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Forschungsprojekt Global Citizenship - Gemeinsam mit Migrantinnen und Migranten Zukunft gestalten

Der englische Begriff „citizenship“ beinhaltet nicht nur den Besitz einer formalen Staats-bürgerschaft (Staatsangehörigkeit), sondern auch ihre Realisierung. Diese Realisierung umfasst formelle und informelle Praktiken der Zugehörigkeit, der Identitätsbildung und der Selbstverwirklichung. Mit dem Begriff „global citizenship“ stehen nationalistische und nationalstaatliche Grenzen nicht mehr im Vordergrund der Staatsbürgerschaft. In diese Richtung gewinnt der Begriff „Menschenwürde“ mehr Bedeutung. Denn er bezieht sich nicht auf nationalstaatliche Grenzen. Er beruht auf der gesamten Menschheit. „Global citizenship“ bezieht sich dann auf formelle und informelle Praktiken der Zugehörigkeit, der Identitätsbildung und der Selbstverwirklichung der Menschen als Mitglieder der menschlichen Weltgesellschaft.

In der sich weiterhin globalisierenden Welt, in der die Themen Migration und Global Governance immer mehr an Gewicht gewinnen, werden die Begriffe „Global Citizenship“ und „Menschenwürde“ wichtiger. Im Zentrum des Konzepts „Global citizenship“ im Kontext der Migration liegt die Suche nach einem humaneren Umgang mit Migrantinnen und Migranten. Die Zukunft vieler geflüchteter Menschen sowie Migrantinnen und Migranten liegt nicht unbedingt in den heutigen Migrationsgesellschaften, aber auch nicht in ihrer Abschiebung. Ein „Maueraufbau“ bietet auch keine adäquate Lösung.

Die Zukunft liegt stattdessen und vielfach in der ganzen Welt, inklusive den Herkunftsländern. Die Perspektiventwicklung für Menschen auf der Flucht zumal für die sogenannten „Geduldeten“ sollte sich nicht nur auf die Immigrationsstaaten beschränken. Die Realität in den Herkunfts-, Transit- und Aufnahmeländern ist zu berücksichtigen. Das Konzept „Global Citi-zenship“ bringt die Themen Migration, Globalisierung, Menschenwürde und Entwicklung miteinander in Verbindung.

Teilprojekt: Reintegration von Geflüchteten

Die Bewältigung der „Flüchtlingskrise“ und ihrer Folgen ist derzeit eine der größten Herausforderungen in Deutschland und Europa. Dabei ist der Blick auf die Herkunftsländer besonders wichtig, wenn man nachhaltige Lösungen finden will. Die Bekämpfung der Fluchtursachen ist vor allem ein mittel- bis langfristiges Projekt, zu dem aber heute erfolgsversprechende Konzepte entwickelt werden müssen. Einige Schritte dazu sind jetzt realisierbar, auch auf lokaler Ebene.

Im Zentrum des Projekts „Global Citizenship - Gemeinsam mit Migrantinnen und Migranten Zukunft gestalten“ steht die Suche nach Alternativen zur gezwungenen Abschiebung. Die freiwillige Rückkehr hat grundsätzlich Vorrang vor Zwangsmaßnahmen. Die Frage ist, wie die Zukunft geflüchteter Menschen ohne Bleibeperspektive humaner gestaltet werden kann und wie Geflüchtete erfolgreich bei der Gestaltung ihrer Zukunft - wenn möglich in ihren Herkunftsländern - mitwirken können? Das Projekt fokussiert sich gezielt auf geflüchtete Menschen aus Subsahara Afrika.

„Reintegration von Geflüchteten“ ist ein Teilprojekt im Rahmen des Projekts „Global Citizenship - Gemeinsam mit Migrantinnen und Migranten Zukunft gestalten“. In diesem Teilprojekt wird eine explorative Studie zu den konzeptionellen und praktischen Aspekten der Reintegrationspolitik in der Bundesrepublik Deutschland geführt. Die Untersuchung fokussiert sich auf zwei schon existierende Programme zum Thema Re-Migration oder/und Rückkehr der geflüchteten Menschen. Diese Programme sind das REAG (Rein-tegration and Emigration Programme for Asylum-Seekers in Germany) / GARP (Government Assisted Repatriation Programme) und ERIN (European Reintegration Instrument Network).

Bei der Datenerhebung werden Experteninterviews mit unterschiedlichen Institutionen und Behörden durchgeführt. Die Befunde werden dazu dienen, ein Konzept zur einen besseren Verknüpfung von Migrations- und Entwicklungszusammenarbeit zu entwickeln.