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Dr. Tilman Welther

Dr. Tilman Welther

Dr. phil. Tilman Welther wurde 1965 geboren. Nach einem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens entschied er sich, noch ein Medienstudium in Siegen anzuhängen und kam so als einer der ersten zum Siegener Diplomstudiengang Medien-Planung, -Entwicklung und -Beratung, der damals noch in seiner Pilotphase war. Mit einer Arbeit über die "Digitale Revolution" promovierte Tilman Welther im Jahr 2000 - während der Promotionszeit nahm er an einem kunsthistorischen Doktorandenkolloquium in Berlin teil. Er ist in Berlin geblieben und ist heute Leiter seines von ihm 2001 eigens gegründeten Verlags (Welther Verlag Berlin), über den er die wöchentliche "Fondszeitung" publiziert. Ziel des Verlags ist,…" alle Teilnehmer des Marktes der geschlossenen Fonds umfassend, präzise und kritisch über die Geschehnisse der Branche zu informieren, wobei der Blick über den Tellerrand zum Programm gehört."

Wie für die meisten anderen unserer portraitierten Alumni war auch für Tilman Welther der Schritt in die Selbständigkeit rückblickend ein erfolgreicher Schritt, einerseits, da er sich mit der Fondszeitung in einen recht viel versprechenden Nischenbereich gewagt hat, andererseits, da er sich so - und sei es vielleicht auch nur theoretisch… -, die Möglichkeit offen hält, "ab morgen auch was ganz anderes machen zu können".

Zum Studium in Siegen

Warum haben Sie sich für diesen Studiengang/ diese Studienfächer entschieden?

Hauptbeweggrund war mein Interesse an der Kombination ganz unterschiedlicher Wissenswelten. Hier: Die Kombination der literaturwissenschaftlich inspirierten Medienwissenschaft mit einer Art Studium generale der Wirtschaftswissenschaften.

Wie lautet Ihr Urteil über die Effizienz des Studiums im Hinblick auf Ihren heutigen Beruf?

Die Gelegenheiten, erlerntes faktisches Wissen unmittelbar einzusetzen, sind selten. An der Tagesordnung ist jedoch, dass Transferleistungen gefragt sind. Mir kommt zugute, dass ich mich während des Studiums in viele sehr unterschiedliche Bereiche reingearbeitet habe, sogar mit einigermaßen Tiefgang, und Spaß daran hatte (und vermittelt bekam), gewonnene Erkenntnisse in unterschiedlichen Kontexten auszuprobieren. Kennen gelernte Theorien, Modelle und Erklärungsmuster sind dabei ganz wunderbare Vehikel. Über die Effizienz der Vermittlung von Soft Skills kann ich nichts sagen. Würden welche vermittelt, wäre es mir eher suspekt. Erst recht unter Effizienzgesichtspunkten.

Wie lautet Ihr persönlicher Kommentar zur Universität Siegen insgesamt?

Hier habe mich sehr wohl gefühlt - ...

Wie haben Sie Siegen als Studienstadt empfunden?

...- hier nicht.

Zur Berufswahl bzw. beruflichen Entwicklung

Haben Sie eine bestimmte berufliche Tätigkeit von vornherein gezielt angestrebt?

Die gab es und gibt es noch. Ein Rezept zur Überwindung von Phasen der Unsicherheit, was man von Traumberuf sein möchte, kann ich leider nicht bieten. Mal war ich hartnäckig, mal ließ ich mich treiben. Bisher war's nicht zu meinem Schaden.

Haben Sie eine bestimmte berufliche Tätigkeit von vornherein gezielt angestrebt oder wechselten die Wünsche?

Ich habe es mir ziemlich lange offen gehalten und fühle mich in der Illusion ganz wohl, ab morgen auch was ganz anderes machen zu können.

Wie sah (oder sieht) Ihr Weg zur Erreichung Ihres Wunschjobs aus? Gab es Personen oder Ereignisse, die Ihren Werdegang mit geprägt haben?

Ich bin Verfechter des eigeninitiativen Quereinstiegs. Darüber bekommt man die meisten Kontakte. Die eine oder andere Vaterfigur fand sich durchaus im Lehrköper der Uni Siegen. Mit meiner Promotion in einem Doktorandenkolloquium in Berlin untergekommen zu sein, zumal bei mir ganz fachfremden Kunsthistorikern, ließ mich meiner eigenen Sache sicherer werden. Zum Journalismus bin ich dann über einen guten Freund gekommen, der mir die ersten Aufträge vermittelte und die ersten Texte zerriss.

Aktuelle berufliche Tätigkeit

Welches ist Ihre berufliche Tätigkeit heute?

Ich leite einen kleinen eigenen Verlag und publiziere die "Fondszeitung", die sich mit dem Markt der geschlossenen Fonds beschäftigt. Ein absolutes Nischenprodukt in einem kleinen, nervösen aber Milliarden schweren Markt.

Was schätzen Sie an Ihrer Tätigkeit?

Was ich daran liebe: 16 Stunden am Tag gestalten zu können. Das ist aber auch anstrengend.

Welche persönlichen Tendenzen empfinden Sie über Ihre momentane Jobsituation?

Man muss es irgendwie schaffen, sich am eigenen Schopfe aus dem Sumpf zu ziehen.

Inwiefern hat sich Ihr Leben durch den Übergang von Studium zu Berufsleben verändert? Gibt es Grund, der "schönen, alten Studienzeit" nachzutrauern?

Die Veränderung durch eine eigene Familie ist die größere. Ohne in das übliche Gejammer einstimmen zu wollen: man hat weniger Zeit, mehr Verantwortung, weniger Spielräume. Aber ich bin froh, dass die Studienzeit zu Ende ist.

Bleibt neben Ihrem Jobleben noch Freizeit?

Zurzeit leider nur sehr wenig. Das vermischt sich zum Teil auch ein wenig. Ist aber nicht tragisch.

Welchen Rat würden Sie zukünftigen Absolventen mit auf den Weg geben?

Seid gewiss, dass es der theoretisch Versierte immer leichter haben wird. Aber verknüpft keine Anspruchshaltung damit. Die ist sowieso sehr ausgeprägt (was aber - glaube ich - nicht an der Uni liegt).

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