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Gelebte Internationalisierung

Mit dem „Tag der Internationalen GastwissenschaftlerInnen“ fördert die Universität Siegen den Austausch und die Forschung. Vier WissenschaftlerInnen erhalten eine Auszeichnung für ihr besonderes Engagement.

Erstmalig fand der „Tag der Internationalen GastwissenschaftlerInnen“ an der Universität Siegen statt, zu dem das Programm Forscher-Alumni in Kooperation mit dem International Welcome Center sowie dem Alumniverbund der Universität Siegen geladen hatte. Im Mittelpunkt standen der Austausch und die Forschung der internationalen GastwissenschaftlerInnen und deren Siegener GastgeberInnen aus allen Fakultäten.

Auf der Konferenz zum Leitthema „Internationale Wissenschaftliche Kommunikation – Trends und Herausforderungen“ konnten sich internationale WissenschaftlerInnen interdisziplinär über die Herausforderungen und Entwicklungen bei der Veröffentlichung von wissenschaftlichen Ergebnissen austauschen. „Wir brauchen internationale Beiträge: Interkulturelle Vielfalt hilft uns die unterschiedlichen Methoden, Arbeitsweisen und Ansichten zu verstehen, um voneinander zu lernen, unsere Arbeitsmethoden zu verbessern und dadurch zudem tiefgreifende Erkenntnisse zu erhalten“, sagte Prof. Dr. Hanna Schramm-Klein, Prorektorin für Kooperationen, Internationales und Marketing.

Außerdem fand der dritte Jahresempfang des Welcome Centers der Universität Siegen statt. Neben den GastwissenschaftlerInnen standen auch die gastgebenden ForscherInnen der Universität Siegen im Fokus, die für ihre Verdienste in der internationalen Zusammenarbeit gewürdigt wurden. „Dieses Engagement ist mehr als bereichernd für unsere Universität und bedarf daher besonderer Beachtung“, betonte Prof. Schramm-Klein auf dem Jahresempfang.

alexboyko_webEine solche besondere Würdigung erhielten je eine bzw. ein WissenschaftlerIn pro Fakultät: Raphaela Averkorn (Professorin für Mittlere und Neuere Geschichte), Johannes Schädler (Professor für Sozialpädagogik und Sozialarbeit), Erwin Pesch (Professor für betriebliche Anwendungs- und Entscheidungsunterstützungssysteme) und Professor Hubert Roth (Lehrstuhl für Regelungs- und Steuerungstechnik).

Die Laudatoren des Festaktes machten klar, warum die ausgezeichneten WissenschaftlerInnen die Würdigungen verdient haben: Averkorn aus der Philosophischen Fakultät sei nicht nur die treibende Kraft hinter dem fakultären Erasmus-Programm und diverser International Summer Schools an der Universität Siegen, sondern auch die Gründerin des Studiengangs „Roads to Democracy(ies)“. Sie sei als „ambassador of networking“ die Repräsentantin für internationales Netzwerken. Pesch aus der Fakultät III (Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht) habe sich als herausragender Wissenschaftler der Fakultät und einer der weltweit führenden Forscher in seinem Feld der Wirtschaftsinformatik insbesondere durch langjährige und intensive Kooperationen mit Polen und Weißrussland einen Namen gemacht und sich dabei nicht nur auf den Austausch in der Wissenschaftssprache Englisch beschränkt, sondern die Landessprache seiner Kooperationspartner in Polen gelernt. Pesch persönlich liege die Förderung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, so mit einem Projekt in Südafrika, besonders am Herzen.

Roth aus der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät und Verantwortlicher des internationalen Master-Studiengangs Mechatronics sei in zahlreichen internationalen Projekten tätig, die u.a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden, und Gastgeber von mehreren Dutzend internationalen Kooperationspartnern. Laos, Pakistan und Sambia sind nur einige der Länder und Gebiete, in welchen Roth Kooperationen aufgebaut hat. Darüber hinaus leite Roth als Mitgründer das Zentrum für Entwicklungsländerforschung und Wissenstransfer (ZEW) der Universität. Professor Schädler aus der Fakultät II (Bildung - Architektur – Künste) konnte nicht vor Ort sein. Seine Ehrung wird im Sommer nachgeholt.

Nach der Ehrung tauschten sich alle Forschenden bei einem Stehempfang aus. Der Ukrainer Alex Boyko war mit seiner Ehefrau gekommen, um die anderen WissenschaftlerInnen kennenzulernen. Boyko forscht im Bereich Hydrologie und Hochwasser. „In diesem sehr speziellen Forschungsfeld hat die Uni Siegen einen überragend guten Ruf“, berichtete er. Boyko und seine Frau sind seit eineinhalb Jahren in Deutschland. Sie kommen aus der Großstadt Kiew, deshalb kommt ihnen Siegen angenehm klein, grün und ruhig vor. Die beiden schätzen auch die Lage der Stadt innerhalb Europas. „Wir reisen sehr gern. Siegen liegt so zentral, dass wir super schnell mit dem Zug in anderen europäischen Städten sind. Das ist genial“, sagte Boyko.

Die erste Anlaufstelle für alle internationalen GastwissenschaftlerInnen, ProfessorInnen und Post-DoktorandInnen, die einen Forschungsaufenthalt an der Universität Siegen verbringen möchten, ist das Welcome Center: „Wir bieten ein ausgewogenes Programm, das unsere Gäste unterstützt, sich in Siegen einzuleben“, erklärte Dr. Nina Fenn vom Welcome Center. Diese Kontakte zu den GastwissenschaftlerInnen und deren Gastgebern werden mit der Unterstützung durch das Forscher-Alumni-Programm intensiviert und nachhaltig gefördert, so Programmkoordinator Gerrit Pursch. „Unsere Forscher-Alumni-Strategie zielt auf die aktive Einbindung der Gastforschenden in das Siegener Forschungsnetzwerk.“

Eine weiterführende Dokumentation mit Bilderstrecke finden Sie hier.

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