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Schülerlabor

Schülerlabor der Romanistik Siegen

Prof. Dr. Yasmin Temelli / Dr. Ina Kühne

Lateinamerikanisches Kino

Schülerlabor Lateinamerikanisches Kino

Projektseminar (mittwochs)

06.04.–13.07.22
18:00–19:30 Uhr

Anmeldung mit: Name, Adresse, Schule, Jahrgangsstufe, Einwilligung der Schule, bei Minderjährigen Einverständniserklärung der Eltern an:

kuehne@romanistik.uni-siegen


Das Schülerlabor der Abteilung Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft / Allgemeine Literaturwissenschaft bietet Schüler/innen und Schulabsolvent/innen die Möglichkeit, den Universitätsalltag schon vor Studienbeginn kennenzulernen, indem sie ein Semester lang an literatur- und kulturwissenschaftlichen Seminaren teilnehmen. In diesen können auch bereits Leistungspunkte erworben werden, die den Teilnehmer/innen angerechnet werden, wenn sie sich für einen Lehramts- oder literaturwissenschaftlichen Studiengang an der Universität Siegen einschreiben. Die entsprechenden Seminare, die im Rahmen der Programme „Schülerstudent/in werden“ und „Brücken ins Studium“ besucht werden können, finden als Projektseminare statt, in denen die Schüler/innen und Schulabsolvent/innen mit Studierenden des ersten bis dritten Semesters zusammenarbeiten und so von deren Erfahrungen profitieren können. Das Schülerlabor beinhaltet zudem eine Campus- und Bibliotheksführung. Im Sommersemester 2022 findet das Schülerlabor als Projektseminar zum lateinamerikanischen Kino statt.

Die Teilnehmer/innen können die Auswahl der im Kurs diskutierten Filme mitbestimmen und bereiten dann in Gruppenarbeit unter Anleitung der Dozentinnen Vorträge zu lateinamerikanischen Filmen vor, die gegen Ende des Seminars gehalten werden. Ein Leitfaden für die Erarbeitung wissenschaftlicher Vorträge wird den Teilnehmer/innen zur Verfügung gestellt. Bei den Vorträgen sind Familie und Freunde der Teilnehmer/innen sowie weitere interessierte Personen willkommen. Das Seminar wird mit einem Filmabend abgeschlossen.

Die Vorträge werden nach Ende des Seminars zu Artikeln ausgearbeitet. Es ist geplant, diese in Form eines Sammelbands zu publizieren.

Das lateinamerikanische Kino hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem weltweit beachteten und anerkannten, ästhetisch stilbildenden und gleichzeitig sozial bedeutsamen Kino entwickelt, das sich durch die Individualisierung politischer Themen und die realitätsnahe Präsentation gesellschaftlicher Probleme auszeichnet. Als charakteristische Sujets lateinamerikanischer Filme etablierten sich Migration und Globalisierung, kulturelle Hybridisierung und Transkulturalität, aber auch die mitunter in drastischer Weise visualisierte alltägliche Gewalt und deren diverse Hintergründe, Konsequenzen und Ausprägungen (vgl. die Einleitung in Christian von Tschilschke/Maribel Cedeño Rojas/Isabel Maurer Queipo, Hrsg; Lateinamerikanisches Kino der Gegenwart: Themen, Genres/Stile, RegisseurInnen, 2015).

Das Projektseminar wird einen Überblick über das Kino Lateinamerikas in all seiner Vielseitigkeit bieten sowie einzelne Filme, Gattungen und Filmschaffende näher beleuchten. Ein Beispiel für die Filme, die behandelt werden können, ist der preisgekrönte Film También la lluvia, eine mexikanisch-spanisch-französische Koproduktion unter der Regie von Icíar Bollaín. Die Filmhandlung ist in Bolivien im Jahr 2000 während des sogenannten Wasserkriegs von Cochabamba angesiedelt und setzt sich gleichzeitig mit der kolonialen Vergangenheit des Landes auseinander. Der Film prangert einerseits soziale Ungleichheiten in Bolivien an, problematisiert aber auch die Ausbeutung der ‚Neuen Welt‘ nach der Eroberung Amerikas durch Christoph Kolumbus sowie die Grausamkeit der Konquistadoren. Der Trailer zum Film ist unter folgendem Link abrufbar:

Schülerlabor Mockup