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Schlafonaut

„Was wir im unternehmerischen Kontext lernen mussten, war der Punkt, uns nicht unter Wert zu verkaufen.“
Schlafonaut
Gründer: Johannes Sartor und Fabian Dittrich
Studium an der Uni Siegen: Wirtschaftsingenieurwesen (Sartor) und Wirtschaftsrecht (Dittrich)

Wir alle brauchen ihn, gesunden Schlaf! Doch Millionen Menschen in Deutschland haben Schlafprobleme. Genau dieser Problematik haben sich Fabian Dittrich und Johannes (Joe) Sartor gewidmet. Sie bieten mit ihrem Start-Up „Schlafonaut“ Hilfe und Tipps, um den Schlaf ihrer Kunden zu verbessern. Gemeinsam geben die beiden Gründer persönliche Schlafcoachings und zeigen individuelle Lösungswege auf. Sie teilen ihr Wissen in Vorträgen, Workshops und Unternehmen. Ein eigner YouTube Kanal und Podcasts, wo Sie das Thema Schlaf beleuchten, die neuesten Schlaf-Gadgets testen und spannende Interviews mit Experten führen, runden ihr Angebot ab.

Als Fabian 2017 die Idee zu den Schlafonauten kam, waren Fabian und Joe beide noch Studierende der Universität Siegen. Fabian studierte Wirtschaftsrecht und Joe Wirtschaftsingenieurwesen. Die Gründungsidee verfolgte zunächst Fabian, Johannes kam erst später ins Boot, als Fabian jemanden suchte, der kameratauglich ist und seine Inhalte per Video vermitteln kann. Die Chemie zwischen den beiden war so gut, dass Johannes tiefer ins Unternehmen eingestiegen ist. Die Firma „sitzt“ in Netphen, wobei man das so auch nicht wirklich nennen kann, denn Fabian arbeitet mittlerweile von Köln aus und Joe lebt und arbeitet auf Fehmarn. Ihre Zusammenarbeit ist dadurch geprägt, dass jeder einen Part hat und sie sich lediglich gelegentlich online sehen und zusammen abstimmt.

Wie seid Ihr auf die Idee zu Schlafonaut und damit verbunden auf die Idee zur Schlafberatung gekommen?

Die Idee kam von mir. Ich hatte selber Anfang 2017 etwas Schlafprobleme. Damals hatte ich neben dem Studium noch zwei andere Unternehmen gegründet und in der Uni als wissenschaftliche Hilfskraft gearbeitet. Unter all dem hat mein Schlaf dann etwas gelitten. Erst dadurch bin ich dann auf das Thema Schlaf aufmerksam geworden und fing an Dr. Google zu meiner Problematik zu befragen. Bei meiner Internetrecherche zum Thema Schlafprobleme habe ich dann festgestellt, dass das Thema Schlaf aus unternehmerischer Sicht viel Potenzial hat. Sehr viele Menschen leiden unter Schlafproblemen, aber Online gab es keinen vertrauenswürdigen Ansprechpartner und keine Schlafplattform, die auch junge Menschen, ganzheitlich abholte und informierte. Als die anderen beiden Unternehmen, bei deren Gründung ich beteiligt war, schließlich ad acta gelegt wurden, dachte ich mir „Hey warum wirst du nicht selbst zu dem Ansprechpartner, den du dir damals selber so gern gewünscht hättest im Internet zu finden?“

So kam es, dass ich mir dann einen Gründungspartner suchte, Ideen sammelte, wie man das ganze Thema aufbereiten kann und natürlich eine Menge recherchierte, um mir Wissen zum Thema Schlaf anzueignen.

Was hat euch daran gereizt, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Unser Reiz war es, dass man völlig unabhängig und frei seine Zeit einteilen und seine Ideen umsetzen kann. Und wenn man während des Studiums gründet, kann man in dem Sinne nichts „kaputt“ machen. Wenn es doch schiefgehen sollte, hast du eben deinen Marktwert für den späteren Berufseinstieg gesteigert, weil du dir viel selbst beigebracht und viel Eigeninitiative gezeigt hast.

Wann habt ihr den Entschluss gefasst, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Bei uns hatte es vor allem rechtliche Gründe, die tatsächliche Gründung der gemeinsamen Gbr bis Januar 2019 hinauszuzögern. Die Umsetzung unserer Unternehmensziele lief allerdings direkt als ich 2017 die Idee hatte.

Was ist das Alleinstellungsmerkmal eures Unternehmens?

Das Alleinstellungsmerkmal ist quasi unsere Personal Brand. Dadurch dass wir, Fabian und Joe, als Personen für die Schlafonauten stehen, kann uns auch keiner kopieren. Das ist nicht so wie mit Produkten, die man eins zu eins nachbauen kann, sondern wir sind persönliche Dienstleister. Außerdem heben wir uns durch unsere Reichweite und unsere Reputation ab. Dies ist allerdings erst mit der Zeit zu einem Alleinstellungsmerkmal geworden.

Was war die größte Herausforderung, der ihr bei Schlafonaut gegenüberstandet?

Vor allem das Ganze profitabel zu machen und Reichweite zu generieren. Aber auch zu verstehen, wie YouTube und Google funktionieren und wie man dort gefunden wird.

Was natürlich zu jeder Zeit (auch heute noch) herausfordernd ist, ist die Zielgruppe zu verstehen und was von den Menschen gut angenommen wird. 30 Millionenen Menschen mit Schlafproblemen bedeuten nicht gleich 30 Millionen potenzielle Kunden. Man muss lernen, wie man die Inhalte so verpackt, dass dir die Menschen einerseits vertrauen und andererseits Lust auf die Lösung haben.

Was wir im unternehmerischen Kontext lernen mussten, war der Punkt uns nicht unter Wert zu verkaufen.

Inwieweit hat euch das Gründerbüro der Uni unterstützt?

Wir hatten am Anfang ein Büro dort und damit eine Postanschrift und einen Ort, an dem man sich treffen konnte. Dort hatten wir auch eine Drehmöglichkeit für die YouTube Videos. Besonders hilfreich waren auch die monatlichen Gespräche und ein Ansprechpartner zu haben, der uns Feedback geben konnte.

Was rätst du jungen Gründern?

Nicht so lange überlegen, sondern einfach machen und sich ausprobieren. Ich glaube gerade bei Online-Unternehmen war es noch nie so einfach und kostengünstig zu gründen wie heute. Man lernt unglaublich viel, selbst wenn es schief gehen sollte.

Außerdem rate ich mit anderen darüber zu sprechen, sich viele Meinungen zu seiner Idee einzuholen. Was denken andere, wenn sie das hören? Und auch ruhig viel Hilfe einfordern, man sollte sich nicht scheuen, andere um Rat zu fragen.

Würdest du nochmal gründen?

Ein drittes mal nicht mehr. Ich habe mit diesem Unternehmen mein Thema gefunden. Das ist unsere Leidenschaft. Stand heute also nein. Aber rückblickend betrachtet, ob ich Schlafonauten noch mal gründen würde, dann würde ich ja sagen. Auch wenn es noch nicht für Vollzeit gereicht hat, ist es ein sehr guter Nebenverdienst und die Gründung hat uns auch erst die Jobs ermöglicht, die wir heute haben. Ich arbeite remote in einem Online Unternehmen im technischen Support und Affiliate-Management, Joe als Coach auf Fehmarn. So haben wir beide erreicht, was wir wollten: zeitlich und örtlich unabhängig zu arbeiten und selbst Einfluss auf unser Einkommen zu haben. Also ich bin sehr glücklich wie es gelaufen ist.


Dieses Porträt basiert auf einem Interview mit Fabian Dittrich und wurde von Janice Gust verfasst.

 

Hier zur Homepage des Start-ups.