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Studien zu Alltag und ´guter Policey´ - Die Gesetzgebung der nassauischen Territorien ottonischer Linie im ausgehenden Mittelalter und der Frühen Neuzeit

Promotionsprojekt

Im Rahmen des Vorhabens sollen die im so genannten „Weisthum“für den Zeitraum vom 15. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gesammelten Erlasse, Gesetze und Verordnungen unter besonderer Berücksichtigung des Konnexes von „staatlicher“ Fürsorge, der so genannten „guten Policey“ sowie dem Alltag der Menschen systematisch untersucht und exemplarisch ausgewertet werden.

Die regionale Rahmenbildung umfasst dabei die gesamte im Weisthum überlieferte Gesetzgebung aller  Territorien nassauisch-ottonischer Linie. Dies sind im Wesentlichen das heutige als Siegerland bezeichnete Gebiet, sowie der Raum südlich des Siegerlandes, vor allem Dillenburg.

Ziel ist dabei keinesfalls die Erfassung der Gesamtheit aller Erlasse und Gesetze, sondern die EXEMPLARISCHE Auswertung ausgewählter Bereiche der Legislative, um an Hand dieser die „staatliche Fürsorgeseite“ der Gestaltung des Alltages der Bewohner des Siegerlandes dieser Zeit betrachten und in den Kontext der Zeit einordnen zu können.

Die primäre Verwendung von normativen Quellen basiert auf der Grundannahme, dass diese deutliche Rückschlüsse hinsichtlich der alltäglichen Lebensbedingungen der Einwohner eines Fürstentums zulassen. Zudem handelt es sich um partiell (vor allem in oranien-nassauischer Zeit) bereits bei Veröffentlichung gedruckte Erlasse, die so eine deutliche Verbreitung gefunden haben. Wir erfahren daraus, was im Nassau-Siegen jener Zeit mit hoher Wahrscheinlichkeit Alltag darstellte, wenn auch nur im begrenzten Rahmen. Gesetze und Verordnungen lassen Rückschlüsse zu, was die Menschen beschäftigte, womit sie ihren Lebensunterhalt bestritten, was sie in ihrer spärlichen Freizeit trieben und vieles mehr.

Einige Exkurse in angrenzende Herrschaften, wie beispielsweise das kurkölnische Herzogtum Westfalen können zusätzliche Rückschlüsse erlauben.

Weitere zeitgenössische Archivalien (wie z. Bsp. Protokolle oder Rechnungen) diverser Archive sowie damalige „Nachrichtenmagazine“ werden ebenfalls bei Bedarf konsultiert und hinzugezogen.