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Katalog der UB Siegen

Dipl.-Psych. Ute Haake
Raum: AR-SSC 0.18

Dipl.-Psych. Emine Selvi
Raum: AR-SSC 0.19

Tel.: +49 (0) 271 740 -4300
E-Mail: psychologische-beratung[at]
zv.uni-siegen.de

Adolf-Reichwein-Str. 2
57076 Siegen

Impressum

Praktische Hinweise

Wenn Sie sich für eine Psychologische Beratung oder Psychotherapie interessieren, gehen ihnen wahrscheinlich eine Menge Fragen durch den Kopf.

  • Welche Behandlungsmethoden gibt es?
  • Wer übernimmt eigentlich die Kosten?
  • Wie lange dauert das?
  • Was wird da mit mir gemacht?
  • Kann das wirklich helfen?

Es kann sein, dass es Ihnen im Moment sehr schlecht geht und Sie das Gefühl haben, niemand könne Ihnen helfen. Vielleicht glauben Sie von sich, es sei alles Ihre Schuld und Sie haben sich nur nicht ausreichend zusammengerissen und angestrengt.

Vorweg: So wie Ihnen geht es vielen anderen Menschen auch, es spricht nur kaum jemand darüber. Ein psychisches Problem oder Leiden zu haben, ist für viele Menschen immer noch peinlich oder anrüchig. Viele denken, für einen Schnupfen oder Beinbruch kann man nichts, aber für Partnerschaftsprobleme, eine Lebenskrise, eine Depression oder eine Alkoholsucht ist man irgendwie verantwortlich und hat sich vielleicht nur nicht genug unter Kontrolle. Richtig ist jedoch, dass wir oft auf die Hilfe anderer angewiesen sind, um unsere Probleme zu lösen. Gewöhnlich gehen wir zum Partner bzw. zur Partnerin oder zu Freunden und holen uns dort Unterstützung und Beistand. Wenn uns jedoch Probleme über den Kopf wachsen und überdies uns nahe stehende Personen darin verwickelt sind, kann es notwendig werden, fachkundige und neutrale Hilfe in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus handelt es sich bei vielen psychischen Leiden um ernsthafte Erkrankungen, die behandlungsbedürftig sind und deren Folgen Sie nicht allein bewältigen können.

Unser Gesundheitswesen beansprucht, erkrankten Menschen eine angemessene Behandlung zukommen zu lassen. Leider wird noch zu oft zwischen der Behandlung von körperlichen und seelischen Erkrankungen unterschieden. Hinter vielen körperlichen Krankheiten, wie z.B. Migräne, Neurodermitis oder Magenleiden können seelische Ursachen liegen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Patientlnnen mit körperlichen Leiden, die psychisch mitbedingt sind, im Durchschnitt erst 7 Jahre medizinisch behandelt werden, bevor eine psychotherapeutische (Mit-) Behandlung erfolgt. Das bedeutet für die Hilfe Suchenden unnötiges Leid über lange Jahre und kostet die Krankenkassen viel Geld. Wünschenswert ist es, wenn medizinische Hilfestrukturen enger mit psychosozialen Hilfestrukturen verzahnt wären, um den Hilfe Suchenden ein Optimum an Behandlung zu gewährleisten und die Kosten möglichst gering zu halten.

Weitere Hinweise

Psychosoziale Belastungsfaktoren

Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Gewalt in der Familie, Leistungsdruck, Umweltzerstörung, Kriminalität, schwere Krankheiten etc.. Die psychischen Folgen können z.B. Ängste, Depressionen, Süchte und Vereinsamung sein. Bei manchen Menschen entsteht ein Gefühl von Hilflosigkeit und Überforderung. Das kann so weit gehen, dass mit dem Gedanken gespielt wird, sich das Leben zu nehmen. Andere Menschen stellen sich Fragen wie:

  • Warum kann ich nicht aufhören zu weinen?
  • Warum will ich am liebsten nicht mehr aufstehen?
  • Warum bekomme ich Panik, wenn ich den Supermarkt betrete?
  • Warum muss ich manchmal so viel essen?
  • Warum bin ich immerzu gereizt?
  • Warum sind mir andere Menschen unerträglich?
  • Warum...?

Wenn Sie solche oder ähnliche Gedanken haben, aber keine Antworten finden, kann es hilfreich sein, eine Beratungsstelle aufzusuchen oder eine Psychotherapie zu beginnen. Mit Hilfe von fachkundigen und erfahrenen BeraterInnen und Therapeutlnnen können Sie die Ursachen für ihren Leidensdruck herausfinden und Lösungen erarbeiten. Allgemeines Ziel einer Psychologischen Beratung oder Psychotherapie ist es, Zusammenhänge zu Ihrer persönlichen Lebensgeschichte zu erkennen und neue Verhaltensmuster zu entwickeln. Vielleicht empfinden Sie es als unangenehm, eine Beratung oder Therapie "machen zu müssen". Eventuell tauchen Gedanken auf wie:

  • Ist es wirklich schon so weit mit mir?
  • Bin ich jetzt verrückt?
  • Was ist, wenn andere davon erfahren?
Diese und ähnliche Gedanken beschäftigen viele Menschen, die mit einem persönlichen Problem fachkundige Hilfe in Anspruch nehmen. Es fällt niemandem leicht, die eigenen Sorgen einem fremden Menschen anzuvertrauen. Dies ist einer verantwortungsvollen BehandlerIn bewusst und sie wird es respektieren, wenn Sie Zeit benötigen. Es ist ein sehr wichtiger Faktor in der Psychologischen Beratung und Psychotherapie, dass Sie sich angenommen und respektiert fühlen, so wie Sie gerade sind.

BeraterInnen und PsychotherapeutInnen

In Beratungsstellen arbeiten verschiedene Berufsgruppen: Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Ärzte, Diplom-Pädagogen, Diplom-Psychologen, Theologen, um die wichtigsten aufzuzählen. Die meisten haben zusätzliche Berater- oder Therapieausbildungen absolviert. Beratungsstellen sind vor allem hinsichtlich ihrer Problemschwerpunktsetzung spezialisiert.

Bei den niedergelassenen PsychotherapeutInnen kann zwischen Diplom-Psychologlnnen und ÄrztInnen mit psychotherapeutischem Zusatztitel unterschieden werden, beide können psychotherapeutisch tätig sein. Durch die unterschiedlichen Ausbildungsgänge ergeben sich unterschiedliche Blickwinkel auf die Natur des Menschen. Gemeinsam ist beiden Berufsgruppen, dass sie nach dem Studium umfangreiche psychotherapeutische Zusatzausbildungen durchlaufen haben.

Wo sind Sie am besten aufgehoben?

Wenn es Ihnen schlecht geht, werden Sie eventuell unsicher sein, wo Sie die für Ihre Problematik beste Behandlung erhalten. Wichtig ist zunächst, dass Sie gehen. Gleichgültig ob Sie zu uns kommen, eine andere Beratungsstelle oder eine PsychotherapeutIn Ihrer Wahl aufsuchen, man wird sich für Sie und Ihr Anliegen Zeit nehmen und Sie gegebenenfalls an eine geeignetere Stelle weitervermitteln.

Die Titel der Beratungsstellen geben grob her, mit was für einer Thematik Sie dort gut aufgehoben sind. Bei studienbedingten Schwierigkeiten kommen Sie beispielsweise am besten zu uns. Bei Partnerschaftsproblemen gehen Sie am besten in die Ehe-, Familien- und Lebensberatung, bei Suchtproblemen in die Sucht- oder Drogenberatung und bei Gewalterfahrungen als Frau zur Frauenberatungsstelle. Jüngere Studierende können bei Konflikten mit ihrer Herkunftsfamilie auch noch die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche aufsuchen, desgleichen Studierende mit schon eigenen Kindern, welche verhaltensauffällig sind. Bei ernsthaften psychischen Erkrankungen sollten Sie eine PsychotherapeutIn aufsuchen.

Oftmals ist ein Problembereich nicht klar einzugrenzen bzw. Sie können selber nicht genau einschätzen, was mit Ihnen ist. In solchen Fällen, wie gesagt, lassen Sie sich beraten.

Für welche Therapeutin oder welchen Therapeuten entscheide ich mich? Hier sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie zu einem Mann oder einer Frau möchten oder ob die Frage des Geschlechtes für Sie bedeutungslos ist. Als zweites Kriterium könnte die therapeutische Methode dienen. Welche unterschiedliche Verfahren es gibt, können Sie im Kapitel über die verschiedenen Therapiemethoden nachlesen.

Wer bezahlt die Beratung oder Therapie?

Wenn es Ihnen schlecht geht, werden Sie eventuell unsicher sein, wo Sie die für Ihre Problematik beste Behandlung erhalten. Wichtig ist zunächst, dass Sie gehen. Gleichgültig ob Sie zu uns kommen, eine andere Beratungsstelle oder eine PsychotherapeutIn Ihrer Wahl aufsuchen, man wird sich für Sie und Ihr Anliegen Zeit nehmen und Sie gegebenenfalls an eine geeignetere Stelle weitervermitteln.

Die Titel der Beratungsstellen geben grob her, mit was für einer Thematik Sie dort gut aufgehoben sind. Bei studienbedingten Schwierigkeiten kommen Sie beispielsweise am besten zu uns. Bei Partnerschaftsproblemen gehen Sie am besten in die Ehe-, Familien- und Lebensberatung, bei Suchtproblemen in die Sucht- oder Drogenberatung und bei Gewalterfahrungen als Frau zur Frauenberatungsstelle. Jüngere Studierende können bei Konflikten mit ihrer Herkunftsfamilie auch noch die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche aufsuchen, desgleichen Studierende mit schon eigenen Kindern, welche verhaltensauffällig sind. Bei ernsthaften psychischen Erkrankungen sollten Sie eine PsychotherapeutIn aufsuchen.

Oftmals ist ein Problembereich nicht klar einzugrenzen bzw. Sie können selber nicht genau einschätzen, was mit Ihnen ist. In solchen Fällen, wie gesagt, lassen Sie sich beraten.

Für welche Therapeutin oder welchen Therapeuten entscheide ich mich? Hier sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie zu einem Mann oder einer Frau möchten oder ob die Frage des Geschlechtes für Sie bedeutungslos ist. Als zweites Kriterium könnte die therapeutische Methode dienen. Welche unterschiedliche Verfahren es gibt, können Sie im Kapitel über die verschiedenen Therapiemethoden nachlesen.

Wie lange dauert eine Beratung bzw. Therapie?

Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Psychologische Beratungen sind gewöhnlich kürzer als Psychotherapien. Manchmal reicht schon ein einmaliger Termin. Doch können sich auch Beratungsprozesse über mehrere Monate oder länger hinziehen.

Bei Psychotherapie wird unterschieden zwischen einer so genannten Kurzzeittherapie, die bis zu 25 Sitzungen dauert, und der so genannten Langzeittherapie, deren Dauer nicht vorher festgelegt werden muss.

Die Länge der Beratung bzw. Therapie richtet sich nach Art und Umfang der Problemstellung. Eine vorzeitige Beendigung ist jederzeit möglich. In der Regel gibt es einen wöchentlichen Behandlungstermin a 50 Minuten, Abweichungen von diesem Rhythmus sind üblich und können vereinbart werden.