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Regionale-Stern für zwei Uni-Projekte

Zwei Projekte der Uni Siegen sind im Rahmen der Regionale 2025 mit dem ersten Stern ausgezeichnet worden. Im Siegener „Tiergarten“ wollen Uni und Stadt den Wald digital erlebbar machen. Mit dem Kreis Olpe entwickelt die Uni eine App, um Jugendlichen bei der Berufsorientierung zu helfen.

Digitale Bildungsprojekte standen im Fokus der jüngsten Sitzung des Regionale- Ausschusses, die aufgrund der aktuellen Corona-Situation ungewohnt verlief: Statt sich am Tisch gegenüberzusitzen, diskutierten die Verantwortlichen in einer Telefonkonferenz über Projekte, die der Region weiterhelfen. Mit der Entscheidung, zehn innovative Vorhaben auszuzeichnen, folgte der Ausschuss den Empfehlungen des Beirats – dieser hatte sich in einer Videokonferenz zusammengefunden und ausgetauscht. Unter den zehn ausgezeichneten Projekten sind auch zwei Projekte der Universität Siegen. Sie wurden jeweils mit dem ersten Stern ausgezeichnet.

Projekt "Natur digital begreifen" im Siegener „Tiergarten“

In Siegen sollen vor allem Kinder und Jugendliche die biologische Vielfalt im Erlebniswald Historischer Tiergarten künftig digital Regio_web1erkunden können. Die Erfahrung des Waldes mit allen Sinnen bleibt, wird aber ergänzt um digitale Komponenten. Dafür möchten Universität und Stadt Siegen gemeinsam neue Stationen entlang des bestehenden Wegenetzes entwickeln, erproben und evaluieren – um etwa Schulklassen teils unsichtbare Vorgänge in der Natur zu erklären.

"Der erste Stern ist für uns eine besondere Anerkennung unserer Projektidee und zugleich Ansporn, sich für die Verwirklichung der Idee mit viel Engagement einzusetzen", erklärt Prof. Dr. Klaudia Witte, Biologin an der Uni Siegen. "Mit dem Einsatz digitaler Medien in der Natur wollen wir die Faszination für die Natur und das Wertschätzen der Natur bei Jung und Alt (wieder) erwecken."

Aus Sicht der Projektverantwortlichen kann das Projekt "Natur digital begreifen" über eine zeitgemäße Wissensvermittlung insbesondere bei jungen Menschen das Naturverständnis und Umweltbewusstsein steigern. Dafür sollen an neuen digitalen Stationen entlang des bestehenden Wegenetzes teils unsichtbare Vorgänge in der Natur vermittelt werden. Erste Ansatzpunkte sind: Leben im Totholz, twitternde Bäume oder auch Wildtiere vor der Kamera.

Dauerhaft installierte Messsonden, Kameras und Mikrofone sollen Daten und Bilder an eine Datenbank mit angeschlossener Webplattform liefern. Über diese gelangen die Informationen dann zu den Wanderern entlang der Strecke im Tiergarten. Uni und Stadt sehen "Natur digital begreifen" als Modellprojekt. Die Erkenntnisse sollen auch anderen Akteuren der Umweltbildung in Südwestfalen helfen, digitale Angebote für weitere Naturorte zu gestalten.

Projekt "RegioQuest" soll Jugendlichen bei Berufsorientierung helfen

Regio_web2Mit einer neuen App möchten die Uni Siegen und der Kreis Olpe Jugendlichen bei der Berufsfindung und Unternehmen bei der Fachkräftesicherung helfen. Über die App "RegioQuest" erhalten Jugendliche auf spielerische Art Informationen über Ausbildungsberufe in ihrer Nähe.

"An dem Grundkonzept zu RegioQuest haben wir seit mehr als einem Jahr gemeinsam mit den regionalen Verbänden, Unternehmen und Jugendlichen gearbeitet", erläutert Prof. Dr. Thomas Ludwig, der an der Uni Siegen für cyber-physische Systeme zuständig ist. "Und wir freuen uns, dass wir mit dem ersten Stern nun die Grundsteine für eine Umsetzung des Projektes gelegt haben, um langfristig den lokalen Ausbildungsmarkt unterstützen zu können."

RegioQuest ist eine mobile Datenplattform. Sie soll Jugendlichen in der Berufsfindungsphase helfen und Unternehmen mehr Sichtbarkeit für ihre Ausbildungsplätze verschaffen. Die Daten dazu stellen Unternehmen auf einer Webplattform bereit. Die Jugendlichen wiederum können die mobile RegioQuest-App nutzen, die auf diese Daten zugreift. Sie lösen verschiedene Aufgaben mit regionalem Bezug (sogenannte Quests) an speziellen Standorten in ihrer Umgebung und lernen darüber Ausbildungsplätze in ihrer Nähe kennen. RegioQuest soll zusammen mit Unternehmen und Jugendlichen im Rahmen der REGIONALE 2025 entwickelt und umgesetzt werden.

Das Projekt ist zunächst für den Kreis Olpe geplant, könnte später aber auch in den anderen Kreisen Südwestfalens zur Anwendung kommen.

Hintergrund:
Die Regionale 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Südwestfalen hat sich erfolgreich beworben und wird nun bei Fördermitteln bevorzugt berücksichtigt. Im Rahmen der Regionale 2025 erhalten Projekte bis zu drei Sterne. Darüber beraten die Gremien der Regionale, die mit VertreterInnen aus ganz Südwestfalen und den unterschiedlichsten Organisationen besetzt sind. Der erste Stern wird für eine herausragende Idee vergeben, der zweite für ein tragfähiges Konzept. Beim dritten Stern sind Fördermittel sicher und das Projekt kann umgesetzt werden.