..
Suche
Hinweise zum Einsatz der Google Suche
Personensuchezur unisono Personensuche
Veranstaltungssuchezur unisono Veranstaltungssuche
Katalog plus

Lehre

Lehrprofil

Konzept / Arbeitsformen / durchgeführte Lehrveranstaltungen bis 2016:

akad.Lehre2000-2016

 

Aktuelle Lehrveranstaltungen

 

WiSe 2019/20:

"Verzweifle!" Einführung in den Existenzialismus

 

 

Lehrveranstaltungen vergangener Semester

 

SoSe 2019: Kultur: Die Welt der Menschen - Einführung in die Philosophie Ernst Cassirers

Ernst Cassirer (1874-1945) gehörte zu den angesehensten deutschen Philosophen in der Weimarer Republik. Nachdem er bereits 1933 aus dem nationalsozialistisch regierten Deutschland floh, geriet er hier für Jahrzehnte in Vergessenheit. Erst seit den 1980er Jahren wird sein äußerst umfangreiches Werk in Deutschland wieder und in zunehmender Breite rezipiert.
Sein Grundinteresse richtet darauf, wie Menschen die natürliche und vor allem die soziale Welt verstehen und sich in ihr zu orientieren suchen. Er untersucht die Vielfalt dieser Versuche, die er insgesamt als die Kultur des Menschen versteht, und will deren systematische Grundlage und Einheit herausfinden. Aus diesen Fragen entsteht seine „Philosophie der symbolischen Formen“. In ihr verbindet er kulturhistorische, erkenntnistheoretische und ethische Einsichten zu einem Grundverständnis der Menschen und ihrer Welt, das bis heute aktuell ist.

 

SoSe 2019: Toleranz - unverzichtbar und unzureichend

Der Begriff „Toleranz“ ist zurzeit in aller Munde. Die einen sehen in ihr die Lösung, die anderen die Ursache für zahlreiche zwischenmenschliche und gesellschaftliche Konflikte.

Das Seminar wird sich zunächst – in Auseinandersetzung mit Rainer Forst – um eine klare Bestimmung des Begriffs bemühen. Erst wenn diese erreicht ist, lässt sich fragen, wann Toleranz geboten ist – und wo sie ggf. Grenzen haben muss.

Im zweiten Teil des Seminars geht es dann darum, ob und wie in einer Gesellschaft, die eine große Vielfalt von Überzeugungen und Lebensformen toleriert, verbindliche Regeln des Zusammenlebens gefunden und durchgesetzt werden können.

 

 

WiSe 2018/19: Fragen? Einübung philosophischen Fragens und Antwortens

Die Philosophie ist eine merkwürdige Wissenschaft. Denn sie hat, anders als andere Wissenschaften, keinen eigenen Inhalt. Stattdessen aber gibt es kein Thema und keine Fragestellung, die man nicht auch philosophisch bedenken könnte. Was aber heißt es, etwas „philosophisch zu bedenken“? Das Seminar, das absichtlich kein festgelegtes Thema hat, bietet eine Einführung in das philosophische Fragen. Dazu werden wir gemeinsam in der ersten Sitzung einige Themen aussuchen, die wir dann gemeinsam philosophisch befragen – und die Möglichkeit von Antworten erkunden.

 

SoSe 2018: Hans Jonas - Denker gegen den Strom. Vertiefte Einführung in Leben und Werk 

Hans Jonas ist einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden, als er im Jahr 1979 sein Hauptwerk „Das Prinzip Verantwortung“ veröffentlichte. Darin fordert er eine neue philosophische Ethik, die die Verantwortung der Menschen für künftige Generationen ernstnimmt – angesichts von Umweltzerstörung, möglichen Atomkriegen und Gentechnologie. Doch das Werk dieses jüdischen Philosophen, der 1933 aus Deutschland floh, beschränkt sich nicht auf ethische Fragen. Es umfasst außerdem religionshistorische und religionsphilosophische Schriften wie grundlegende Überlegungen zu Anthropologie, Evolution und Naturwissenschaft. (Vom 6. -9. Juni 2018 fand in Siegen die internationale Hans Jonas Konferenz statt. Die Teilnahme an diesem Kongress war zentraler Bestandteil des Seminars.) Das Seminar wie die Konferenz werden mit all diesen Bereichen des Denkens von Hans Jonas vertraut machen.

 

SoSe 2018: Philosophie zwischen Religionskritik und Religionsbegründung: Eine facettenreiche Geschichte

Das Verhältnis zwischen religiösem und philosophischem Denken, zwischen Theologie und Philosophie ist schon lange und immer noch heftig umstritten. Es gibt theologische Ansätze, die sich strikt gegen philosophische Denkformen wehren, und andere, die mit Hilfe der Philosophie den Glauben rational zu durchdenken und zu begründen versuchen. Es gibt philosophische Ansätze, die die Religion für den Gipfel der Irrationalität halten, und andere, die den Glauben an Gott als Ziel und Vollendung des Denkens verstehen. Nicht zuletzt zur eigenen Positionsbestimmung lohnt es sich, die Argumente für und gegen die so unterschiedlichen Auffassungen kritisch zu prüfen. Genau das ist das Ziel des Seminars, das sich mit einer Reihe besonders prägnanter Stellungnahmen zu dem umstrittenen Verhältnis befasst.

 

WiSe 2017/18: Angst - Politische und philosophische Perspektiven

Angst ist seit einiger Zeit wieder ein öffentliches Thema geworden: Die Angst vor dem Terrorismus, die Angst vor „den Fremden“, die Angst vor dem Islam, die Angst vor dem Verlust des Wohlstands… Das Seminar nähert sich zunächst aus einer philosophischen Perspektive dem Thema. So soll geklärt werden ob und warum Angst zum menschlichen Leben gehört und was sie bedeutet. Danach weitet sich der Blick auf psychologische und politische Zusammenhänge. Die Frage, in der die verschiedenen Ansätze schließlich zusammenkommen, richtet sich auf das Verständnis der aktuellen gesellschaftlich thematisierten Ängste auf mögliche Wege, mit ihnen angemessen umzugehen.

 

WiSe 2017/18: Anthropologie und Normativität

Dass unsere Auffassungen davon, was einen Menschen wesentlich ausmacht, Einfluss auf Moralbildung und Gesetzgebung nehmen, erscheint auf den ersten Blick wenig verwunderlich. Aus der Perspektive einer praktischen Philosophie, die den Anspruch hat, Normen rein rational aufzustellen und zu begründen, sieht das jedoch anders aus. Sie fragt sich zunächst: Sollte das auch so sein und kann es konsistenter Weise überhaupt so sein? Genauer:

- Wie kann es von statten gehen, dass bestimmte Menschenbilder praktische Verbindlichkeit für uns und andere erlangen? Mit anderen Worten: Können aus deskriptiven Sätzen über den Menschen gültige normative Sätze werden, die einem ein Tun oder Unterlassen vorschreiben?

- Wie unproblematisch ist es, wenn kulturell geprägte Vorstellungen vom Menschen in überkulturell bindende Gesetzgebung einfließen?

Im Seminar wird diesen und verwandten Fragen nachgegangen

 

SoSe 2017: Menschenwürde - historische Ansätze und aktuelle Herausforderungen

An der Universität Siegen wurde im SoSe 2017 das Grundgesetz in vielen Aktionen und Veranstaltungen thematisiert. Schon dessen erste Sätze postulieren: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Diese Sätze werden häufig zitiert – und werfen viele Fragen auf: Was ist „Menschenwürde“? Wer besitzt sie? Wodurch ist sie begründet? Kann ein Mensch sie verlieren? Ist sie eine christliche, westliche Idee – oder ist sie in allen Kulturen bekannt und anerkannt? Nicht zuletzt gilt es zu klären, in welchem Verhältnis die Menschenwürde zu den Menschenrechten steht.

 

SoSe 2017: Säkularität - Über die Aussagekraft eines vielbeschworenen Begriffs

Das Verhältnis zwischen Staat, Gesellschaft und Religion war und ist umstritten. Auch in Deutschland wird darüber gestritten, welche Rolle die Religion in Öffentlichkeit und Staat spielen soll – und das nicht erst, seit die in Deutschland lebenden Muslime die Religionsfreiheit für sich fordern. Die aktuelle Debatte lässt sich nur verstehen, wenn man die Geschichte der Säkularisierung und die sehr verschiedenen Formen von Säkularität kennt. Erst dann lässt sich auch erkennen, was die Säkularisierung für die Gesellschaft und für die in ihr lebenden religiösen Menschen bedeutet.

 

 WiSe 2016/17: "Metaphysische Vermutungen" nach dem Ende der Metaphysik: Hans Jonas als Denker "gegen den Strom"

Die Lebenszeit der Philosophen Hans Jonas (1903-1993) umfasste nahezu das gesamte 20. Jahrhundert. Schon kurz nach seiner Studienzeit bei Martin Heidegger und Rudolf Bultmann emigrierte der jüdische Denker – zunächst nach England, Israel und Kanada, um dann den größten Teil seines akademischen Lebens an der New School in New York zu verbringen. Seine Forschungsgebiete waren denkbar breit. Sie reichten von der Religionsgeschichte und Religionsphilosophie über eine philosophische Interpretation der Evolution bis zu seinem berühmten Spätwerk über „Das Prinzip Verantwortung“. Jonas verstand sich selbst immer als einen „Denker gegen den Strom“. Am deutlichsten wird seine Widerständigkeit gegen den jeweiligen mainstream darin, dass er an der philosophischen Aufgabe festhält, auch metaphysische Fragen immer wieder neu zu bedenken. Das Seminar gibt einen Überblick über die vielen Themen des Denkens von Hans Jonas. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den metaphysischen Aspekten seines Werks und den anti- bzw. nachmetaphysischen Entwürfen der zeitgenössischen Philosophie, zu denen Jonas ein Gegengewicht setzen wollte. Wie sich im Seminar zeigen wird, ist diese kontroverse bis heute von ungebrochener Aktualität.

 

SoSe 2016: Was ist Warheit? Handlungsoptionen in einer vieldeutigen Welt

Es ist unübersehbar, dass ein und derselbe Gegenstand, ein und dasselbe Ereignis von Menschen sehr unterschiedlich erfahren und verstanden werden. Ein Bild ist für den einen ein bewegendes Kunstwerk, für die andere ein lukratives Spekulationsobjekt. Mit einer Rose überbringt einer seine Liebeserklärung, die andere untersucht deren genetische Informationen. Was die einen als blinden Zufall sehen, erscheint anderen als Eingreifen einer transzendenten Macht. In welchem Verhältnis stehen diese Verständnisse zueinander? Welchen Einfluss haben sie auf das Handeln von Menschen? Lässt sich eine Deutung als die einzig wahre erweisen? Oder müssen wir uns mit einer Vieldeutigkeit abfinden, die jede Entscheidung, jede Orientierung unmöglich macht? Das Seminar wird mit erkenntnistheoretischen, kulturphilosophischen und systemtheoretischen Methoden versuchen, der Antwort auf diese Fragen näherzukommen.

 

SoSe 2016: Umstrittene Toleranz

Kaum eine Forderung wird in einer pluralistischen Gesellschaft so oft erhoben wie der Aufruf zu „Toleranz“. In der aktuellen Flüchtlingsdebatte wird der Begriff von den Einen beschworen, von den Anderen verteufelt. Dabei ist aber häufig weitestgehend unklar, was genau dieser Begriff bedeutet und fordert. Der Philosoph Rainer Forst hat in den letzten 20 Jahren ein Konzept von Toleranz entworfen und weiterentwickelt, das für die aktuelle Diskussion über die Toleranz und ihre Grenzen maßgeblich geworden ist. Inhalt des Seminars ist es, dieses Konzept kennenzulernen und kritisch zu diskutieren.