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Forum Siegen geht digital weiter

Thema „Große Transformation“: Prof.in Dr. Estelle Herlyn referierte bei Forum Siegen über die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN. Am 14. Januar ist Prof.in Britta Schellenberg zu Gast.

 

Forum Siegen geht digital weiter!

Am 14. Januar 2021 um 20 Uhr ist Dr. Britta Schellenberg (LMU München) zu Gast mit Ihrem Thema »Rassismus, Vorurteilskriminalität und Rechtsextremismus. Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten für Sicherheit im pluralen Deutschland«. Am 21. Januar 2021 um 20 Uhr spricht Christian Felber (Buchautor, Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie) über den Weg „Vom Kapitalismus zur Gemeinwohl-Ökonomie: Aufruf zur Revolution der Wirtschaftswissenschaft“. Unter dem unten stehenden Einladungslink für die erste Veranstaltung (Schellenberg/14.01.) können Sie sich am 14. Januar ab 19.45 Uhr live zuschalten. Der Einladungslink für den Vortrag am 21.01. wird separat verschickt.

ZOOM-Meeting: Thema: FORUM Siegen | »Rassismus, Vorurteilskriminalität und Rechtsextremismus. Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten für Sicherheit im pluralen Deutschland« Uhrzeit: 14.Jan.2021 19.45 Uhr

Zoom-Meeting beitreten:  https://uni-siegen.zoom.us/j/94978688344?pwd=Mkhid2lVSWxudkt4Vi9sMHlXRGdVdz09

Meeting-ID: 949 7868 8344 Kenncode: #Forum2JAN

„Die große Transformation. Wie gestalten wir die Welt von morgen?“ lautet in diesem Semester das Thema von Forum Siegen. Der Auftakt fand nun digital statt. Zu Gast via ZOOM war Prof.in Dr. Estelle Herlyn von der FOM Hochschule für Ökonomie und Management Düsseldorf. Sie referierte zum Thema „Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN – Hoffnungsvolle Perspektive jenseits von Corona“.

In das Semesterthema führte Jun.-Prof. Dr. Alexander Wohnig ein. Wohnig: „Die Bezeichnung ,Große Transformation‘ ist in den letzten Jahren als politischer Begriff und politisches Programm relevant geworden. Unter dem Titel ,Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation‘ ist 2011 das Hauptgutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) erschienen. Der Text wurde im Vorfeld der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung 2012 (Rio+20) erstellt. Darin wird eine weltweite Transformation zu einer klimaverträglichen Gesellschaft ohne Nutzung fossiler Brennstoffe als Ziel definiert, z.B. durch den Ausbau erneuerbarer Energien. Damit definiert die Große Transformation nicht nur ein politisches Ziel, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe.“ Zurück geht „Die große Transformation“ auf das 1944 erschienene gleichnamige Buch zu politischen und ökonomischen Ursprüngen von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen des Wirtschaftssoziologen Karl Polanyi.

Der Semestertitel, so Wohnig, beziehe sich mit der Fokussierung auf „Transformation“ auf einen tiefgreifenden Wandel. Damit werde ausgedrückt, dass sich Gesellschaften wandelten und wandeln müssten. Zugrunde liege diesem Denken die Überzeugung, dass die Menschheit so, wie sie bisher lebe, nicht weiterleben könne, wolle sie den Lebensraum Erde erhalten. Die Diskussionen um Erderwärmung und Klimawandel zeige diese Problematik an - weltweit, aber auch lokal.

Zum anderen verweise der Titel aber auch auf die Gestaltbarkeit der Zukunft und vor allem – durch die Frageform – auf den diskursiven Charakter, den diese potenzielle Gestaltung haben müsse. Bei der Frage danach, wie die Zukunft denn gestaltet werden kann, könne zentral auf das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung verwiesen werden. Dieses löse aber auch Zielkonflikte beispielsweise hinsichtlich eines vertretbaren wirtschaftlichen Wachstums aus. Zumal Fortschritt und Wohlstand als Legitimationsfaktoren moderner Gesellschaften gälten.

Prof.in Herlyn (Professorin für allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Beschaffung und Nachhaltigkeit) stellte zu Beginn ihrer Ausführungen dar, dass die durch die Corona-Pandemie verursachte Rekordverschuldung der Staaten nicht folgenlos bleiben könne. Viele Unternehmen gerieten in Schwierigkeiten. Der CO2-Ausstoß sei während der Pandemiezeit zwar gesunken, aber mit Blick auf den Klimawandel nicht in ausreichendem Maße.

Im Folgenden stellte die Referentin die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen vor. Diese unterteilen sich in Ziele zur Befriedigung der Grundbedürfnisse von Menschen (Hunger, Gesundheit, Bildung, Beseitigung von Armut), ökonomische Ziele und ökologische Zielsetzungen. Durch den rasanten Anstieg beispielsweise der Weltbevölkerung, des Energieverbrauchs und der Biomassenutzung etwa seit Beginn des 19. Jahrhunderts laufe das Wachstum seinen Grenzen vor allem unter dem Gesichtspunkt entgegen, dass wir alle auf einer Welt lebten.

Nachhaltigkeit gemäß der Definition der Bundtland-Kommission von 1987 gehe davon aus, dass die Grundbedürfnisse der heutigen Generation erfüllt werden sollten, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Nachholende wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz müssten zusammengehen.

Die Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen zu realisieren sei aus unterschiedlichen Gesichtspunkten schwierig, erläuterte der Gast aus Düsseldorf. Der UN Human Development Index (Bildung, Lebenserwartung, Einkommen) sei zwar beispielsweise in der EU hoch, gehe aber mit einem hohen ökologischen Fußabdruck einher. Herlyn: „Der einfachste Weg wäre, wir würden alle arm.“ Die Erfolgsaussichten der Agenda würden durch etliche Faktoren gemindert wie beispielsweise Bevölkerungswachstum, Zielkonflikte, Regulierungsdefizite, Tendenz zu Nationalismus, unzureichende Finanzierung, Technologiedefizite und mehr.

Als eine Lösungsmöglichkeit skizzierte die Referentin eine Allianz nicht staatlichen Engagements für Entwicklung und internationalen Klimaschutz zur Finanzierung von Projekten in so genannten Entwicklungs- und Schwellenländern. Mögliche Projekte könnten in Bereichen wie Aufforstung, effiziente Kocher, erneuerbare Energien, Landwirtschaft und Walderhalt angesiedelt sein. Auch Circular Carbon Economy, bei der chemische Verfahren zur massiven Absenkung verbleibender CO2-Emissionen genutzt werden, seien vielversprechend.

Bis zu 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an der Auftaktveranstaltung von Forum Siegen teil. Dem Vortrag schloss sich eine rege Diskussion zum Thema an.