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Kulturelle Bildung

Kulturelle Bildung hat die Vermittlung von Lebensgestaltungskompetenz zum Auftrag mit dem Ziel zur selbständigen Lebensbewältigung, Lebensgestaltung und Lebenskunst zu befähigen.
Über die Entwicklungsstrukturen sinnlicher Wahrnehmung, Perzeption (Informations-Verarbeitung) und Erkenntnisfunktionen gelangt der Mensch zum Bewusstsein seines Selbst, zum Selbstbewusstsein und über vielfältige ästhetische und kommunikative Erfahrungen, zum “Eigensinn“ im positiven Sinne. Damit sind die Reifungs-, Entwicklungs- und Erfahrungsprozesse für den Gegenstandsbereich der Kulturellen Bildung, Fundamente späterer Handlungsfähigkeit und Flexibilität. So sollten Menschen die Möglichkeit erhalten, ihre individuelle, soziale und kulturelle Vielfalt zu erfahren, sichtbar und nutzbar zu machen. Kulturelle Bildung ist bedeutende Schnittstelle zwischen schulischen, (sozial)-pädagogischen, medialen und ökonomischen Feldern und hat durch die gesellschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre, in der Bildungslandschaft einen bemerkenswerten Bedeutungszuwachs erfahren.
Mit dem Begriff Körper (lat. corpus) wird der Mensch in seiner äußeren und inneren Erscheinung betrachtet, inklusive aller physischen bzw. physischen aber auch mentalen, emotionalen und sozialen Vorgänge oder Abläufe.

Ziele von Körperbildung und Körperkultur im Rahmen Kultureller Bildung:

  1. kann anregend und lenkend die Lebenswelt als Quelle für deren Lebenserfahrung erschließen und nutzen helfen. (Ich-Kompetenz)
  2. kann ein Vehikel sein, sich in der Umwelt zu organisieren und diese zu bewältigen, um in Situationen des gegenwärtigen und zukünftigen Lebens möglichst autonom und kompetent planen, denken und handeln zu können (Gestaltungskompetenz).
  3. kann als wichtiges Element Tätigkeiten, durch die soziale Kontakte ermöglicht werden, erfahren und festigen. (Sozialkompetenz).

Das Modulelement Körperbildung und -kultur im Rahmen Kultureller Bildung kann unter verschiedenen Gesichtspunkten wissenschaftlich analysiert und reflektiert werden:

  • Morphologisch: ist auf den aktuellen Strukturzustand gerichtet und erfasst vor allem funktionale, konditionale und pragmatische Merkmale;
  • anatomisch-physiologisch: quantitative und qualitative Auswirkungen auf den Organismus während körperlicher Beanspruchungen. Vorgänge und Reaktionen im Muskel-, Gelenk-, Skelett und Nervensystem;
  • psychologisch: psychischer Gehalt einer Körperhandlung, von Körpervorstellungen, -wahrnehmungen, -empfindungen, -gedächtnis und Motivation;
  • soziokulturell/gesellschaftlich-historisch: Körper und Umwelt, in der Gesellschaft, in historischen und gegenwärtigen Zusammenhängen, populärkulturell (z. B. Styling, Verzierung, Gewicht).