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Helga Schwarz-Schumann

Helga Schwarz-Schumann

Helga Schwarz-Schumann, geb. 21.05.1955 in Siegen, verheiratet, 2 erwachsene Töchter Realschulabschluss 1971 Ausbildung zur Techn. Zeichnerin bei Achenbach Buschhütten 1971 - 1974 Erwerb der Fachhochschulreife an der Fachoberschule für Technik, Siegen 1975 Studium der Wirtschaftswissenschaften HS I 1975/1976 - 1980 Studium Lehramt Sek II von 1980 - 1985; heute Mitglied des Landtages NRW

Das Studium an der Universität Siegen - Der persönliche Eindruck

Das System der integrierten Gesamthochschule erforderte von den Studierenden mit Fachhochschulreife Leistungsnachweise durch sogenannte Brückenkurse, deren Belegung sehr zeitaufwändig war. Der Erwerb der Scheine in den Vorleistungsfächern Recht und Rechnungswesen kostete ebenfalls viel Zeit. Die Anforderungen waren sehr hoch und die Durchfallquoten entsprechend. Im Grundstudium gab es relativ viele Studierende, was sich im Hauptstudium schlagartig änderte. Dort entpuppten sich die Bedingungen als traumhaft mit beispielsweise maximal 8 Studierenden in den Wahlfächern. (So war Frau Schwarz-Schumann in Arbeitsrecht bei Prof. Odenthal zwei Semester lang die einzige Hörerin: "Das war zwar stressig, aber ich habe ungemein was gelernt, was mir später sehr geholfen hat".)

Die Qualität des Unterrichtsstoffes und die Qualifikation der Professoren wird als überwiegend gut beurteilt. "Im späteren Berufsleben kam mir insbesondere zugute, dass ich wissenschaftliches und damit exaktes und systematisches Arbeiten gelernt habe." Vorteilhaft war auch der Zwang der Professoren Vorträge frei zu halten. Der Hochschulbibliothek gebührt ein großes Lob. "Mir ist keine andere Hochschulbibliothek bekannt, wo man sich so unkompliziert Bücher ausleihen und zum Arbeiten mit nach Hause nehmen kann."

An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass Betreuungsmöglichkeiten für Kinder wünschenswert gewesen wären. Ohne die Unterstützung der vor Ort lebenden Eltern, wäre das Studium mit Kind unmöglich gewesen.

Studienschwerpunkte und berufliche Ausrichtung

Die Ausrichtung auf den Beruf erfolgte mit den Studienschwerpunkten Personalwesen und Arbeitsrecht. Während des Studiums in den Jahren 1977 bis 1985 war Frau Schwarz-Schumann Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung, Stipendiatensprecherin, Mitglied des Bundesleitungskollektivs und Stipendiatsvertreterin im Kuratorium. Sie hat diverse Praktika bei der IG Metall und dem DGB absolviert und war Bildungsreferentin der IG Metall.

Von 1980 bis 1985 schloss Frau Schwarz-Schumann ein Zweitstudium für das Lehramt, Sekundarstufe II für berufsbildende Schulen mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und hier insbesondere Produktionsabläufe an. Die vorherige Ausbildung und die Spezialisierung im BWL-Studium konnten für diesen Bereich genutzt werden. Der vorgeschriebene Studienablauf hinsichtlich der fachdidaktischen Vorlesungen wurde als zu starr empfunden. Während eines entsprechenden Praktikums kam es dann zu einem Schlüsselerlebnis, das für den Nichteintritt in den Schuldienst entscheidend war.

Es handelte sich um eine Unterrichtsstunde an der kaufm. Berufsschule in Siegen in einer Verkäuferinnenklasse, 2. Ausbildungsjahr, zum Thema Sommerschlussverkauf- und die Möglichkeiten wirkungsvoller Warenanpreisung. Von 22 Schülerinnen beteiligten sich 18 aktiv am Unterricht! Dieser war offen gestaltet mit angemessenen Materialien, Anreizen zur Gruppenarbeit und dem entsprechenden Tafelbild. Der Glaube, eine gute Stunde gehalten zu haben, die offensichtlich auch den Schülerinnen Spaß gemacht hatte, wurde durch den Kommentar des Mentors schnell zerstört: "Also, die Prüfung schaffen Sie nie, wenn Sie sich die Allüren aus der Erwachsenenbildung nicht abgewöhnen. Ein Lehrer sitzt nicht während des Unterrichts am Schreibtisch. Schüler müssen zum Lehrer aufschauen! Wenn Sie nicht die ganze Zeit stehen können, dann setzen Sie sich eben auf den Schreibtisch!"

Für Frau Schwarz-Schumann war es keine Alternative entweder die Schüler oder sich selbst kaputt zu machen und sie entschied sich für den beruflichen Einstieg bei der IG Metall.

Mandatsträgerin im nordrhein-westfälischen Landtag

Sie begann dort ihre Karriere 1985 als hauptamtliche Gewerkschaftssekretärin. Bis 1990 war sie bei der Verwaltungsstelle in Lüdenscheid tätig und ab Januar 1991 in diversen Bezirksleitungen der IG Metall in Köln, Wuppertal, Dresden, Dortmund und zuletzt in Düsseldorf. Die letzten Betätigungsschwerpunkte lagen in den Bereichen Tarif- und Branchenpolitik. Von 1996 bis 1998 war sie für die Ausübung des Amtes der Geschäftsführerin bei Siegerland Consult in Siegen freigestellt. Sie hat in Siegen außerdem eine eigene Beratungsagentur für Arbeitszeit- und Entlohnungsfragen gegründet. Im Laufe ihrer Berufstätigkeit hat sie immer wieder neue Aufgabenfelder gesucht und bearbeitet. Dies macht deutlich, dass Langeweile in ihrem Leben keinen Platz hat.

Seit 1988 ist sie Mitglied der SPD. Zu den Stationen ihrer politischen Laufbahn gehören die Ratsmitgliedschaft in Olpe von 1994 bis 1996, die in Siegen ab 1999, wobei sie gleichzeitig das Amt der Ortsvereinsvorsitzenden inne hatte. Ab dem Jahr 2000 war sie Stadtverbandsvorsitzende und wurde im Mai 2002 als Abgeordnete für den Wahlkreis Siegen/Freudenberg direkt in den Landtag NRW gewählt. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Europapolitik, Hochschule und Forschung, Frauenpolitik (stellvertretende Ausschussvorsitzende).

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