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10. Siegener Kant Tagung am ZetKIK:

Kants Begriff des Neides. Ein international-kooperativer Workshop

gefördert von der DFG

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Zeitpunkt und Ort

7.-8. April 2016

Universität Siegen, Zentrum für Kommentarische Interpretationen zu Kant (ZetKIK)

TeilnehmerInnen


  • Stefano Bacin
  • Reinhard Brandt
  • Andrea Esser
  • Christian Hamm
  • Christoph Horn
  • Christian Illies
  • Heiner Klemme
  • Corinna Mieth
  • Georg Mohr
  • Lara Ostaric
  • Heiko Puls
  • Robinson dos Santos
  • Steffi Schadow
  • Oliver Sensen
  • Elke E. Schmidt
  • Dieter Schönecker
  • Michael Wolff

Darstellung der wissenschaftlichen Zielsetzung

Zum Inhalt

Der workshop, der thematisch eingebettet ist in ein aktuelles DFG-Forschungsprojekt am ZetKIK zur Neuedition und Interpretation von Kants Tugendlehre, macht sich Kants Neidbegriff zum Thema. Das geschieht aus drei Gründen: Erstens ist Kants Analyse des Neides ein stark vernachlässigtes Thema in der Kant-Forschung, wie überhaupt zu bemerken ist, dass nach wie vor Kants Tugendlehre nicht angemessen rezipiert wird, wobei dies wiederum einhergeht mit einer nicht adäquaten Einordnung der tatsächlich immensen Rolle, die Gefühle in der Kantischen Sittenlehre insgesamt spielen. Dies ist um so bedauerlicher, als es sich, wie Antragsteller zu behaupten geneigt ist, um eine kurze, aber brillante Analyse des Neides handelt, die, zweitens, für die gegenwärtig sehr intensiv bearbeitete Philosophie des Gefühls von Bedeutung ist oder jedenfalls sein sollte (zwar ist es nur ein Gefühl, aber doch ein sehr prominentes und paradigmatisches). Drittens schließlich – und das hängt mit der methodischen Zielsetzung zusammen – ist es, wie schon bemerkt, nur eine kurze Passage; sie eignet sich daher besonders gut zur gemeinsamen Lektüre und Bearbeitung.
Methodisch will der workshop neue Wege beschreiten, und zwar in doppelter Hinsicht:  Erstens wird es um eine genuin kooperative Lektüre des Kantischen Textstückes gehen. Das bedeutet konkret: Es wird keine Vorträge geben, sondern wir werden gemeinsam den Text lesen und interpretieren. Dieses Veranstaltungsformat hat aber, zweitens, noch einen weiteren Grund: Es ist das Ziel dieser Veranstaltung, dass gemeinsam ein Aufsatz geschrieben wird, d.h. ein Aufsatz mit allen Teilnehmenden des workshops. Der genaue Ablauf sieht so aus: Das Gespräch in Siegen wird protokolliert. Auf der Grundlage der Diskussionsergebnisse erstellt das ZetKIK eine erste Fassung, die als word-online-Dokument allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt wird. In diese Fassung hinein können, für alle Teilnehmenden sichtbar, sowohl Verbesserungsvorschläge wie auch abweichende Interpretationen geschrieben werden; solche Abweichungen werden, wenn sie unauflösbar sind, im Text erhalten und sind dann für die LeserInnen sichtbar und nachvollziehbar. Der Text wird als e-text unter einem Kunstnamen veröffentlicht.