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Hans Ranke

„Ich mag es, dass man mit allen möglichen Bereichen in Kontakt tritt und breit aufgestellt ist..“
Hans Ranke
Gründer: Torsten Schuh
Studium an der Uni Siegen: Entrepreneurship und SME Management

Hülsenfrüchte, wie Kichererbsen, rote Linsen oder Erbsen, sind das neue Superfood von heute. Das Start-up Hans Ranke legt seinen Fokus dabei auf gesunde neue Fertiggerichte, welche aus Couscous (aus Kichererbsen und roten Linsen), getrocknetem Gemüse und Gewürzen in Bioqualität bestehen.

Das Potenzial dieses Sattmachers entdeckte der Gründer Torsten Schuh im Sommer 2018. Als sein damaliger Freund Simon anfing, sich vegetarisch zu ernähren, ist er durch Zufall über Nudeln aus Couscous gestolpert. Der Studierende des Masterstudiengangs Entrepreneurship und SME Management verfolgte das Thema von da an mit immer größerem Interesse und schnell war die Idee geboren, ein eigenes Start-Up zu gründen, welches vegane Lebensmittel auf Basis von Hülsenfrüchten herstellt. Unter der Marke Hans Ranke werden heute vegane und glutenfreie Produkte angeboten, ebenso lecker wie einfach in der Zubereitung.

Der Unternehmensname Hans Ranke leitet sich übrigens von dem Märchen Hans und die Bohnenranke ab. Torsten Schuh fand es sehr passend, da das Märchen zum einen die Thematik der Bohne aufgreift, zum anderen, sagt er, habe er es sich zum Vorbild genommen genauso, zu wachsen wie die Ranke aus den verzauberten Bohnen und somit „ins Reich der Riesen vorzudringen“.

Wie bist du auf die Idee zu Hans Ranke und damit verbunden auf die Idee, Lebensmittel aus Hülsenfrüchten herzustellen, gekommen?

Ich war schon immer sehr gründungsinteressiert und habe während meines Studiums nach einer spannenden Idee gesucht. Das Thema Hülsenfrüchte kam auf, als Simon anfing sich vegetarisch zu ernähren. Zwar gibt es schon Nudeln aus Linsen oder ähnliches im Supermarkt, jedoch nicht in so hoher Qualität und nicht besonders nachhaltig. Der Trend in unserer Gesellschaft geht allerdings dahin, sich gesünder, nachhaltiger und fleischfreier zu ernähren. Daher erkannte ich das Potenzial dieser Alternative. Dazu sind unsere Produkte ganz einfach zuzubereiten - ohne viel Aufwand und Umstellung.

Was hat dich daran gereizt, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Die Strukturen, die in vielen Unternehmen herrschen, mochte ich noch nie - zum Beispiel sollte man nach Leistung bezahlt werden und nicht nach der Zeit, die man auf seiner Arbeit verbringt. Jetzt in meinem eigenen Unternehmen lebe ich das. Außerdem kann ich meine Arbeit komplett frei strukturieren. Ich arbeite wann, wie und wo ich will. Zudem treibt mich das Ziel gesunde und schnell zuzubereitende Gerichte auf den Markt zu bringen an. Ich versuche mich gesund zu ernähren, aber schnelle Alternativen fehlen. Und zu guter Letzt steht natürlich auch die Selbstverwirklichung dahinter.

Wann hast du den Entschluss gefasst, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

2018 kam die Grundidee rund um Lebensmittel aus Hülsenfrüchten auf. Als ich tiefer im Thema war, wurde mir schnell klar, dass es relativ schwierig ist, online Produzenten für die Produkte zu finden. Im Februar 2019 besuchte ich daher eine Messe, um Produzenten auszumachen und um weitere Inspirationen zu bekommen. Auf diese Messe kam man allerdings nur als Fachbesucher, so habe ich innerhalb einer Woche einen 40-Seitigen Businessplan erstellt und wenige Zeit später offiziell gegründet. Als ich dann das Gründerstipedium NRW bekommen habe, hat das die Idee noch weiter vorangebracht.

Was war die größte Herausforderung, der du bei Hans Ranke gegenüberstandest?

Das Schwierigste ist erst einmal zu wissen, womit man anfängt. Dann ergab sich direkt zu Beginn das Problem, einen Hersteller für Couscous aus roten Linsen oder Kichererbsen zu finden. Außerdem stellte die Gründung einen großen Unterschied zum Studium dar. Die Selbstorganisation spielt eine noch größere Rolle als im Studium, denn es gibt keine Fristen und Termine, die einem von Externen gesetzt werden, wie zum Beispiel bei einer Klausur. Vor allem in der Planungsphase muss man sich völlig selbstverantwortlich Ziele und Fristen setzen.

Inwieweit hat dich das Gründerbüro der Uni unterstützt?

Zum einen habe ich durch das Gründerbüro einen Ort, ein Büro zum Arbeiten und für wichtige Termine. Zum anderen war und ist das Netzwerk unglaublich hilfreich. Der Wissenstransfer und der gegenseitige Austausch sowohl mit den Mitarbeitern des Gründerbüros als auch mit den anderen Gründern bringt sehr viel. Außerdem wird man auf viele Wettbewerbe, Messen und Vorträge aufmerksam gemacht.

Was rätst du jungen Gründern?

Das ist eine gute Frage. Wahrscheinlich würde ich raten: einfach mal machen. Ich kenne so viele Menschen, die mal Ideen hatten, aber diese nicht weiterverfolgen. Man muss nicht unbedingt einen ausführlichen Businessplan schreiben wie ich, sondern sich einfach intensiv mit seiner Idee befassen, dann kommt auch automatisch mehr Motivation. Lasst euch nicht von Kritik demotivieren, seid aber auch nicht zu verbissen und versucht auf Biegen und Brechen die Idee umzusetzen. Auf jeden Fall sollte man aber etwas machen, wovon man wirklich selbst überzeugt ist, sonst geht einem irgendwann die Motivation verloren und das Ganze ist zum Scheitern verurteilt. Außerdem sollte man sich nicht scheuen, die Idee anderen zu präsentieren und somit wichtige Kontakte zu knüpfen.

Würdest du nochmal gründen?

Ja, ich würde auf jeden Fall noch einmal gründen. Ich habe dadurch so viel gelernt und so ein großes Netzwerk aufgebaut. Ich mag es, dass man mit allen möglichen Bereichen in Kontakt tritt und breit aufgestellt ist. Also ich kann aus meiner Gründung nur Positives ziehen.


Dieses Porträt basiert auf einem Interview mit Torsten Schuh und wurde von Janice Gust verfasst.

 

Hier zur Homepage des Start-ups.