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Fachdidaktische Perspektiven Studierender auf den Religionsunterricht (FaPS-Reli)

Fachdidaktische Perspektiven Studierender auf den Religionsunterricht (FaPS-Reli)

Projektteam

Prof. Dr. Hans Mendl (Passau), Prof. Dr. Ulrich Riegel (Siegen)

Problemkontext

Standards für Bildung beherrschen gegenwärtig die pädagogische und didaktische Diskussion. Das gilt auch für die fachdidaktische Lehre an der Universität. In ihren Inhalten muss sie die Diskussion um schulische Bildungsstandards aufgreifen und auf die Ziele und Inhalte des Religionsunterrichts hin diskutieren. In ihrer Organisationsstruktur muss sie sich nicht nur in die Bachelor- und Masterstruktur einbringen, sondern  auch den nachdrücklichen Bestrebungen gerecht werden, die die ersten beiden Phasen der Lehrerbildung – Studium und Referendariat – eng aufeinander zu beziehen. Beide Diskussionen werden vor allem durch die beteiligen Institutionen geprägt, seien es die Kirchen, religionspädagogische Zentren, Lehrerverbände, religionsdidaktische Verbünde oder die Fachdidaktiker vor Ort. Wenig Gehör findet bislang die Stimme der Lernenden selbst. Das ist in doppelter Hinsicht brisant: Zum einen sind die Studierenden von heute morgen die Lehrerinnen und Lehrer, die fachdidaktisch kompetent unterrichten sollen. Zum anderen propagiert die gegenwärtige Religionspädagogik den Wert von Subjektorientierung,  ohne die Lernenden in dieser elementaren Frage an der Diskussion zu beteiligen. Das vorliegende Projekt will deshalb die fachdidaktische Perspektive von Studierenden erheben, in ihrer Entwicklung während des Studiums dokumentieren und mit den Studierenden selbst darüber ins Gespräch kommen.

Forschungsfragen

Das FaPS-Reli-Projekt untersucht somit folgende Forschungsfragen:

  1. Welche grundlegenden Ziele soll der Religionsunterricht in den Augen Studierender mit Lehramt Religion verfolgen?
  2. Welchen Kriterien muss eine Religionsstunde genügen, dass sie von Studierenden mit Lehramt Religion als gelungen angesehen wird?
  3. Wie hängen die Zielperspektive und die didaktische Orientierung mit der religiösen Praxis, der Glaubenshaltung und den Studienmotiven zusammen?
  4. Wie entwickeln sich die Zielperspektive und die didaktische Orientierung im Verlauf des Studiums?

Methode

Das FaPS-Reli-Projekt folgt einem empirisch-quantitativen Design. Befragt werden Studierende auf Lehramt Religion aus ganz Deutschland. Die Daten werden in drei Fragebögen erhoben, die online ausgefüllt werden. Als Erhebungszeitpunkte sind vorgesehen: Der Beginn des Studiums (t1), während des Religionspraktikums im Semester ("fd. Tagespraktikum", "schulpraktische Studien", "semesterbegleitendes Praktikum", usw.; t2) und am Ende des Studiums (t3 – vgl. Grafik). Die Option, die Befragung ins Referendariat und in den Schuldienst hinein zu verlängern, besteht.

Das FaPS-Reli-Projekt gibt den Studierenden eine Rückmeldung über ihre eigenen Antworten. Dazu werden die Eingaben entsprechend der theoretischen Konzepte automatisch ausgewertet und mit einem kurzen Kommentar verbunden. Die Studierenden haben so die Möglichkeit, über ihre eigene fachdidaktische Orientierung nachzudenken. Ferner können sie die Befunde in das Gespräch fachdidaktischer Veranstaltungen einbringen.

Publikationen

  • Ulrich Riegel & Hans Mendl (2014), What should RE in Germany be about and how does religiosity fit into this picture?, in: Journal of Beliefs and Values 35/2, 165-174
  •  Ulrich Riegel & Hans Mendl (2013), Fachdidaktische Perspektiven protestantischer Studierender auf den Religionsunterricht, in: Werke M. (Hg.), ReligionslehrerInnen-Bildung in der Krise? (im Escheinen).
  • Ulrich Riegel & Hans Mendl (2012), Studienmotive fürs Lehramt Religion, in: Zeitschrift für Pädagogik und Theologie, 63/4, 344-358.