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Eskitec

„Wichtig ist es, zu netzwerken.“
Eskitec
Gründer: Dr. Michael-Christian Schmidt und Dr. Hamidreza Ahmadian
Studium an der Uni Siegen: Angewandte Informatik (Schmidt) und Robotics and Automation Engineering (Ahmadian)

Von der Initial-Idee im Frühjahr 2019 bis jetzt ist viel Arbeit in die Forschung und Entwicklung ihrer Technologie geflossen. Heute stehen die Gründer Dr. Michael-Christian Schmidt und Dr. Hamidreza Ahmadian kurz vor der eigentlichen Ausgründung ihres Start-ups „ESKITEC“ und der Markteinführung ihres Produkts. Das Unternehmen mit derzeitigem Sitz im Siegener Summit hat sich zum Ziel gesetzt, größtmögliche Sicherheit bei der Anwendung von KI-Systemen zu erreichen. / „Wir können Ausführungszeiten einer KI sicherstellen.“

Wie seid ihr auf die Idee zu „ESKITEC“ gekommen?

Die Idee zu unserer Technologie ist am Lehrstuhl für Embeddes Systems an der Universität Siegen entstanden, wo Hamid und ich als Wissenschaftler tätig sind. Nach meiner Promotion wollte ich eigentlich schon immer wieder zurück in die Wirtschaft. Mit der Förderung unserer Projektidee über das EXIST- Forschungstransfer Programm des BMWK steht diesem Schritt nun nichts mehr im Weg. Ziel dieses Forschungstransfers ist es, interessante Ergebnisse aus der Forschung wie unsere Technologie in die Wirtschaft zu bringen.

Was steckt hinter der Idee zu „ESKITEC“?

Wir entwickeln eine Technologie, die es unseren Kunden später ermöglicht, KI sicher auszuführen. Ich erklär‘ es dir am besten an einem Beispiel. Für das autonome Fahren werden verschiedene KI-Systeme verwendet. Eines davon hat beispielsweise die Funktion, Fußgänger zu erkennen. Jetzt muss die KI also in einer bestimmten Zeit entscheiden, ob das Fahrzeug abbremsen muss oder weiterfahren kann. Mit unserer Technologie stellen wir sicher, dass diese Entscheidung auch immer rechtzeitig erfolgen kann. Außerdem gewährleisten wir, dass sich die verschiedenen KI-Systeme nicht gegenseitig stören und jedes genug Zeit bekommt für seine Berechnungen.

Zur Zeit arbeiten wir mit sogenannten FPGAs (Field Programmable Gate Arrays). Das sind Computerchips, die man per Software rekonfigurieren kann. Dieser Chip steckt beispielsweise später im Computer und führt deine KI sicher aus. Das ist das, was wir kurzfristig machen, aber langfristig gesehen wollen wir die Technologie an Chip-Hersteller lizenzieren. Gegenwärtig sind wir auf der Suche nach einem strategischen Investor, der Interesse hat, unsere Technologie bei sich in die Hardware zu integrieren.

In welchen Bereichen ist eure Technologie einsetzbar?

Das prominenteste Beispiel ist wohl das genannte Beispiel mit dem autonom fahrenden Auto. Aber auch Smartphones haben mittlerweile spezielle KI-Beschleuniger integriert. So kommt das Thema KI mehr und mehr auch in der alltäglichen Welt an. Sehr interessant für uns sind sicherlich auch die Industrie und der Automatisierungsbereich, wo es zeitkritische Prozesse mit KI gibt. Aber auch im Bereich sicherheitskritische Infrastrukturen findet KI mittlerweile Anwendung. Hier sehen wir ebenso großes Potenzial für unsere Technologie.

Was ist das Innovative an eurem Unternehmen?

Es gibt auch schon andere Technologien, die KI sicherer machen, jedoch verfolgen diese andere Ansätze. Sie sind vor allem nicht so flexibel wie unsere Innovation, deswegen glaube ich, haben wir eine sehr gute Chance, uns am Markt zu etablieren.

Auf dem Foto sind zu sehen (v.l.n.r.): Michael-Christian Schmidt, Michael Brilka (stud. Hilfskraft),
Mario Qosja (stud. Hilfskraft), Vignesh Gogulavasan, Hamidreza Ahmadian, Darshak Sheladiya

Was reizt dich an der Selbstständigkeit?

Mich reizt die Gestaltungsfreiheit. ESKITEC war für mich die einmalige Gelegenheit auch mal was Eigenes zu machen, wo man die Möglichkeit hat, seine eigene Idee umzusetzen.

Was war die größte Herausforderung bei der Gründung?

Tatsächlich war die Corona-Pandemie die größte Herausforderung für uns. Wir entwickeln natürlich unsere Technologie im Team und eine große Herausforderung war es, die ganzen Strukturen und gemeinsam Zugänge für unsere Entwicklungshardware zu schaffen. Auch ist ein ehemaliger Mitgründer aus persönlichen Gründen aus dem Team ausgeschieden und wir mussten hier jemand neues für unser Team finden.

Wer sind eure (finanziellen) Unterstützer?

Gefördert werden wir durch das EXIST-Forschungstransfer Programm. Wir sind gerade am Ende der ersten Gründungsphase und konnten die Jury erneut erfolgreich von uns überzeugen, sodass wir auch die Zusage für die zweite Gründungsphase bekommen haben. Außerdem haben wir an verschiedenen Startup-Wettbewerben teilgenommen und konnten auch hier die Pitches erfolgreich meistern, wie zum Beispiel das Akzeleratorprogramm „One Small Step – Boost“ von Startpunkt57.

Inwiefern hat euch das Gründerbüro der Uni Siegen bei der Gründung unterstützt?

Besondere Unterstützung erhielten wir von Anfang an durch das Coaching vom Gründerbüro und profitierten von den weitreichenden Kontakten dort.

Was rätst du jungen Gründern?

Wichtig ist es, zu netzwerken. Man sollte sich auch nicht scheuen, die Leute in dem Netzwerk auch nach Hilfe zu fragen. Außerdem gibt es vom Hightech Gründerfond eine Video-Blog Reihe (HTGF Founders Classes), in der man sich verschiedene Aspekte zum Thema Gründung kostenlos auf YouTube ansehen kann. Das finde ich sehr hilfreich und interessant.


Dieses Porträt basiert auf einem Interview mit Dr. Michael-Christian Schmidt und wurde von Janice Gust verfasst.

 

Hier zur Homepage des Start-ups.