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Girls‘ Day und Boys’ Day 2017

Der Jugendzukunftstag für Jungen und Mädchen fand an der Universität Siegen erstmals auf dem Campus Unteres Schloss statt.

Rund 40 Mädchen und Jungen besuchten die Universität Siegen am Girls‘ Day und Boys‘ Day 2017. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der städtischen Gleichstellungsstelle der Stadt durchgeführt

Auf dem Programm stand zunächst je eine Schnuppervorlesung für Mädchen und für Jungen aus dem Fach Bauingenieurwesen bzw. aus den Erziehungswissenschaften. Während sich die Jungen über die Möglichkeiten des Lehramtsstudiums an der Universität Siegen informierten, wurden die Mädchen von Prof. Dr. Reggiani in  verschiedene Problemstellungen des Wasser- bzw. Hochwassermanagements eingeführt, die in Zusammenhang mit Klimaveränderungen stehen. Im Mittelpunkt der Schnuppervorlesung standen Umweltphänomene wie Bodenerosion und Dürre, Gletscherschmelze, Hochwasser und Bodenversalzung

Nach einer kleinen Pause stand für die Jungen ein Besuch der Ausstellung „Typ 2020 – Was morgen zählt“ auf dem Programm. Hier wurden ihnen verschiedene Berufsfelder aus den Bereichen Gesundheit, Soziales und Dienstleistung präsentiert. Durch die Ausstellung führten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gleichstellungsbüros der Universität Siegen.

Die Mädchen erlebten zunächst eine Podiumsdiskussion mit Alumni der Universität Siegen sowie wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen der Fächer Elektrotechnik, Physik und Chemie. Hier erfuhren sie vieles aus den Lebensläufen und der jetzigen Tätigkeiten der jungen Frauen, die sich für einen naturwissenschaftlichen oder technischen Beruf in einem Unternehmen oder an der Universität entschieden haben. Wie sieht der Alltag im Unternehmen und am Lehrstuhl aus? Wie selbstbestimmt kann gearbeitet werden? Ist man ganz auf sich allein gestellt oder wird im Team gearbeitet? Gibt es in den naturwissenschaftlich-technischen Berufen wirklich so wenig Frauen und wie ist der Umgang mit den Kollegen?

Im Anschluss daran besuchten die Mädchen die Ausstellung „Vision 2027 – Erfinde deine Zukunft“. Hier konnten sie sich über innovative Erfindungen von Frauen sowie über die Erfinderinnen selbst informieren. Währenddessen erlebten die Jungen eine Podiumsdiskussion mit Alumni der Universität, die Grundschullehramt oder Soziale Arbeit studiert hatten. Auch hier ging es erst einmal um die Frage, wie es denn zu der Entscheidung kam, einen sozialen Beruf zu ergreifen oder Grundschullehrer zu werden. In welchem Alter entstand das Interesse, zum Beispiel mit Kindern zusammenzuarbeiten? Spielten ehrenamtliche Tätigkeiten, etwa im Sportverein, eine Rolle? Was bestimmt heute den Arbeitsalltag? Welche besonderen Fähigkeiten benötigt man und kann man vom Einkommen in diesen Berufen eine Familie ernähren?

„Die Podiumsdiskussionen waren für beide Seiten interessant“, fand Dr. Elisabeth Heinrich, die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Siegen, die die Veranstaltungen moderierte. „Wir hätten ohne Weiteres mehr als eine Stunde Zeit dafür ansetzen können. Das haben auch die Schülerinnen und Schülern so gesehen.“ Interesse erweckte auch der neue Campus Unteres Schloss. „Manchen der Schülerinnen und Schüler fehlte es allerdings noch an studentischem Leben und einer Cafeteria“, sagte Elisabeth Heinrich.


Urpsrünglicher Beitrag unter:  http://www.uni-siegen.de/start/news/oeffentlichkeit/758092.html