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Preiswürdige Bildungsforschung an der Universität Siegen: Rückblick zum Tag der Bildungsforschung 2016

Thementag bot Einblicke in die facettenreiche Arbeit von Siegener Forscherinnen und Forschern. Matthias Opitz wurde mit dem Waxmann-Preis der Bildungsforschung 2016 ausgezeichnet.

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr veranstaltete die Geschäftsstelle Bildungsforschung des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) am 30. November 2016 zum zweiten Mal den „Tag der Bildungsforschung“. Der Thementag zielte auch dieses Mal darauf ab, Initiativen und Projekte Siegener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sichtbar zu machen, die inhaltlich im Kontext der Bildungsforschung arbeiten. „Es ist beeindruckend, wie viele Forscherinnen und Forscher sich am Standort Siegen aus unterschiedlichsten fachlichen Perspektiven mit spannenden Fragen zu Bildungsprozessen beschäftigen. Der Tag der Bildungsforschung soll dazu beitragen, diese Personen gezielt zusammenzuführen, miteinander ins Gespräch zu bringen und soll darüber hinaus sichtbar machen, wie vielfältig und innovativ die Universität Siegen in diesem Forschungsbereich aktiv ist“ - so beschreibt Dr. Ina Biederbeck, Geschäftsführerin der Geschäftsstelle Bildungsforschung, die primäre Zielsetzung des Thementags.

In verschiedenen Angebotsformaten wurden am Tag der Bildungsforschung deshalb vor allem solche Themen in den Fokus gerückt, die für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Statusgruppen wie auch Studierende fakultäts- und disziplinenübergreifend von Interesse sind bzw. die einen entsprechenden fächerübergreifenden Dialog anstoßen. So konnten sich bspw. Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in einem Vortrag von Dr. Daniel Müller, dem Leiter des House of Young Talents an der Universität Siegen, einen Überblick zum Thema „Forschen in Deutschland – Bedingungen, Möglichkeiten und Perspektiven“ verschaffen. Lehramtsstudierende konnten sich im Vortrag von Dr. Ina Biederbeck zum Thema „Warum soll ich eigentlich forschen, ich studier‘ doch Lehramt?!“ mit der Relevanz eines forschenden Habitus für die eigene Professionalisierung auseinandersetzen.

Als Gastredner für die Hauptveranstaltung am Nachmittag im Artur-Woll-Haus konnte der renommierte Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Werner Helsper von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gewonnen werden. Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden der Geschäftsstelle Bildungsforschung, Herrn Prof. Dr. Martin Rothland (Fakultät II), sprach er vor dem aus allen Fakultäten erschienenen Publikum als einer der führenden Professionsforscher im deutschsprachigen Raum zum Thema „Lehrerhabitus – zwischen Herkunft, Milieu und Profession“.

Foto 1: Hauptveranstaltung am Tag der Bildungsforschung des ZLB

Einen weiteren Programmhöhepunkt stellte die Verleihung des Waxmann-Preises der Bildungsforschung dar. Ausgezeichnet wurde die geschichtsdidaktische Staatsarbeit von Herrn Matthias Opitz zum Thema „Regionale Erinnerungskultur als konjunktiver Erfahrungsraum? Eine empirische Untersuchung zu Siegerländer Erinnerungskulturen“. Opitz beschäftigte sich in seiner Arbeit mit der Frage, welche Muster in Hinblick auf Orte, Symbole, Personen oder Ereignisse Siegerländer Erinnerungsorte kennzeichnen. Um dieser Frage nachzugehen, führte Opitz Gruppendiskussionen mit Personen unterschiedlicher Altersgruppen durch.

Überreicht wurde der Preis von Prof. Dr. Ingo Witzke (Fakultät IV) im Namen der interdisziplinär zusammengesetzten Jury. Er hob in seiner Laudatio neben der überzeugenden Dokumentations-, Analyse- und Interpretationsleistung von Opitz vor allem den Mehrwert der Arbeit für den schulischen Geschichtsunterricht hervor. Die Arbeit könne „Jugendliche motivieren, sich mit ihrer Region und der Geschichte auseinanderzusetzen“, so Witzke.

Foto 2: Preisträger Matthias Opitz erhält den Waxmann-Preis der Bildungsforschung 2016, überreicht durch Prof. Dr. Martin Rothland (Fak. II), Vorsitzender der Geschäftsstelle Bildungsforschung im ZLB

Einen Einblick in die Vielfalt der Siegener Bildungsforschung gewährte eine Postersession im Vorfeld und Anschluss an die Hauptveranstaltung. Siegener Forscherinnen und Forscher präsentierten hier aktuelle Forschungsarbeiten und regten damit zu spannenden Diskussionen an.

Foto 3: Jury und Preisträger: Prof. Dr. Anna Maria Hintz (Fak. II) (v.l), Prof. Dr. Bärbel Kuhn (Fak. I), Preisträger Matthias Opitz, Prof. Dr. Ingo Witzke (Fak. IV), Prof. Dr. Martin Rothland (Fak. II, ZLB) und Prof. Dr. Gesa Siebert-Ott (Fak. I) Foto 4: Jury und Preisträger: Prof. Dr. Anna Maria Hintz (Fak. II) (v.l), Prof. Dr. Bärbel Kuhn (Fak. I), Preisträger Matthias Opitz, Prof. Dr. Ingo Witzke (Fak. IV), Prof. Dr. Martin Rothland (Fak. II, ZLB) und Prof. Dr. Gesa Siebert-Ott (Fak. I)

Zu diesem Artikel sind Pressemeldungen verfügbar:
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WAZ

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