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Heike Classen

Heike Classen

Heike Kerstin Classen ist gebürtige Siegenerin, heute lebt sie in Köln und arbeitet als Product Managerin bei der Schokolade Ludwig GmbH & Co. KG. Sie studierte an der Siegener Universität Germanistik mit den Nebenfächern Politikwissenschaften und Geschichte. Die Studienzeit hat Heike Classen sehr genossen, vor allem die enge Zusammenarbeit zwischen Professoren und Studentenschaft. Auch heute steht sie mit ihrer „Alma Mater“ in Verbindung, als Mentorin im Mentoring-Programm des Alumniverbundes der Uni Siegen begleitet sie Studierende und leistet ihnen wo nötig Hilfestellung. Darüber hinaus steht sie der Universität auch als Lehrbeauftragte zur Verfügung. Als bald zweifache Mutter ist sie ein gutes Beispiel dafür wie Familie und Beruf erfolgreich vereinbart werden kann. Nichts ist unmöglich!

Sie haben an der Universität Siegen Ihr Germanistik Studium mit den Nebenfächern Geschichte und Politikwissenschaften absolviert. Wie kam es dazu, hier in Siegen zu studieren?

Da ich gebürtig aus Siegen komme, lag es nahe auch an der Siegener Universität zu studieren, zumal die Siegener Uni über einen sehr guten Ruf verfügt.

Beschreiben Sie kurz rückblickend Ihre Studienzeit in Siegen. Welche Vorteile hatte es für Sie an einer eher kleinen Universität wie Siegen zu studieren und welche Nachteile haben Sie dadurch empfunden?

Als großen Vorteil habe ich die sehr gute Betreuung durch die Professoren empfunden. Dies ist sicherlich auch dadurch bedingt, dass es im FB 3 sowie im FB 1 eher kleinere Kurse gab, die eine engere Zusammenarbeit ermöglichten. Dies ist an großen Unis eher seltener der Fall, dort ist alles viel anonymer. Bei Fragen hatte ich immer direkte Ansprechpartner und auch die Stimmung unter den Studenten war ziemlich gut. Einziger Nachteil am Standort Siegen war, dass die Auswahl an interessanten Praktika bei großen, namhaften Firmen je nach persönlicher Ausrichtung eher begrenzt war.

Wie haben Sie die Stadt Siegen und die Menschen die Ihnen hier begegnet sind wahrgenommen? Was finden Sie gut, was würden Sie verändern?

Ich bin in Siegen geboren und hatte sowohl mit Siegenern als auch mit Zugezogenen eine richtig gute Studienzeit. Und einige Freundschaften bestehen auch jetzt noch.

Heute leben und arbeiten Sie in Köln. Sie haben nach Ihrem Studium zunächst bei verschiedenen Werbeagenturen gearbeitet. Heute sind Sie als Product Managerin bei der Ludwig Schokolade GmbH in Bergisch-Gladbach tätig. Wie kam es dazu, dass Sie sich in der beruflichen Praxis von Ihrem eigentlichen Studium Germanistik entfernt haben?

Ich finde, das Germanistik und Werbung sich nicht ausschließen. Gerade in der Werbebranche gibt es viele Quereinsteiger. Außerdem glaube ich, dass es trotz eines bestimmten Abschlusses möglich ist, in vielen unterschiedlichen Bereichen beruflich tätig zu sein. Es kommt viel darauf an, mit welcher Einstellung man den Dingen gegenübertritt.
Als Product Managerin ist neben dem Marketing auch das Projektmanagement wichtig, und hier kann ich auf viele wertvolle Erfahrungen aus meinen vorherigen Tätigkeiten in der Werbebranche zurückgreifen.

Beschreiben Sie uns kurz Ihre aktuelle berufliche Tätigkeit.

Meine aktuelle Tätigkeit splittet sich in zwei große Aufgabenfelder: Erstens die Betreuung einer Marke im Kaubonbonsegment und zweitens die Betreuung von Handelsmarken im Schokoladenbereich.

  • Im ersten Bereich bin ich für das Kaubonbon FRITT verantwortlich. Zu meinen Aufgaben gehört neben der Produktpflege die Weiterentwicklung der Marke durch z. B. die Entwicklung neuer Sorten, innovativer Verpackungen/ Platzierungsmöglichkeiten, die Suche nach neuen Kooperationsmöglichkeiten und neuen Kommunikationskanälen sowie die Suche nach neuen Promotion-themen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen sowie den Agenturen und macht unglaublichen Spaß, da man hier sehr kreativ sein kann. Und auch das Beobachten von Trends und der Konkurrenz sowie die Auseinandersetzung mit der Zielgruppe ist absolut spannend.
  • Im zweiten Bereich bin ich für Handelsmarken im Tafelschokoladenbereich zuständig. Dieser Bereich ist stark vom Projektmanagement geprägt. Es gilt, Ausschreibungen und Aufträge mit den Fachabteilungen abzuwickeln und zu koordinieren. Hierbei ist besonders spannend, auf wie viele Details es zu achten gilt, damit später eine reibungslose Produktion garantiert ist.
Mit der Kombination aus dem Produktmanagement für FRITT und dem Projektmanagement für Tafelschokoladen bin ich in sehr interessanten – und besonders leckeren – Bereichen tätig.

 

Sie sind sehr bald zweifache Mutter. Wie lassen sich für Sie Kinder, Job und Haushalt unter einen Hut kriegen? Wie begegnen Sie der täglichen Herausforderung? Haben Sie einen Spruch, der Ihnen bei aufkommendem Stress hilft?

Als erstes geht so etwas nur mit einem tollen Partner an der Seite und einem wunderbaren Kind. Und mit einem guten Netzwerk mit lieben Menschen, entsprechenden „Notfallplänen“ für den worst case sowie der nötigen Portion Selbstdisziplin und Organisation funktioniert die Bewältigung des Alltags recht gut. Sicherlich gibt es Phasen, in denen sich der Stress bemerkbar macht, aber dann sage ich mir immer: „Die Phase geht vorbei“. Zudem habe ich erst durch meinen Sohn gelernt, die richtige Balance zwischen Berufs- und Privatleben zu finden. Er hat mich geerdet und bereichert unser Leben Tag für Tag.

Sie sind aktiv im Mentoring Programm des Alumniverbundes der Uni Siegen als Mentorin tätig. Warum engagieren Sie sich für Studenten der Uni Siegen? Was für Erfahrungen haben Sie bisher gemacht?

Ich finde das Mentoring-Programm sehr gut und unterstützenswert, vor allem der Austausch von Theorie und Praxis kann sowohl den Studenten während seines Studiums und den Mentor in seiner täglichen Praxis und im Umgang mit dem Nachwuchs bereichern.
Aus meiner Sicht als Mentorin finde ich es toll, mich dadurch auch mit anderen Dingen beschäftigen zu können, die über meinen beruflichen Alltag hinausgehen und auch von den Studenten zu lernen. Ich hätte als Studentin selbst gerne ein solches Angebot genutzt, um vor allem Einsichten in bestimmte Branche von Insindern zu bekommen, von Erfahrungen der Mentoren zu profitieren und natürlich um gute Kontakte zu knüpfen. Zudem gibt mir das Mentoring Programm die Möglichkeit, mit meiner ehemaligen Uni in Verbindung zu bleiben.

Wie beurteilen Sie die deutsche Familienpolitik? Schafft Sie Ihrer Ansicht nach genügend Möglichkeiten um Familie und Job zu vereinbaren?

Die deutsche Familienpolitik hat einige Schritte in die richtige Richtung getan, aber es liegt auch noch ein gutes Stück Weg vor ihr. Ein Blick in andere Länder zeigt, dass es noch viele Möglichkeiten gibt, Familie und Beruf besser vereinbar zu machen. Aber auch die Unternehmens- und Arbeitskultur sollte offener werden und alternative Arbeitsmodelle im generellen und familienfreundlichen Arbeitsmodellen im speziellen als Chancen für sich entdecken.

Wenn Sie Ihre momentane Situation als erfolgreiche Familien- und Jobmanagerin betrachten, was darüber hinaus würden Sie sich für Ihre Zukunft wünschen?

Es gibt eine Vielzahl an Wünschen und Hoffnungen, die ich habe. Diese betreffen allerdings weniger mich, sondern vielmehr die Allgemeinheit. Für meine private Zukunft aber wünsche ich mir, dass unser zweiter Sohn gesund zur Welt kommt und wir weiterhin als Familie so glücklich bleiben.