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Wintersemester 2019/2020

9. Nachwuchsforum Bildungsforschung

Programmablauf

19. November 2019 (16.15 – 17.45 Uhr, Raum AR-NB 0103)

Peter Schuster, Fakultät IV

Titel

Mathematik im Ingenieurstudium

Abstract

Ziel des vorgestellten Projektes ist es, eine neue Konzeption für mathematische Lehrveranstaltungen im ingenieurwissenschaftlichen Studium zu prüfen. Es sollen Positionen und Einstellungen von Dozenten/innen gegenüber Mathematik erfasst und berücksichtigt werden. Dabei soll die Frage untersucht werden, ob es möglich ist, bei solchen Lehrveranstaltungen den fachsystematischen Aufbau der Mathematik in den Hintergrund treten zu lassen, ohne den Prozess- bzw. den Formalismus-Aspekt der Mathematik in der Lehrveranstaltung zu vernachlässigen. Ein erster Ansatz für eine solche Konzeption ist eine zweiphasige Modellveranstaltung. Bei dieser Lehrveranstaltung soll der Anwendungscharakter der Mathematik die erste Phase prägen, während in der zweiten Phase tiefergehende theoretischen Betrachtungen angestellt werden.

03. Dezember 2019 (16.15 – 17.45 Uhr, Raum AR-NB 0103)

Dr. Marco Rehm

Titel

Wie nehmen die Lehrkräfte die Einführung des Faches Wirtschaft-Politik in der Sek I des Gymnasiums wahr?

Abstract

Zum Schuljahr 2019/20 wird – beginnend mit der Jahrgangsstufe 5 – das neue Schulfach Wirtschaft-Politik in der Sekundarstufe I an Gymnasien in Nordrhein-Westfalen eingeführt. Diese Reform des Kernlehrplans kann als organisatorische Innovation im Sinne von Rogers (1995) angesehen werden. Zum Zweck der Umsetzung der KLP-Reform gab es im September 2019 im Regierungsbezirk Arnsberg fünf Implementationsveranstaltungen mit Lehrkräften des bisherigen Faches Politik/Wirtschaft (Sek. I). Die Implementationsveranstaltungen wurden durch das Zentrum für ökonomische Bildung in Siegen im Auftrag der Bezirksregierung Arnsberg wissenschaftlich begleitet. Aus der Implementations- und Diffusionsforschung (Rogers 1995, Euler/Sloane 1998, OECD 1998) ist bekannt, dass die Implementierung von Curricula mit dem auf der politischen Ebene intendierten, „idealen“ Curriculum anfängt und mit dem Curriculum endet, das von den Schülerinnen und Schülern im Unterricht wahrgenommen wird. Der derzeitige Stand der Implementierung ist an den mittleren Pfadknoten formal curriculum – perceived curriculum – taught curriculum anzusiedeln (OECD 1998). Entlang der Knoten dieses Implementierungspfades ist das Curriculum erheblichen Deformationen ausgesetzt. Eine entscheidende Rolle spielt hier der Knoten perceived curriculum. Denn basierend auf der Diffusionstheorie (Rogers 1995) gibt es verschiedenen empirischen Studien, die Aufschluss darüber geben, welche Faktoren entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung einer Reform sind. Die größte Varianzaufklärung hatte dabei stets die Dimension „wahrgenommene Eigenschaften der Reform aus Sicht der Anwender“ mit fünf Subdimensionen (Zeitler, 2012; siehe auch Rauin u.a. 1999, Bennewitz 2008). Hier setzt die vorliegende Studie an, die fragt, wie die Lehrkräfte, die bei den Implementierungsveranstaltungen anwesend sind, den neuen Kernlehrplan für Wirtschaft-Politik wahrnehmen und welche Veränderungen sie intendieren und erwarten. Auf diese Weise kann versucht werden, das Ausmaß der Umsetzung der KLP-Reform abzuschätzen. Neben dem theoretischen Hintergrund und dem Stand der Implementation des neuen Kernlehrplans werden im Vortrag die Forschungsmethodik, (vorläufige) Befunde und eventuell Ausblicke auf die weitere Forschung präsentiert.

17. Dezember 2019 (16.15 – 17.45 Uhr, Raum AR-NB 0103)

Swaantje Brill, Fakultät II

Titel

Kinder am außerschulischen Lernort Museum

Abstract

Durch ihre Aufgabe der kulturellen Bildungs- und Vermittlungsarbeit gelten Museen schon lange als für Grundschulen – z.B. im Zusammenhang mit sachunterrichtlichen Unterrichtsinhalten – relevante und besonders häufig aufgesuchte außerschulische Lernorte (vgl. Blaseio 2016, 261ff.; Nettke 2016, 31ff.). Sie geraten vor allem dann als Lernorte in den Blick von Schule, wenn sie schulisch bedeutsam (z.B. relevant im Hinblick auf Lernziele) sind (vgl. Pech 2008). Für den Besuch eines Museums im schulischen Kontext stünde damit eher die schulische Verwertbarkeit (also die Lerninhalte ergänzenden Ausstellungsinhalte) im Fokus und weniger die Spezifik des Ortes oder die situativ bedeutsamen Erlebnisse der besuchenden Kinder (vgl. Scholz & Rauterberg 2008). Das im Rahmen des Vortrags vorgestellte Dissertationsprojekt arbeitet, unabhängig von einem spezifischen Vermittlungsangebot, die „Deutungs- und Bedeutungsaktivitäten der Kinder“ (Wiesemann 2009, 177) zum außerschulischen Lernort Museum heraus. Die Forschungsperspektive richtet sich im Sinne einer soziologischen Kindheitsforschung (vgl. Honig 2010, Kelle 2015) auf die „aktive, kompetente und pragmatische Auseinandersetzung der Kinder“ (Heinzel u.a. 2012, 14) mit dem außerschulischen Lernort Museum und analysiert Kindern als Akteurinnen und Akteure vor Ort. Die Studie folgt dem qualitativen Forschungsparadigma und ist methodologisch der Grounded Theory (vgl. Mey & Mruck 2009; Hülst 2013, 281) zuzuordnen. Die Daten setzen sich aus Interviews mit Kindern (vgl. Heinzel 2011; Vogl 2015) und Beobachtungsprotokollen (vgl. Scholz 2012; Breidenstein u.a. 2015) in museumspädagogischen Settings zusammen. Die Auswertung erfolgt in einer Triangulation von Kodierungsprozessen (vgl. Strauß & Corbin 1996) und sequenzanalytischer Rekonstruktion (vgl. Deppermann 2008). Vorgestellt werden Einblicke und erste Ergebnisse aus ethnografischen Beobachtungen verschiedener Besuchssettings von Kindern in Museen.

07. Januar 2020 (16.15 – 17.45 Uhr, Raum AR-NB 0103)

Dr. Susanne Spies, Fakultät IV

Titel

Auffassungen Lehramtsstudierender von und durch Mathematikgeschichte erweitern

Abstract

Mit der Integration mathematikhistorischer Inhalte in ein Lehramtsstudium ist immer auch die Hoffnung verbunden, zu einem tragfähigen Bild von Mathematik im Allgemeinen und Mathematikgeschichte sowie deren potentieller Anwendung im Mathematikunterricht im Besonderen beizutragen. Gleichwohl stellt die Erhebung solcher Auffassungen (Überzeugungen, beliefs, ...) oder gar von Auffassungswechseln immer eine Herausforderung für die Bildungsforschung dar. Für die praktische Gestaltungen im Rahmen der Lehrerbildung bedeutet dies zunächst, dass es insbesondere das Anliegen von Veranstaltungen zur Mathematikgeschichte selbst sein muss, Möglichkeiten zu schaffen, die (Schul-)Mathematik als Kulturleistung zu erfahren und dies auch explizit zu reflektieren. Außerdem ist immer wieder behutsame hochschuldidaktische Begleitforschung geboten. Im Vortrag wird zunächst die von diesen Überlegungen geleitete Konzeption von Veranstaltungs- und Prüfungsformaten zur Geschichte der Mathematik für angehende Lehrerinnen und Lehrer an Haupt-, Real- und Gesamtschulen vorgestellt. Außerdem werden die Ergebnisse der qualitativen Auswertung von im Rahmen dieser Veranstaltung entstandenen Studierendenreflexionen vorgestellt. Die Triangulation mit ersten Ergebnissen der im Rahmen des Projekts ÜberLeGMa (in Zusammenarbeit mit S. Schorcht, Gießen und N. Buchholtz, Oslo) durchgeführten Pre-Post-Untersuchung ermöglicht abschließend die Diskussion der konkreten praktischen Umsetzung einerseits und dem Nutzen von Veranstaltungen zur Mathematikgeschichte für ein Lehramtsstudium Mathematik andererseits.

21. Januar 2020 (16.15 – 17.45 Uhr, Raum AR-NB 0103)

Dr. Simon Kraus, Fakultät IV

Titel

Das Inter TeTra-Projekt – Interdisziplinäre und internationale Lehrerbildung in Vietnam

Abstract

N.N