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Tagung: Puppen

INTERDISZIPLINÄRE TAGUNG/WORKSHOP:
PUPPEN – MENSCHHEITSBEGLEITER IN KINDERWELTEN UND IMAGINÄREN RÄUMEN?

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Universität Siegen

24./25. Oktober 2013

Ort: Gebäudeteil X
Raum 104 (ZIMT)

Veranstalterinnen:
Prof. Dr. Insa Fooken (Fakuktät II)
Dr. Jana Mikota (Fakultät I)

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Puppen begleiten Menschen seit prähistorischen Zeiten und sind Ausdruck der menschlichen Symbolisierungs- und Mentalisierungsfähigkeit. Puppen stellen kulturelle Artefakte dar, sie sind Spiegel und Projekti- onsfläche gesellschaftlicher Verhältnisse, sie gelten als wichtige (genderbezogene) Sozialisationsagenten sowie mediale Performer und können über die gesamte Lebensspanne begleitende und therapeutische Funktionen übernehmen. Das Ziel dieser interdisziplinär und komparatistisch ausgerichteten Tagung mit Workshop-Charakter besteht darin, verschiedene wissenschaftliche und angewandte Fachrichtungen (Kinder- und Jugendliteratur bzw. Literaturwissenschaft, Medien, Psychologie, Inklusions-, Spiel- und Thea- terpädagogik, Psychotherapie, Kunst und Kulturgeschichte etc.) unter der Leitidee der „BEDEUTUNG VON PUPPEN“ kritisch-reflexiv zusammenzubringen und innovative Forschungs- und Praxiszusammenhänge auszuloten.

Die beiden Organisatorinnen kommen aus zwei unterschiedlichen Disziplinen, die sich in Bezug auf das Puppen-Thema in reizvoller Weise ergänzen. Zum einen geht es um den medialen Zugang von (Kinder-) Literatur und Film, in dem Puppen in unterschiedlichen Zusammenhängen auftreten: Als Spielgefährtinnen (v. a. der Mädchen), als Spielzeug mit Menschenantlitz, als Weiblichkeitsvorbild, als Ratgeberinnen usw. Neben Puppenerzählungen finden sich Puppentheater-Geschichten genauso wie Bilderbücher und Filme mit Puppen als Protagonistinnen. Es geht dabei sowohl um liebevoll gestaltete Miniaturwelten als auch um die mit Puppen verbundene Sphäre des Unheimlichen und des Horrors. Zum anderen bieten sich bei diesem Thema unmittelbar auch die Perspektiven von Sozialisation, (Spiel-)Pädagogik und Entwicklungspsychologie (über die gesamte Lebensspanne) an. Auch wenn manch aktuelle Puppentypen eher Vereinseitigung und Erstarrung zu signalisieren scheinen, wird beim genaueren Blick durchaus (wieder) das große Potenzial der Puppen offenbar, das als ein in besonderer Weise ‚animierbares’ Spielzeug die soziale, ko- gnitive und emotionale Entwicklung von Kindern (und Menschen) anregt.

Im Rahmen dieser Tagung soll ein multiperspektivischer Blick auf ‚Puppen’ als kulturelle Artefakte im weitesten Sinne geworfen werden. Neben den angesprochenen Bereichen wird es somit auch um Kunst, Medien und (pädagogische) Praxisprojekte gehen.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

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