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Probier's doch mal

„Obwohl es auch anstrengend war, war nie Zwang dahinter.“
Probier's doch mal
Gründer: Anna Ehlgen und Steffen Runkel
Studium an der Uni Siegen: Wirtschaftsingenieurwesen (Runkel)

Anna Ehlgen und Steffen Runkel haben das Rezept für ein modernes Kinderkochbuch entwickelt. Wie bei einem Gericht wurde auch hier ausprobiert, nachgewürzt und verfeinert bis die endgültigen Zutaten für das Kinderkochbuch stimmig waren. Steffen Runkel, Masterstudent Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Siegen, unterstützt seine Partnerin Anna Ehlgen in allen Lebenslagen, Anna bringt als studierte Ernährungswissenschaftlerin vor allem den fachlichen Hintergrund mit.

Wie seid ihr auf die Idee zu „Probier’s doch mal“ gekommen?

Die Initialidee kam von mir. Begeistert fürs Kochen war ich schon als Kind, aber durch mein Studium der Ernährungswissenschaften habe ich einen neuen Zugang zur Thematik gefunden und mein Interesse im Bereich Ernährung noch stärker entwickelt.

Besonders gefallen hat mir mein Praktikum in einer Kölner Kinderkochschule. Da durch die Corona-Pandemie allerdings solche Veranstaltungen/Schulen nicht mehr stattfinden konnten, habe ich mir überlegt, wie man das Kochenlernen den Kindern nach Hause bringen kann. So haben wir dann letzten November angefangen ein Kinderkochbuch zu entwerfen.

Was ist das Innovative an Eurer Gründung/an Eurem Kinderkochbuch?

Unser Kinderkochbuch wird neben anschaulichen Bildern und kinderleichten Arbeitsschritten auch von einer dazugehörigen App ergänzt. Zu jedem Gericht gibt es einen QR Code, welcher eine Audiodatei aufruft, in der die Kinder die Arbeitsschritte erklärt bekommen. In einem Quiz lernen sie Wissenswertes rund um das Thema Ernährung.

Bei der Entwicklung des Kinderkochbuchs haben wir vor allem drauf geachtet, dass die Gerichte vollwertig sind, kein Raffineriezucker verwendet wird und es immer eine vegane Option gibt. Außerdem gibt es auch einige glutenfreie Rezepte.

Welche Ziele verfolgt ihr mit Eurer Idee?

Mit unserer Idee wollen wir das klassische Kochbuch ablösen, denn das Konzept ist unserer Meinung nach etwas in die Jahre gekommen und nicht mehr so zeitgemäß. Mit „Probier’s doch mal“ wollen wir das Printmedium und die Digitalisierung verbinden, sodass die Kinder eigenständiger lernen können.

Wie organisiert ihr eure Zusammenarbeit?

Steffen unterstützt mich als mein Partner bei allem, aber er kümmert sich vor allem um den technischen Hintergrund und die Website. Ich habe bei der Ausarbeitung bisher immer den kreativen Part übernommen und mich mit dem Schreiben des Buches befasst.

Was war die größte Herausforderung bei der Erstellung eines Kinderkochbuchs?

In erster Linie, würde ich sagen, sind wir ein bisschen blauäugig an die Erstellung des Kochbuchs rangegangen. Wir wussten vorher nicht wie viele Alltagshürden sich einem stellen und wie anstrengend es teilweise werden würde. Aber jetzt im Nachhinein sind wir stolz auf unser Endprodukt und alles, was wir auf diesem Weg gelernt haben.

Seid ihr selbst die Herausgeber des Kochbuchs und eigenständige App-Entwickler?

Ja, wir sind selbst Herausgeber unseres Kinderkochbuchs. Über eine Crowdfunding-Kampagne haben wir unseren Druck finanziert, sodass wir nicht mit einem Verlag zusammen das Buch veröffentlichen mussten.

Die App-Entwicklung haben wir allerdings outgesourced. Steffen hat die Screens zwar selbst designed, aber die endgültige Entwicklung übernahmen dann Softwareentwickler.

Habt ihr die Rezepte zuhause ausprobiert?

Ja, wir haben alles von zuhause aus getestet und uns die Rezepte selbst ausgedacht. Alles, das ich morgens ausprobiert habe, gabs dann mittags zum Testessen.

Was treibt euch an?

Das ganze Projekt war für uns einfach eine Herzensangelegenheit, da gab es dann kein Zurück mehr. Ich fand es hat auch Spaß gemacht, sich in neue Programme einzuarbeiten. Obwohl es auch anstrengend war, war nie Zwang dahinter.

Welche Unterstützung habt ihr bei der Gründung erfahren?

Unterstützung fanden wir im Gründerbüro der Uni Siegen, wo wir monatliche Meetings hatten und mit anderen Gründern vernetzt wurden. Außerdem erhielten wir finanzielle Unterstützung durch das uns zugesagte Gründerstipendium NRW.

Was ratet ihr jungen Gründern?

Als junger Gründer sollte man sich nicht zu viele Gedanken machen, sondern einfach anfangen und sich trauen.

Würdet ihr wieder gründen?

Ich denke schon- Bisher war die Resonanz sehr gut. Also wir hätten auch schon Ideen für Kinderkochbuch Band 2.


Dieses Porträt basiert auf einem Interview mit Anna Ehlgen und wurde von Janice Gust verfasst.

 

Hier zur Homepage des Start-ups.