlussunterbringung stellt die Unterbringung in Sammelunterkünften bzw. Gemeinschaftsunterkünften dar. In diesen leben viele Menschen (unfreiwillig) zusammen, was zu mannigfachen Problemen und Konflikten führt. Diesen soll durch sozialarbeiterisches Handeln Abhilfe geschaffen und vorgebeugt werden.

Durch das Forschungsprojekt wird herausgearbeitet, wie sich der Arbeitsalltag der dort hauptamtlich tätigen Mitarbeiter gestaltet, welche Dienstroutinen bestehen, in welchen Momenten diese Routinen unterbrochen werden und welche Emotionen dabei eine Rolle spielen.