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4. Forum Bildungsforschung am 29. Juni 2016

Rückblick zum 4. Forum Bildungsforschung

Am 29. Juni 2016 lud die Geschäftsstelle Bildungsforschung des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung zum 4. Forum Bildungsforschung ein. Im Fokus standen Forschungsprojekte Siegener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Praxissemester in der Lehrerbildung. Begleitet wurde das Forum von Prof. Dr. Johannes König, Universität zu Köln, als externem Diskutanten.

Mit der Einführung des Praxissemesters in Nordrhein-Westfalen etabliert sich eine neue Form schulpraktischer Lerngelegenheiten, in der angehende Lehrkräfte nicht allein praktische Unterrichtserfahrungen sammeln, sondern insbesondere die Unterrichts- und Schulwirklichkeit sowie das eigene Handeln in dieser wissenschaftlich fundiert analysieren und reflektieren. Mit dieser Ausrichtung fokussiert das Praxissemester nicht nur eine forschende Grundhaltung von (angehenden) Lehrerinnen und Lehrern – vielmehr wird es selbst zu einem interessanten Gegenstand von Forschung zur Lehrerbildung. Auch an der Universität Siegen forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Praxissemester in der Lehrerbildung. Ziel des 4. Forums Bildungsforschung war es, aktuelle Siegener Forschungsprojekte zu diesem Thema zusammen zu bringen und zu diskutieren.

Nach einer Einführung von Prof. Dr. Martin Rothland gewährten drei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Universität Siegen Einblicke in ihre aktuellen Forschungsarbeiten: Britta Tillmann, im Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) zuständig für die Koordination der Evaluation der Lehrerbildung, präsentierte Ergebnisse der NRW-weiten Evaluation des Praxissemesters. Diese zeigten unter anderem, dass Studierende zwar mit dem Praxissemester als Ausbildungselement überwiegend zufrieden sind, dass sie sich jedoch vor allem mit der organisatorischen Umsetzung und den inhaltlichen Anforderungen der Studienprojekte vor große Herausforderungen gestellt sehen. Sophie Straub, ebenfalls wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZLB, stellte danach Anlage und erste Befunde aus dem Forschungsprojekt „Praxissemester in der Lehrerbildung: Nutzung und Wirkung“ (PriL) vor. In der breit angelegten Längsschnittstudie werden unter anderem der Einfluss der Berufswahlmotivation, die Selbsteinschätzung der Kompetenzentwicklung oder das Belastungs- und Beanspruchungserleben der Studierenden in den Blick genommen. Von einer inhaltlich ganz anderen Facette des Praxissemesters berichtete in ihrem Beitrag Sarah Katharina Boecker, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fakultät II. Sie beschäftigt sich im Rahmen ihrer qualitativ ausgerichteten Dissertation mit der Beratung und Begleitung von Studierenden in den sogenannten Bilanz- und Perspektivgesprächen am Ende des Praxissemesters. Im Fokus stehen dabei die Rekonstruktion studentischer Professionalisierungsprozesse und ihre kommunikative Begleitung. Alle drei Beiträge wurden anschließend vom Diskutanten Prof. Dr. Johannes König im Kontext aktueller Diskurse zur Lehrerbildung verortet. Johannes König stellte zudem das Verbundprojekt „Learning to Practice“ vor, einen Zusammenschluss von Forscherinnen und Forschern der Universität Siegen, der Universität zu Köln sowie der Universität Paderborn, bei dem es um die standortübergreifende Bearbeitung von Kernfragestellungen zur Prüfung der Wirksamkeit des Praxissemesters geht.

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